VHF-DXing: Surfen auf dem Hochdruckrücken

Rainer H. David, Inhaber des staatlichen Amateurfunkrufzeichens DH4AAD, testet VHF-Tropo.
Hannover: Herrenhausen |

HANNOVER. Mit dem Frühjahr wachsen die Chancen auf die troposphärische Fernausbreitung von elektromagnetischen Wellen im VHF- und UHF-Bereich. Der Verfasser, Rufzeichen: DH4AAD, surft unterdessen bereits wieder auf den Grenzschichten zwischen kühler Luft am Boden und auflaufenden Warmluftschichten darüber.


Funkamateure nutzen die ihnen zugewiesenen ultrakurzen Wellen (Wellenlänge: zwei Meter, Frequenz: 144 MHz. Vergleich: das UKW-Hörfunkband hat die Wellenlänge von drei Metern, Frequenz: 100 MHz), um kreuz und quer durch Europa und weiter zu surfen. Sind im UKW-Bereich üblicherweise nur Verbindungen knapp über den sichtbaren Horizont hinaus möglich, so glückten etlichen deutschen Funkern unterdessen wieder Ausnahme-Verbindungen nach Frankreich und Polen.

Hannovers wohl bekanntester Funkamateur Rainer H. David konnte beispielsweise eine Verbindung zu Hans Christian Gulager Nielsen nach Dänemark herstellen und halten. Während der dänische Partner (VHF-Top-DXer) mit einer geradezu professionellen Antennenanlage aufwarten konnte, genügte auf Davids Seite eine einfache Monoband-Quadantenne unter Dach, später eine HoLoop über Dach.

David: „Wir Funkamateure beobachten die Hochdruckgebiete sehr genau auf ihre Tauglichkeit auf Überreichweiten in der Wetterzone. Interessant ist für uns immer besonders die Westflanke des Hochdruckgebietes.“

Während sich Kurzwellenüberreichweiten in Höhen von 100 Kilometern bis zu 300 Kilometern abspielen, in der Ionosphäre also, sind die so genannten „Tropo“-Verbindungen mit ultrakurzen und Dezimeterwellen in Bereichen bis zu etwa zehn Kilometern Höhe (Troposphäre) möglich. +++
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