Aufsteiger TSV Kirchrode mischt die 1. Kreisklasse auf

1. Herren TSV Kirchrode
Hannover: TSV Kirchrode | Aufsteiger TSV Kirchrode mischt die 1. Kreisklasse auf

Eine Hinrunde ohne Niederlage ist beeindruckend, vor allem als Liganeuling. Das Geheimnis des Kirchroders Erfolges ist so einfach wie sympatisch.

Trainer Stefan Müller hat gut lachen: Seine Elf, obwohl Aufsteiger, scheint in der 1. Kreisklasse derzeit unschlagbar. © TSV Kirchrode
Trainer Stefan Müller hat gut lachen: Seine Elf, obwohl Aufsteiger, scheint in der 1. Kreisklasse derzeit unschlagbar.



Marko Hausmann
Marko Hausmann

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In der 1. Kreisklasse Hannover-Stadt eilt der TSV Kirchrode von Sieg zu Sieg - und das als Aufsteiger. Zwölf Siege und nur zwei Unentschieden weist die stolze Bilanz des unangefochtenen Tabellenführers auf. „Wir haben bis auf den Pokal keine einzige Partie in den vergangenen zwölf Monaten verloren. In der Rückrunde der vergangenen Serie gab es ebenfalls nur zwei Unentschieden“, erinnert sich Stefan Müller. Der 30-jährige Mittelfeldspieler hat im März 2013 das Amt des Spielertrainers in Kirchrode übernommen und wird von Kapitän Dominik Standke auf dem Platz und in der Trainingsgestaltung unterstützt.

Seit 2010 schnürt Müller die Schuhe für den TSV Kirchrode, kickte früher gemeinsam mit Standke in der Bezirksliga für den FC Stern Misburg. Beide bringen Erfahrungen und Können mit. „Dazu kommt noch Lars Mehrmann, der früher für TuS Kleefeld in der Bezirksoberliga gespielt hat“, nennt Müller die Stützen der Mannschaft.


Sogar der 50-Tore-Stürmer ist ersetzbar

Doch nicht nur diese drei Säulen sind hauptverantwortlich für den aktuellen Erfolg der Kirchroder Fußballer: „Wir sind ein eingeschworener Haufen. Selbst den verletzungsbedingten Ausfall von Dennis Wodara seit September – er hat etwa 50 Tore in der vergangenen Saison für uns erzielt – hat die Mannschaft kompensieren können“, betont Müller. Zusammenhalt, natürlich der aktuelle Erfolg und das fleißige Trainieren sind für den TSV-Trainer die entscheidenden Faktoren für die derzeitige Ergebnisserie. „Ich hatte selbst im Dezember bei fünf Grad 18 Mann beim Training“, lobt Müller das Engagement und den Ehrgeiz seiner Spieler.

Hinzu kommt die Unterstützung seitens des Vereins. „Bei uns bekommt kein Spieler einen Cent, aber wir werden perfekt ausgerüstet. Handschuhe, Dreiviertelhosen, Mütze, Anzüge – der Verein rüstet jeden Akteur aus“, sagt Müller erfreut. Die Mannschaft dankt es mit Erfolgen auf dem Platz. Und die fallen auch nicht vom Himmel. „Wir haben uns alles erarbeitet und uns eine gewisse Taktik angeeignet, die ich im Detail nicht erläutern möchte“, zeigt sich Müller verschwiegen. Er stellt aber klar, dass er – zumindest bei seinem Team – kein Freund der Viererkette ist. „Mit einem Libero spielen wir aber auch nicht.“


Die TSV-Elf spielt fortwährend am Limit

Geplant sei der Höhenflug seines Teams nicht unbedingt gewesen, erklärt der Spielertrainer. „Es war sehr schwer, aus der 2. Kreisklasse herauszukommen. Fakt ist auch, dass wir absolut an unserem Limit spielen. Sollten wir aufsteigen, wäre dann der Klassenerhalt fast schon eine Sensation“, sagt Müller. Als ehemaliger Stern-Akteur erinnert er sich gerne an das Derby gegen die Misburger. Seine neue Mannschaft setzte sich mit 4:2 durch. Müller selbst steuerte zwei Treffer bei. „Die Misburger kamen mit über 100 Fans und damals sogar als Tabellenführer zu uns“, erinnert sich Müller. „Das war dann wie Ostern und Weihnachten an einem Tag, als wir gewonnen hatten“, betont der verheiratete Versicherungskaufmann und Vater einer Tochter.


Neuzugänge? Nicht nötig!

Den sportlichen Hype wollen die Kirchroder nutzen und den Aufstieg perfekt machen. Doch Müller warnt vor der Rückrunde: „Wir haben erstmals etwas zu verlieren und die Gegner werden sich nicht so einfach ein zweites Mal überraschen lassen.“ Viele knappe Ergebnisse in der Hinserie lassen auch vermuten, dass Müller mit seiner Aussage Recht haben dürfte. Der TSV Kirchrode hat bisher auf jeden Fall schon mal bewiesen, dass es im Amateurfußball ohne Geld und dafür mit viel Engagement für die Tabellenführung reicht – und die aufgestiegenen Überflieger haben noch keine Lust, eine Bauchlandung zu machen.

Auf Neuzugänge verzichtet der TSV Kirchrode und vertraut seinem 20-Mann-Kader. Damit seine Jungs das Verlieren nicht verlieren, testet der TSV in der Wintervorbereitung auch nur gegen höherklassige Teams: am 11. Februar (19 Uhr) bei der SpVgg. Niedersachsen Döhren (Bezirksliga 2) sowie jeweils auf eigenem Platz am 16. Februar (14 Uhr) gegen SV Ramlingen/Ehlershausen II (Bezirksliga 2), am 23. Februar gegen TuS Kleefeld (Kreisliga, 14 Uhr) und am 2. März gegen die Sportfreunde aus Anderten (Kreisliga, 14 Uhr).
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