Sakura-Sommer-Interview: Im Gespräch mit ...

Trainingsszene: Dirk Ahrndt als 'Uke', Simone Bräutigam als 'Tori' bei der Judo-Ausübung.
 
Judo: Jürgen Salomon bei der Wurf-Ausführung. (Foto: Jürgen Salomon)
... 'doppelten Dan-Trägern'.

Das Sommer-Interview des JC Sakura aus Hannover-Döhren ist mittlerweile zur guten Tradition geworden. In den vergangenen Jahren haben sich aufschlussreiche und unterhaltsame Gespräche mit interessanten Interview-Partnern ergeben.

In diesem Jahr fand eine Premiere statt: Zwei Gesprächspartner - 'doppelte Dan-Träger' des Vereins - nahmen sich die Zeit für die Beantwortung der Fragen des Interviewers: Es handelt sich dabei um Jürgen Salomon (3. Dan Judo, 4. Dan Kyudo (= Japanisches Bogenschießen), außerdem 3. Kyu (= sog. Schülergrad) Ju-Jutsu) und um Dirk Ahrndt (1. Dan Judo, 1. Dan Ju-Jutsu), die somit beide in jeweils zwei unterschiedlichen Disziplinen den Schwarzen Gürtel, also die Meisterschaft, erreicht haben. Das ist an sich schon eine nicht alltägliche Besonderheit.

Frage: Wann habt Ihr mit dem Kampfsport angefangen?

Antwort Jürgen Salomon: Judo als 6-Jähriger ab 1967 bis 1969, dann ab 1974 ohne Unterbrechung, bis Rückenbeschwerden ein weiteres Training nicht mehr zuließen. Ju-Jutsu von 1975 bis 1977, weil man ja einen zweiten Trainingstag brauchte. Und Kyudo schließlich ab 1992, derzeit aktiv im Verein Zanshin-Do.

Antwort Dirk Ahrndt: Judo im Jahr 1979, im Alter von 9 Jahren. Mit 14 Jahren legte ich aus verschiedenen Gründen eine Pause von der Sportart ein. Diese wurde für allgemeinen Kraftsport und mehrere Jahre Kickboxen genutzt.

Frage: Was waren Eure Gründe, mit dem Kampfsport zu beginnen?

Jürgen: Als Kind waren es die Eltern, die der Meinung waren, der Kampfsport bekäme mir gut. Aber beim zweiten Mal rein sportliche Gründe nach Ausschlussverfahren: Zum Geräteturnen hatte ich keine Lust mehr und Ballsportarten kamen für mich nicht in Frage. Beim Kyudo haben die japanische Einstellung (Judo) und ein Lehrgang im westlichen Bogenschießen den Ausschlag gegeben. Und meinem Rücken hat es auch sehr gut getan.

Dirk: Als Kind war es der Spaß am 'Kämpfen und Raufen', später stand das Thema Selbstverteidigung im Vordergrund. Inspiriert wurde ich auch durch diverse Action-Filme und deren Schauspieler, die ebenfalls die Kampfkunst beherrschen. Den Weg zu Sakura fand ich durch einen Aushang in der Nachbarschaft.

Frage: Auf welche Ereignisse in Euren bisherigen 'Kampfsport-Karrieren' schaut Ihr besonders gern zurück?

Jürgen: Ein Ereignis im Judo war die Kata zum 3. Dan. Da hatte ich das Gefühl, das Prinzip Judo zu erleben. Und auch die Teilnahme an einer Deutschen Kata-Meisterschaft war ein Erlebnis. Und natürlich die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen auf der Matte hat mich geprägt. Beim Kyudo ist es die Herausforderung, die Konzentration auf den Punkt zu bringen, um zu treffen, trotz der 'Störfaktoren' wie Zeremonie und der zeitlichen Harmonie in der Gruppe (Tachi).

Dirk: Auf meine erste Gürtelprüfung im Judo als Kind. Zuhause wurden die Techniken bis in die Abendstunden geübt. Dann natürlich jeweils die Prüfungen (und deren Vorbereitungen) zum 1. Dan im Judo und 1. Dan Ju-Jutsu und ein besonderer Lehrgang 'Judo-Selbstverteidigung'. Dieser brachte mich zum Ju-Jutsu.

Frage: Wie würdet Ihr, in wenigen Worten, das Besonderedes Kampfsports beschreiben?

Jürgen: Der gegenseitige Respekt und das Verhalten im Dojo. Den 180-Grad-Blick (man bekommt mit, wenn der Nebenmann sich bewegt), den man in den Jahren gelernt hat. Das man gezeigte Bewegungen schneller bei sich selber umsetzten kann. Und das körperliche Auspowern und die Dehngymnastik. Man glaubt es nicht, aber es ist das, was ich am Judo wirklich vermisse, seit dem ich nicht mehr trainieren kann.

Dirk: Die körperliche Fitness/Ausdauer, die Koordination, Selbstbeherrschung und im richtigen Moment Ruhe und Gelassenheit.

Frage: Habt Ihr weitere sportliche Ziele?

Jürgen: Der 5. Dan im Kyudo ist noch in Planung, und bei der Deutschen Einzelmeisterschaft einmal in die Endrunde zu kommen.

Dirk: Ziel ist es, gesund zu bleiben und weiterhin erfolgreich am Training teilzunehmen. Weitere Prüfungen sind bei entsprechender Leistung natürlich nicht ausgeschlossen.

Frage: Gibt es sportliche Hobbies oder Freizeitbeschäftigungen, die Ihr neben dem Kampfsport pflegt?

Jürgen: Laufen, um die Kondition zu halten, ansonsten bin ich mit meiner Frau im Standardtanzen aktiv, wenn wir nicht Wandern oder Rad fahren.

Dirk: Für eine gute Grundkondition für den Kampfsport laufe ich regelmäßig und nehme auch an diversen Laufveranstaltungen (5- oder 10Km-Distanz) in der Region Hannover teil. Zusätzlich stehen auch einige Kraft-Einheiten im Fitnessbereich auf dem Programm.

Abschließend: Vielen Dank an Jürgen Salomon und Dirk Ahrndt für das Gespräch, und weiterhin viel Spaß und Erfolg auf dem weiteren Weg des Kampfsports sowie bei der Erreichung Eurer Ziele, innerhalb und außerhalb des sportlichen Bereichs!

(Die Fragen stellte Norbert Wertheim)
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