Unzulängliche Verkehrspolitik abwählen

Umweltzone und vorheriges Tempolimit in der Göttinger Str. hier Einfaht vom Deisterplatz
 
Keine Geschwindigkeitsbeschränkung vor der Gerhart-Hauptmann-Schule, wohl aber entlang des Maschsees
Am Sonntag bietet sich die Gelegenheit die jahrzehnte lange Verkehrs-Verhinderungs-Politik in Hannover abzuwählen. Pünktlich vor den anstehenden Kommunalwahlen hat man das Thema um die „blauen Plaketten“ der Ausweitung der Umweltzone vertagt, da es für den Wahlkampf zu unpopulär war. Lassen sie uns wetten, dass das umgehend wieder auf die Tagesordnung kommt, sollten SPD und „Grüne“ eine Mehrheit bekommen. Die Umweltzone ist nur eine von vielen Maßnahmen um den Autoverkehr in Hannover zu gängeln:
- Bevor sie eingeführt wurde, wurde z. B. auf Göttinger Str. (entlang der Hanomag) eine Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h vorgeschrieben. Danach kam die Umweltzone; das Tempolimit besteht aber bis heute… Übrigens hat die Stadt Hildesheim zu der Zeit auch eine Umweltzone in Erwägung gezogen. Bei Messungen in der Stadt stellte sich heraus, dass die Feinstaubbelastung ausgerechnet in der Nacht - in der verkehrsarmen Zeit (!) – am größten war. Daraufhin wurde davon abgesehen.
- Am Maschsee ist am „Artur-Menge-Ufer“ im vergangenen Jahr eine Geschwindigkeitsbegrenzug auf 30 km/h weiträumig um die freie Waldorfschule herum eingerichtet worden. Vor anderen Schulen z. B. am Altenbekener Damm oder der Gerhart-Hauptmann-Schule in der Herman-Bahlsen-Allee oder vor der Käthe-Kollwitz-Schule an der „Podbi“ gilt hingegen weiterhin „Tempo 50“.
- Zahlreiche Rechtsabbiegersuren, die an der Ampel vorbei führen (Bypass) wurden zurückgebaut. So geschehen u. A. am Friederikenplatz und am Kurt-Schwitter-Platz. Dies wurde mit einer hohen Zahl an Unfällen mit Radfahrern begründet, wobei nach damaligen Zeitungsberichten Radfahrer mit ihren Fehlverhalten, wie Missachtung von „rot“ oder fahren in falscher Richtung, die meisten Unfälle verursacht haben.
- In Döhren wird nun auch das Abstellen von Autos immer mehr erschwert, wie ich es bereits in meinem Beitrag (hier klicken) berichtet habe. Weiter sind bei der Bebauung des Steintors keine Tiefgaragen vorgesehen, was hingegen jedem jeden übrigen Bauherren auferlegt wird.
- Im gesamten Stadtgebiet werden immer mehr Straßen zurückgebaut, verengt, oder künstliche Barrieren geschaffen. Mit Hilfe von Radfahrer, die zunehmend auf den Fahrbahnen geführt werden, wird weiter versucht den Verkehrsfluss zu bremsen. Dabei werden zunehmend die Radfahrer gefährdet, da die Praxis zeigt, dass sich nicht alle Autofahrer an den vorgeschriebenen seitlichen Mindestabstand, von 1,5m bei der Vorbeifahrt an Radfahrern halten.
- Das Ampeln an Hochbahnsteigen gegenläufig geschaltet werden, so dass kein Verkehrsfluss zustande kommt ist auch kein Geheimnis.
Dies sind nur einige Beispiele, die aufzeigen, dass ein zügiges Vorankommen in Hannover von SPD und „Grünen“ politisch nicht gewünscht ist. Die vergangenen Jahre haben aber gezeigt, dass sich die Bürger auf diese Art nicht von der Nutzung des Autos abbringen lassen und dass der Kraftverkehr weiter zunimmt. Wenn nun der Verkehr künstlich verlangsamt wird und sich lange Staus bilden, wenn immer wieder angefahren und angehalten wird steigt damit auch der Kraftstoffverbrauch und auch die Emissionen wie auch Lärmbelastung. Der provoziert steigende Schadstoffausstoß begründet dann wiederum eine Verschärfung der Umweltzonen (Einführung von blauen Plaketten) Es scheint fraglich wo sich darin grüne Umweltpolitik wiederspiegelt. Sie haben nun durch das Abwählen von SPD und Grünen bei der Kommunalwahl die Möglichkeit dieses Verkehrs-Verhinderungs-Programm und weiteren Irrsinn zu beenden.
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 10.09.2016 | 02:50  
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