Die wundervolle Zeit meiner Kindheit in dem Jahre 1958 in der Kolonie Hahnenburg Kirchrode
Hannover: Kolonie Hahnenburg | Wie war das doch noch……..
Von 1950 bis 1956 wohnten wir in Hannovers Südstadt bei meinen Großeltern in der Straße Am Bokemahle 11A, Ecke Billweg im 1. OG.
Unten war ein Tante Emma Laden und ein Schuster, Meister Bull, wenn ich mich noch richtig erinnere. In der Wohnung meiner Großeltern, die 3 Zimmer, Küche und Balkon hatte, lebte in jedem Zimmer eine komplette Familie, die Küche wurde gemeinsam genutzt und die Toilette war auf ½ Treppe im Hausflur. Anfang 1957 zogen wir dann zu meiner Tante Elfriede und Onkel Hermann nach Wülfel. Die Bewohnten ein Haus auf dem Gelände der Troester Werke Am Brabrinke. Die Unterbringung war die gleiche, in jedem Zimmer lebte eine Familie. Eine gemeinsame Toilette und Bad. Nutzung nach Absprache. Bald jedoch organisierte meine findige Tante eine neue Bleibe für genau gegenüber auf einem Gartengrundstück. Dort zogen wir dann recht bald ein und verbrachten dort in dem Gebäude mit 3 Zimmern, einem Sommergarten sowie einem Dachboden (übersät mit Mäusen und Ratten). Dann ging es bereits Anfang 1958 nach Kirchrode in den Süßeroder Weg. Dort bewohnten wir ein Gartenhaus im Amselweg in der Kolonie Hahnenburg.
Dort verbrachte ich mit die schönste und freizügigste Zeit meiner Kindheit. Was gab es hier nicht alles zu entdecken, Natur pur, wohin man schaute, ruck zuck war ich in der Seelhorst (was meine Mutter aber nicht wissen durfte), bemerkenswert war die Ausbeute an Maikäfern, die ich in Zigarrenkisten meines Opas sammelte und abends wieder fliegen ließ um sie tags darauf wieder neu zu sammeln. Heutzutage nicht mehr möglich. Was gab es da an den verschiedensten Formen von Fröschen und Lurchis/Molchen, die tagtäglich einen Platz in den diversen Einmachgläsern meiner Oma fanden und dann abends heimlich von meiner Mutter wieder entsorgt wurden. Gegenüber wohnte der Bauer Martin mit seiner Familie, dem schauten wir beim „ackern“ auf seinem Felde zu. Am Feldrain befand sich ein Graben, das Wasser vollkommen klar und ich beobachtete die Wasserläufer dort oder hielt meinen Fuß in den Graben um die vielen Blutegel zu sammeln. Auf der anderen Seite der Kolonie war eine riesige Obstplantage, da sprangen schon mal ein paar Äpfel für uns ab. Unsere Nachbarn, der Vater war Lehrer hatten 9 Kinder, mensch da war fast jeden Monat ein Kindergeburtstag, es war halt immer etwas los. Im Garten hatten wir Kirch-, Mirabellen-, Birnen-, Äpfel- und Zwetschgenbäume, was haben wir uns da oftmals gelabt, bis nichts mehr ging (bis auf den Durchmarsch). Erdbeeren, Radieschen, Möhren, Tomaten, Bohnen, Himbeeren und Brombeeren, alles da. Das es statt einer Toilette ein Plumpsklo gab, das störte uns absolut nicht. Ach ja und mitten auf dem Gartenweg befand sich eine Schaukel, die immer heiß begehrt war.
Schön war sie diese Zeit und ich möchte sie auch immer im Innern bewahren. Heute nun nach all den Jahren, bin ich spontan nach der Arbeit dorthin gehfahren und habe ein paar Fotos von der Kolonie gemacht, so wie sie sich heutzutage darstellt, leider geht jetzt mitten durch die Kolonie der Schnellweg und so richtig aussehen wir damals tut vieles nicht mehr, Die Zeit hat alles verändert. Das Gartenheim, ja das habe ich sofort wiedererkannt und der Platz auf dem das „Vereinsschützenfest“ stattfand, ich fand auch unser ehemaliges Grundstück im Amselweg wieder, doch auch hier hat sich sehr viel verändert. Die angehängten Bilder dokumentieren die heutige Zeit, denn leider habe ich keinerlei Bilder von und über die Kolonie aus jener schönen Kinderzeit.





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