Fototipps: Akt muss nicht immer nackt sein

Neue Sichtweisen: einfach mal mit Stoffen, halbdurchtigen Planen oder Tüchern spielen.
Wer sich für Altfotografie interessiert, verweist gern zur Rechtfertigung auf die „höhere Kunst“ , weist jedes Interesse an den Anblick nackter Menschen empört von sich und betont, es gehe ihm nur und ausschließlich um ästhetische Formen an sich, abstrahiert von der Persönlichkeit des Models. Solche Menschen mag es vielleicht tatsächlich geben, sie dürften dann eher nicht dem Normalfall entsprechen. Es ist ganz natürlich, dass es auch ein bisschen erotisch prickelt. Als Fotograf darf man dieses Gefühl natürlich nur in die Bildkomposition lenken; ein Betrachter oder Sammler von entsprechenden Fotos ist mit seinen Gedanken da schon viel freier. Und dessen Phantasie gilt es, geschickt mit einer guten Bildidee in Gang zu setzen.

Weil die Fotoszene nach meinem Geschmack bei myheimat etwas zu kurz kommt, will ich ab und zu mit Beiträgen zu Fotothemen den Fokus auch mal auf dieses schöne Hobby richten. Diesmal habe ich wieder einen Aspekt aus dem Themenbereich Aktfotografie ausgewählt.

Dieses gewisse erotische Etwas, das die meisten Menschen beim Betrachten von Aktfotos fühlen, lässt sich ganz gezielt ansprechen. Nein, nicht was jetzt vielleicht besonders kecke Leser denken. Solche Fotos meine ich nicht. Aber auch im Rahmen der künstlerischen Aktfotografie (wobei unter Kunst jeder wahrscheinlich etwas anderes versteht) lässt sich mit den geheimen Gedanken der Menschen arbeiten. Das Stichwort heißt: Die Vorstellungskraft des Betrachters anregen. Je weniger jemand sieht, umso mehr spielt sich in seinem Kopf ab. Viele Aufnahmen mit erotischer Ausstrahlung leben davon, dass die wesentlichen Körperteile des – zumeist weiblichen – Models eigentlich nur mehr oder weniger zu erahnen sind. Sie sind entweder geschickt im Schatten versteckt oder das Model weiß sie durch entsprechende Posen zu verbergen. Das braucht viel Erfahrung sowohl seitens des Fotografen als auch auf Seiten des Models. Einfacher wird die Sache mit dem Verstecken aber durch den Einsatz von Accessoires.

Ein schönes Tuch etwa kann einiges verdecken und mit geschickten Einblicken doch etwas versprechen. Akt muss also nicht gleich nackt sein. Tücher haben überdies den Vorteil, dass sich vor allem unerfahrene Anfängermodels nicht gleich ganz nackt fühlen, sondern etwas in der Hand haben, hinter dem sich auch ein klein wenig verbergen können. Dies hilft über die ersten Fotosessions leichter hinweg. Und, nicht zu vergessen: hinter Tüchern lassen sich nicht ganz so optimale Körperstellen "ausblenden".. Also, wir schlagen mit diesen Equipment gleich mehrere Fliegen mit nur einer Klappe. Einfach mal mit Tüchern, Schals oder anderen Stoffen spielen und damit eine besondere Spannung im Bild erzeugen.
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2 Kommentare
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 21.10.2015 | 01:46  
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Karl-Heinz Mücke aus Pattensen | 22.10.2015 | 22:41  
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