Bachs Johannespassion als Oper

Wann? 22.03.2015 19:00 Uhr

Wo? Herrenhäuser Kirche, Böttcherstraße, 30419 Hannover DE
Hannover: Herrenhäuser Kirche | Es ist wieder Opernzeit bei der Herrenhäuser Kantorei.

In der Passionszeit wird Bachs Johannespassion (22.3., 28.3.,29.3.,2.4.,3.4.15) als Oper aufgeführt.
Die vergangenen Opernproduktionen, zuletzt 2012 Bachs Weihnachtsoratorium, versprechen ein ergreifendes Ereignis.

nähere Infos unter www.johannespassion-oper.de

Hier schon mal ein paar Auszüge aus dem Flyer:

JohannesPassionOper
Die Johannespassion von Johann Sebastian Bach szenisch als Oper

Was ist Wahrheit?

„Eine der jüngsten konsequent musikalisch-szenischen Aktivitäten sind der lutherischen Kirche in Hannover-Herrenhausen zu danken“, schrieb die Fachzeitschrift Musik & Kirche nach den
spektakulären Aufführungen des bachschen Weihnachtsoratoriums im Dezember 2012.

Im Rahmen der Expo 2000 ist in der Herrenhäuser Kirche die Matthäus-Passion szenisch aufgeführt worden. In diesem Jahr wollen wir mit den Darbietungen der JohannesPassionOper den Zyklus der drei großen Bachoratorien vervollständigen. - Es sind mehr als 150 Sänger, Musiker, Darsteller, Theaterleute und Bühnentechniker auf, vor oder hinter der Bühne mit der Realisierung der Oper beschäftigt.

Ein wesentliches Thema der Johannes-Passion ist die berühmt-berüchtigte Frage: Was ist Wahrheit? Pontius Pilatus stellt sie Jesus während der Verhandlung im Jerusalemer Gerichtshaus
(das unser Bühnenraum darstellt). Seit jeher wird darüber gerätselt, ob Pilatus die Frage ernsthaft oder rein rhetorisch meinte. Für Albert Schweitzer, den Bachkenner, hat die Auseinandersetzung
etwas Aufgeregtes und Leidenschaftliches an sich, denn es geht um Leben und Tod.

Jesus sagt zu Pilatus: „Wer aus der Wahrheit ist, der höret meine Stimme.“ Martin Luther bewunderte das Johannes-Evangelium als das einzig wahre und rechte Hauptevangelium. Seine Heilsbotschaft kommt am besten im Schlusschoral der JohannesPassionOper zum Ausdruck: „Ach Herr, lass dein lieb´ Engelein am letzten End´ die Seele mein in Abrahams Schoß tragen.“

Zur theatralischen Versinnbildlichung der Verheißung, dass Wahrheiten Wirklichkeit werden mögen, verwandelt am Ende ein großes Tuch, das über der hoch aufragenden Bühne ausgebreitet ist, die Szenerie in eine paradiesische Himmelswiese.

Insgesamt erwartet den Zuschauer eine aufwändige Bühnenraumgestaltung, die architektonische und malerische Elemente des Kirchenraumes aufnimmt. Unter dem großen Kronleuchter in der Herrenhäuser Kirche, der das himmlische Jerusalem symbolisiert, breitet sich gleichsam dessen weltlicher Abglanz aus.

Und da nicht nur optisch der ganze Kirchenraum in die Handlung mit einbezogen wird, mag sich beim Zuschauer das Gefühl einstellen, tatsächlicher Zeuge des Passionsgeschehens zu sein. Ein Empfinden, das der imposante Zentralbau der Herrenhäuser Kirche mit seinem unverwechselbaren Ambiente verstärken und zu einem einmaligen Erlebnis machen kann.
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1 Kommentar
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Werner Szramka aus Lehrte | 02.02.2015 | 15:01  
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