Hannover: Pelikan-Viertel | Pelikanviertel? Wieso Pelikanviertel? Was hat dieses Areal in Hannover-List mit den Schwimmvögeln zu tun? Ganz einfach: Von 1906 bis 1993 befanden sich hier Verwaltung und Produktionsstätten der Pelikan-Werke, eines nicht ganz unbekannten Herstellers von Büro- und Schreibbedarf-Artikeln. 1993 wurde die Produktion nach Peine umgesiedelt, die Verwaltung blieb bis 2003, bevor auch sie in neue Gebäude am Mittellandkanal zog. Ab 1994 wurde das Werksareal in das Pelikanviertel mit Eigentumswohnungen, Restaurants, Hotel und Geschäftsräumen umgewandelt. Die alten Firmengebäude blieben weitgehend erhalten, zusätzlich wurden neue Gebäude in moderner Architektur erstellt.
Wenn Ihr mögt, kommt mit, ich zeige Euch, was aus diesem verlorenen Industriegelände geworden ist.
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Danke für den interessanten Rundgang. Ich habe dort in den 70er Jahren einige male meine Sommerferien als Ferien-Jobber verbracht. Schöne Erinnerung.
Gruß Ralf
Da werden Erinnerungen wieder wach!
Ende der 1950er Jahre habe ich in der Podbielskistraße Nr.195 bei meinem Onkel gewohnt, der bei Fa. Wagner angestellt war.
Wir hatten von der Rückseite unserer Wohnung Einblick in einen Teilbereich des Werksgeländes.....
Mein erstes Schreibgerät in der Schule - lernen
mit Füller schreiben - war ein Pelikan. Noch heute
nutze ich den Füllfederhalter von Pelikan
Schön, dass ich nun hier am PC die Runde im Pelikanviertel
mit schlendern durfte
An den Füller musste ich auch sofort denken: Die Grundschüler in meiner Klasse unterschieden sich lediglich darin, ob sie einen Geha oder einen Pelikano (Pelikano war etwas günstiger) hatten - es gab rot und blau bei beiden. Wehe, man hatte als Mädchen lieber einen blauen ... und der Name musste eingraviert sein. Ich hatte einen roten Geha mit meinem Vornamen (schon, um mich von den Brüdern abzusetzen) - leider habe ich ihn im Laufe der Schuljahre hinten völlig zerkaut, bis ich auf die blaue Tinte stieß und das war dann schon ekelig. (Meine beste Freundin hatte einen blauen Pelikano ohne Namen - sie war und blieb trotzdem meine beste Freundin! - sie hat keine Brüder!). Ich habe noch viele Jahre, auch als ich ausgezogen war, damit Briefe und Tagebuch geschrieben. Irgendwann kaufte ich mir einen neuen.
Super, was tatsächlich aus dem Gelände geworden ist.
Stimmt - Kirsten, auch schon zu meiner Schulzeit gab es Geha- und Pelikano-Fans. Übrigens: meinen Geha habe ich noch. Meine Mutter hat ihn gehütet und nun liegt er - zusammen mit meinem Poesiealbum - im Schrank.
Ob Geha oder Pelikan, das war bei uns da tief im Westen, wo angeblich die Sonne verstaubt, schon fast eine Philosophie. Ungefähr so wie, ob man Beatles- oder Stones-Fan war. Oder Who- oder Them-Fan ... ;-)
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