Nach einer umstrittenen Schiedsrichter-Entscheidung diskutiert die Bundesliga nun über die Einführung der Grünen Karte (Foto: piqs.de)
Nach der umstrittenen Gelb-Roten Karte gegen Szabolcs Huszti von Hannover 96 diskutiert die Bundesliga nun über eine Änderung des Regelwerks. Durch die Einführung der Grünen Karte nach dem Vorbild des Hockey-Sports könnten in Zukunft Spieler für zwei Minuten des Feldes verwiesen werden, anstatt einen Platzverweis zu erhalten.
Die Gelb-Rote Karte, die Schiedsrichter Deniz Aytekin Hannover-Profi Szabolcs Huszti nach dessen Oben-ohne-Jubel im Spiel gegen Werder Bremen zeigt, sorgt für reichlich Gesprächsstoff. Die Regelauslegung des Referees war zwar hart, aber korrekt. Trotz allem wäre für solche Fälle etwas mehr des berühmten Fingerspitzengefühls gefragt – oder eine Regeländerung. Viele Bundesligisten, allen voran Hannover 96, diskutieren nun über die Einführung der Grünen Karte, die auch beim Hockey eingesetzt wird. Bekommt ein Spieler diese gezeigt, würde er für zwei Minuten des Feldes verwiesen. Neben den Befürwortern gibt es allerdings auch einige Kritiker der Grünen Karte - selbst in den Reihen von Hannover 96.
Was passiert mit der Gelben Karte? Macht die Einführung der Grünen Karte in der Fußball-Bundesliga wirklich Sinn? Beim Hockey besagt die Regel, dass ein Spieler, der sie gezeigt bekommt, eine Zeitstrafe von zwei Minuten absitzen muss. Pro Mannschaft dürfen nur drei Grüne Karten verteilt werden. Hat der Spieler bereits „Grün“ bekommen oder hat die Mannschaft ihr Kontingent verbraucht, muss der Unparteiische die Gelbe Karte zeigen, die gleichbedeutend mit einer 5-Minuten-Sperre ist. Wird die Gelbe Karte dann in ihrer jetzigen Form abgeschafft? Bayern-Kapitän Philipp Lahm hält eine derartige Regeländerung nicht unbedingt für sinnvoll: Jeder Spieler kenne die Regeln und wisse genau, dass er die Gelbe Karte gezeigt bekommt, wenn er sein Trikot auszieht und am Stadionzaun hinaufklettert.
Eure Meinung? Macht die Einführung der Grünen Karte Sinn?
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