Nur drei Herthaner beim Hannover-Marathon-Sonntag

Drei Herthaner in Hannover nach dem Halbmarathon und 10-km-Lauf. Heinz und Friedhelm Döbel, bzw. Frank Dsiosa.
 
Schon 8:45 Uhr starteten die Inlineskater über die Halbmarathonstrecke. Es waren aber auch einige Läufer dabei, die ohne vorgeschriebenen Helm fuhren. Eigentlich hätten sie gleich aus dem Rennen genommen werden müssen. UNVERANTWORTLICH!!!

Hannover: Trammplatz | Es werden immer weniger Herthaner bei den Wettkämpfen. Das Alter, aber auch die Abgänge von Kai und Tim Bielmann (zur TSV Burgdorf) machen die Aktivenzahlen der Otzer immer kleiner. Aber immerhin drei Herthaner waren bei zwei verschiedenen Distanzen beim Hannover-Marathon-Sonntag" dabei.
Den kompletten Marathon wollte sich aber keiner von ihnen zumuten. Zum Glück wie sich später heraus stellte. Denn am 8. Mai waren sommerliche Temperaturen, und die können "untrainierten" Läufern einiges abverlangen.
Vor den Läufern waren die Handbiker und Inlineskater auf die Strecke gerollt. Sie machten den Weg frei.
Der Marathonstart war um 9:00 Uhr vor dem Rathaus. Es waren schon recht viele Zuschauer zu dieser frühen Tageszeit dort und feuerten die Läufer/innen an, die die 42,195 km in Angriff nahmen. Wie nicht anders zu erwarten, waren in der Spitzengruppe nur Läufer aus Afrika. Die knapp 20 köpfige dunkelhäutige Führungsläufergruppe zog gleich auf und davon. Da konnte kein Europäer, bzw. Deutscher oder gar Einheimischer, mithalten.
Als die Spitzenläufer schon kurz vorm Ziel waren, starteten um 11:00 Uhr das größte Starterfeld. Für den Halbmarathon hatten sich fast 6.000 Teilnehmer/innen angemeldet. In der Ergebnisliste sollten nach dem Lauf genau 5.100 Läufer eingetragen sein.
Dabei waren auch die "Döbel-Brothers" Heinz und Friedhelm, die im letzten Jahr noch den "ganzen" Marathon gelaufen waren. Aber Verletzungen hatten beide kaum trainieren lassen. Deshalb war die halbe Distanz schon ein kleines Wagnis. Auch noch ein anderes Hertha-Mitglied war auf dieser Distanz unterwegs. Björn Zühlke hatte sich aber mit seinem Lieblingsverein "FC St. Pauli" angemeldet. Er schaffte es am Ende nicht, sein Ziel, unter 2 Stunden zu laufen. Er verpasste es um knapp 9 Minuten.
Beim Halbmarathon ging vorn die Post ab. Hier waren die Einheimischen Spitzenläufer ganz vorn dabei. Bekannte "Größen" vom TSV Kirchdorf, dem Laufverein Nr. 1 in der Region Hannover, stellte am Ende der 21,1 km auch die schnellsten Läufer. Dirk Schwarzbach kam nach 1:10:23 Std. 13 Sekunden vor seinem Vereinskameraden Thomas Bartholome ins Ziel. Auch Christof Jankowski (96) und Marc Andre Hages (TSV Bokeloh) kamen noch vor dem ersten ausländischen Läufer (aus der polnischen Partnerstadt Poznan) ins Ziel.
Der schnellste Läufer aus dem Altkreis Burgdorf war "erwartungsgemäss" der Neu-TSV-Burgdorf-Läufer" Kai Bielmann. Er hatte am Tag zuvor noch von der Marathon-Distanz auf den "Halben" umgemeldet. Er kam in 1:20:10 Std. als 21. über die Ziellinie. Das bedeutete den 3. Platz in der AK M 35. Eine hervorragende Platzierung für den Ex-Herthaner. Sein Bruder Tim musste den Lauf leider absagen, da eine Leistenverletzung seine Jahrespläne gefährdet hätte. Und er hat in diesem Jahr noch einiges vor.
Bis die Döbel-Brothers ins Ziel kamen, dauerte es noch eine ganze Weile. Ohne (viel) Training ist nicht mehr drin. Beide starten in diesem Jahr in der gleichen Altersklasse M 55. Friedhelm schaffte es gerade so unter der 2-Stunden-Marke zu bleiben. Kurz vor ihm zeigte Mac Lehmann vom Lehrter SV noch einmal kurz seine Hacken. Heinz kam 9 Minuten hinter seinem Bruder ins Ziel. Für beide war es ein Test für die folgenden Triathlons in Hameln und Worms.
Es waren noch einige andere aus dem Altkreis Burgdorf am Start, die aber teilweise nicht unter dem Vereinsnamen in der Ergebnisliste zu finden sind.
Als die 2-Stunden-Laäufer des Halbmarathons im Ziel waren fiel gerade der Startschuss für den 10-km-Lauf. Hier war der nächste Herthaner, Frank Dsiosa, ins Rennen gegangen. Er belegte von 1.612 männlichen Startern den hervorragenden 35. Platz in der Gesamtwertung und den 5. Platz in seiner AK M 40. Mit seiner Zeit von 38:59 Min. war er sehr zufrieden.
Auch bei diesem Lauf waren die Kirchdorfer nicht zu schlagen. Philip Champinon war im Ziel nur eine Sekunde, also ein Spurtfinish, vor seinem Vereinskameraden Florian Reichert.
Bei den Damen war Ulrike Dreißigacker von Hannover 96 nicht zu schlagen (37:31 Min.) und hatte fast 4 Minuten Vorsprung vor der Zweitplatzierten Caathrin Welling von den TriAs Hildesheim. Die Siegerin, die vor kurzem noch den "Fishermas Strongman" am Nürburgring gewann, kam damit in der Gesamtwertung der Männer auf den 21. Platz. Hervorragend, was sie im Moment in Form ist.
Dieser Wettbewerb war der letzte an einem für die Zuschauer (am Muttertag) hervorragendem Wetter. Für manche Läufer war es schon etwas zu warm, aber auch für schnelle Athleten ein wenig windig. Trotzdem hatte Hannover wieder ein paar Pluspunkte bei den Aktiven gewonnen. Denn es gab nur sehr wenig an der gesamten Veranstaltung auszusetzen.
Es muss auch noch einmal dem Veranstalter gedankt werden, dass die Ummeldungen so problemlos gemacht wurden (Namens- und Streckenänderungswünsche). Das erlebt man bei anderen Veranstaltungen nicht oft.
Der Hannover Marathon hat mit seiner Veranstaltungen und den Strecken 10 km, Halbmarathon und Marathon wieder für positive Schlagzeilen gesorgt.
Schon der Kinder- und Familientag am Sonnabend hat auch wieder viele Nachwuchsläufer rund um das Rathaus versammelt.
Hoffentlich wird es im nächsten Jahr ähnlich schön!?


Ergebnisse unter: http://results.mikatiming.de/2011/hannover/

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Jürgen Walter aus Lehrte am 10.05.2011 um 12:01 Uhr  
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