CDU spricht sich gegen starke Konzentration der Flüchtlingsunterbringung in Mittelfeld aus

CDU spricht sich gegen starke Konzentration der Flüchtlingsunterbringungen
in Mittelfeld und angrenzenden Stadtteilen aus

Gabriele Jakob, Vorsitzende der CDU-Fraktion im Stadtbezirksrat Döhren-Wülfel, stellt anlässlich der zunehmenden Konzentration von Flüchtlingswohnheimen in Mittelfeld und den daran angrenzenden Stadtteilen fest: „Nach wie vor kommen viele schutzsuchende Menschen nach Hannover und nach wie vor ist es unumstritten, dass diese Menschen angemessen untergebracht werden sollen. Allerdings scheint die Stadtspitze überfordert und schafft Wohnheime nach dem Prinzip „wo gerade irgendwie Platz ist“. Obwohl die Stadt eine große Herausforderung derzeit bewältigt, ist ein maßgebliches Konzept, das die Flüchtlinge gleichermaßen auf alle Stadtteile verteilt, nicht erkennbar.“

„Bereits im Juli 2015 habe ich davor gewarnt, eine einseitige Konzentration von Flüchtlingswohnheimen auf den Stadtteil Mittelfeld voranzutreiben. Dieser Stadtteil hat eine bewegte Geschichte und ist erst durch das Sanierungsprogramm Soziale Stadt erfreulich wiederbelebt worden. Durch die eingeschlossene Lage sowie den hohen Anteil bereits in Mittelfeld lebender Menschen mit Migrationshintergrund (ca. 50 %, davon im Bereich der 1-17jährigen sogar 55%), stellt die vermehrte Unterbringung von Flüchtlingen eine große Herausforderung für diesen Stadtteil dar“, erläutert Gabriele Jakob.

„Vor diesem Hintergrund kann ich es nicht verstehen und schon gar nicht gutheißen, dass die Stadtspitze weiterhin an der geplanten und teilweise bereits verwirklichten starken Konzentration von Flüchtlingsunterkünften im Stadtteil Mittelfeld und den angrenzenden Stadtteilen des Stadtbezirks Kirchrode-Bemerode-Wülferode festhält.“ Derzeit sind im Gebiet der Stadtbezirke Döhren-Wülfel und Kirchrode-Bemerode-Wülferode Flüchtlinge in Groß- bzw. Notunterkünften wie dem Deutschen Pavillon oder der Messehalle 27 untergebracht. Hinzu kommen noch die geplanten Standorte auf dem EXPO-Gelände oder dem ehemaligen IBM-Gebäude sowie die vier geplanten Unterkünfte in Mittelfeld. Allein in der Messehalle und im Deutschen Pavillon können ca. 1.200 Flüchtlinge untergebracht werden. Für das IBM-Gebäude steht die Zahl von 900 Personen im Raum und für die geplanten Einrichtungen im Mittelfeld noch einmal ca. 450 Menschen.

„Die CDU-Fraktion im Bezirksrat Döhren-Wülfel lehnt die übermäßige Ansiedlung von Flüchtlingen entschieden ab. Die Verteilung der Flüchtlinge muss gleichmäßig über das Stadtgebiet erfolgen und vor allem muss auch die Frage nach einer greifenden Integration und der tatsächlichen Umsetzung der oft bemühten Willkommenskultur dringend beantwortet werden. Der Stadtbezirk Döhren-Wülfel kann nicht noch mehr Menschen aufnehmen. Die Grenzen der Willkommenskultur werden mittlerweile offenbar. Aber eines ist jedenfalls klar: nur gemeinsam können die drängenden Fragen der Flüchtlingsproblematik gelöst werden. Daher sollte nachdrücklich darauf geachtet werden, dass weder Nachteile für die Bevölkerung noch für die hier schutzsuchenden Menschen entstehen. Dazu gehört für uns auch eine funktionierende Infrastruktur, die an einigen der angedachten Standorte nicht vorhanden ist. Die Unterbringungs- und Integrationsstrategie der Stadtspitze ist bei weitem nicht zu Ende gedacht. Es ist höchste Zeit, dass über die notwendigen Maßnahmen zum Gelingen von Aufnahme und Integration erneut nachgedacht wird“, führt Gabriele Jakob abschließend aus.
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4 Kommentare
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 30.01.2016 | 03:02  
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Gabriele Jakob aus Hannover-Döhren-Wülfel-Mittelfeld | 30.01.2016 | 11:39  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 30.01.2016 | 16:59  
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Helmut F. FRANK aus Bielefeld | 30.01.2016 | 17:18  
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