25.000 Unterzeichner/innen fordern den Erhalt der Stadtbibliothek Limmerstraße!
Das Unverständnis und die Empörung im Stadtbezirk Linden - Limmer ist groß und ungebrochen. Nach wir vor beabsichtigt die bestimmende Ratsmehrheit unsere Bücherei im Freizeitheim Linden zu schließen.
Eine Schließung der seit Jahrzehnten erfolgreich arbeitenden Bibliothek - das kann ich als Mutter von drei Kindern und als Mitglied des Kita-Stadtelternrates feststellen - wäre unverantwortlich:
- “Kurze Beine brauchen kurze Wege”. Gerade für kleinere Kinder, für Kita- und auch für Schulkinder sind kurze Wege zum Buch und zu anderen Medien notwendig.
- Für Familien mit Kindern ist der Weg zur Bücherei am Lindener Markt nicht zumutbar und mit zusätzlichen Fahrtkosten verbunden.
- Für ältere Mitbürger/innen, für mobilitätseingeschränkte und auch für arme Menschen wäre eine Schließung fatal.
- Die Arbeitsplätze der Bibliotheksmitarbeiter/innen sollen nahezu um die Hälfte abgebaut werden.
- Ein weiteres Stück Lindener Identität würde vernichtet werden - Generationen sind mit der Bücherei groß geworden.
Linden - Limmer braucht mehr Bildung und nicht weniger! Gerade in Zeiten von PISA - Studie, Kinderarmut, Arbeitslosigkeit und Hartz IV passt die von SPD und Grünen im Rat und Bezirksrat beabsichtigte Schließung überhaupt nicht in die bildungspolitische Landschaft.
Breiter Widerstand
Weil die Schließung der Bücherei Limmerstraße für die drei Stadtteile Linden, Limmer und auch Ahlem folgenschwere Konsequenzen hätte, hat sich die “ Bürgerinitiative gegen die Schließung der Stadtbibliothek Limmerstraße” gegründet. Mit öffentlichen Aktionen, mit Bürgerumzügen zum Bezirksrat und Protestleseaktionen vor dem Rathaus haben wir auf das Anliegen der Bevölkerung aufmerksam gemacht. Unser Solidaritätsfest für die Bücherei - das mit Unterstützung des DGB, der Stadtelternräte der Kitas und Schulen sowie dem Stadtschülerrat stattfand - wurde von ungefähr 2000 Menschen besucht. Zahlreiche hannoversche Künstlerinnen und Künstler engagierten sich und traten ohne Gage auf.
In einer beispiellosen Aktion sammelten die Mitglieder und Freunde der Bürgerinitiative 25.000 Unterschriften (siehe Kasten) gegen die unsozialen Schließungspläne. Die berechtigten Forderungen der 25.000 werden allerdings bislang im hannoverschen Rathaus ignoriert.
Deshalb ist weiterhin verstärkter Druck auf die politischen Entscheidungsträger notwendig!
Sprechen auch Sie Politiker/innen aller Couleur auf die beabsichtigte Schließung an und verlangen Sie den Erhalt dieser wichtigen Einrichtung.
Damit auch künftige Generationen in einer kulturvollen Stadt leben und auch lesen können.
Promis für die Bücherei:
Thomas Bartholome (Sieger Maschseelauf 2006); Norbert Blüm (ehemaliger Arbeitsminister); Matthias Brandt (Schauspieler); Bruno Bruni (Künstler); Desimo (Comedy - Entertainer); Gunter Demnig (Künstler); Dr. Dieter Dehm (Landesvorsitzender Die Linke, MdB); Nazimiye Gücli (Autorin); Wolfram Hänel (Autor); Ted Herold (Rock’n’Roller); Prof. Peter Grottian; Hellmuth Karasek (Literaturkritiker); Dietrich Kittner (Kabarettist); Oskar Lafontaine (Vorsitzender Die Linke); Udo Lindenberg (Panikrocker); Kuersche (Singer/Songwriter); Liederjan (Folkgruppe); Klaus Meine (Sänger Scorpions); Manfred Middendorf (Herrenhäuser Brauerei); Harry Rowohlt (Schriftsteller); Jürgen Rynio (ehem. 96- Bundesligaspieler); Rudolf Schenker (Gitarrist Scorpions); Peter Sodann (Tatortkommissar); Dirk Schwarzbach ( Sieger Maschseelauf 2007 und 2008); Otto Stender (Bundesvorsitzender “Lese-Mentoring”); Mirko Slomka (Fußballtrainer); Lilo Wanders (Kult-Diva); Christian Wulff (Bürger); Julia Zwehl (Olympia-Siegerin Athen)
Folgende Büchereien wurden in Hannover bereits geschlossen:
- Anderten
- Bemerode
- Ahlem
- Wettbergen
- Hainholz
- Mittelfeld
- Ricklingen (statt zwei Büchereien nur noch eine)
- List (statt zwei Büchereien nur noch eine)
- Berufsschulbücherei Gustav-Bratke-Allee
Stoppt den Kulturabbau und den Bücherklau in unserer Stadt!
Die Ministerin und das “ Linder Rathaus”
Während die CDU im hannoverschen Rat und im Kulturausschuss ebenso wie der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff eindeutige Positionen für den Erhalt der Stadtbibliothek Limmerstraße beziehen, scheint die Bundestagskanditatin von der Leyen die Positionen der eigenen Partei nicht zu kennen.
Zum Antwortschreiben der Ministerin an die “ Bürgerinitiative gegen die Schließung der Stadtbibliothek Limmerstraße” erklärte deren Sprecher, Matthias Wietzer, im Rahmen eines Pressegesprächs im Lindener Freitzeitheim:
“Die Stellungnahme von Frau Dr. von der Leyen zum Erhalt der Stadtbibliothek Limmerstraße ist enttäuschend, gespickt mit ausweichenden Floskeln bzw. mit Nichtbeantwortung unserer Fragen…
Von wenig Sachkenntnis getragen präsentiert die Kandidatin als neue Wortschöpfung “ Das Linder Rathaus”. Nun mag es möglicherweise in dem Ort Lind im Kreis Ahrweiler und auch in Linde bei Angermünde jeweils ein “Linder Rathaus” geben. Bei uns im Stadtbezirk gibt es so etwas jedoch nicht, genauso wenig wie “ Linder Butjer” hier “Linder Bier“ trinken. Pointiert könnte man feststellen: “Die Beinhörnerin hat keine Ahnung!”



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