Expo-Gärten im Wandel - Grünanlagen in und um Hannover

Erinnerungen an die Expo werden wach: der Wal.
 
Der Blick vom Kronsberg auf das Parkgelände. Im Hintergrund zu sehen der Thüster Berg und der Osterwald.
Hannover: EXPO-Park | Hannover wird nicht umsonst „Die Stadt im Grünen“ genannt. Und das zu Recht. Wohl kaum in einer anderen Stadt gibt es so viele Grünanlagen wie in der niedersächsischen Landeshauptstadt. Ob herrlicher Buchenwald inmitten des Großstadttrubels, ob an zahlreichen Seen, den großen Gartenanlagen in Herrenhausen, den vielen Parks, oder an Leine, Ihme und Mittellandkanal. Überall grünt es und lädt den Spaziergänger oder Radfahrer dazu ein, diese grünen Stadtinseln zu erkunden. Natürlich sind den Bewohnern der Stadt die bedeutendsten Grünanlagen bekannt, manche andere aber auch nicht. Mit einer Serie, in der die Beiträge unregelmäßig erscheinen, möchte ich diese Grünbereiche vorstellen. Heute geht es um eine parkähnliche Landschaft, in der wir schon im Jahr 2000 Ruhe vom großen Trubel gefunden haben, die vielleicht etwas heruntergekommen ist, aber immer noch einen Besuch lohnt.

Gärten im Wandel

Welcher Hannoveraner – und vielleicht auch so manch anderer – erinnert sich nicht gern an die Expo 2000, die Weltausstellung, die wir viele Male besucht haben. Doch wenn man heute nach 14 Jahren noch Spuren davon entdecken möchte, dann wird man nicht allzu viele finden. Doch neben einigen Pavillons auf dem ehemaligen Ostgelände ist immerhin noch eine parkähnliche Landschaft übriggeblieben. Die „Gärten im Wandel“, die an der Expo-Plaza beginnen, wurden von dem deutsch-algerischen Landschaftsarchitekten Kamel Louafi geschaffen. Gleich hinter der einstigen Postbox, von deren Höhe wir oft auf das Gelände heruntergeschaut haben, die heute zu einer BMW-Niederlassung gehört, betritt man die Parkanlagen. Leider sind sie ziemlich verwahrlost, auch Vandalismus hat dazu beigetragen. Da die Anlagen heute eher ein Geheimtipp sind und nur wenig besucht werden, lohnt eine Pflege wohl nicht, da sie zu kostenaufwändig wäre. Und trotzdem kann ich einen Rundgang durch diese Grünanlagen empfehlen.
Zunächst ist es ein langgestreckter Teil mit geometrischen Grundmustern und Pavillons, durch den man spaziert. Viele unterschiedliche Pflanzenarten und auch ein Bambuswäldchen bieten interessante An- und Durchblicke. Am Ende trifft man auf die letzten künstlichen Sanddünen, die einmal zum saudiarabischen Pavillon gehörten, der einer schneeweißen, orientalischen Burg ähnelte. Ein Stück weiter gelangt man am Wal vorbei in einen anderen Gartenbereich. Ein dreieckiger See bildet den Mittelpunkt. Zum Messeschnellweg hin wird dieser von einem grünen Damm geschützt, auf denen zwei kleine ockergelb verputzte Türme stehen. Eine Besteigung lohnt sich, hat man doch von dort oben einen schönen Blick über das Gelände und zum Kronsberg hin. Der See, Wälle, Hügel, kleine Gewässer, offene Flächen und Baumgruppen ergeben eine abwechslungsreiche Landschaft. Dahinter schließt sich zum Kronsberg hin die verwilderte Anlage des „Parc Agricole“ an.
Wer Ruhe sucht, eine Mischung aus parkähnlichem Gelände und Natur kennenlernen möchte und wer bereit ist für Entdeckungen, der ist in diesem Gelände am richtigen Ort, an dem man auch gut mit Kindern unterwegs sein kann. Immer mal wieder besuche ich diese Grünanlagen und freue mich über die vielen schönen Anblicke.

Vorgestellt habe ich in dieser Reihe bisher:

Der Mittellandkanal

Der Hermann-Löns-Park

Friedhöfe als Parkanlagen

Herbstzeit im Von-Alten-Garten am Lindener Berg

Der Stadthallengarten

Landschaftsschutzgebiet Alte Bult

Der Kronsberg zwischen Anderten und Laatzen

Die Mergelgruben bei Misburg, Anderten und Höver

Herbstzeit an der Leine

Ein Frühlingsfeuerwerk - Viel Buntes im Calenberger Land

Vogelparadies Südliche Leineaue

Kreuz und quer durch die Eilenriede

Das Blaue Wunder vom Lindener Berg - Die Scillablüte

Flaniermeile Maschsee
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2 Kommentare
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 25.09.2014 | 00:16  
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Jens Schade aus Hannover-Döhren-Wülfel-Mittelfeld | 28.09.2014 | 10:44  
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