Die Schönheit des Verfalls wurde in 22 Bildern eingefangen

Dr. Carola Schelle-Wolff (l.) von der Stadt Hannover und Fotografin Sita Seebach (r.) luden zu einer Midissage.
Hannover: Südstadt | Mal etwas ganz anderes: Die hannoversche Stadtbibliothek lud am Sonnabend (13. Dezember) zu einer Midissage. Denn seit Ende November hängen in der großen Halle der Bücherei bereits 22 tolle Fotos. Eine Vernissage gab es nicht, dafür wurde jetzt zur Mitte der Ausstellungszeit im Rahmen einer kleinen Feierstunde mit Saft und Selters auf das weitere Gelingen der Bilderschau angestoßen.

Die hannoversche Fotografin Sita Seebach spürt mit ihrer Kamera verlassenen Orten nach und fängt die morbide Schönheit des Verfalls in ihren Bildern ein. „Die Faszination, alte verfallene Gebäude zu entdecken, zu erforschen und in Fotos festzuhalten, hat inzwischen einen Namen“, sagt Sita Seebach. „Urban Exploring“ nennt sich diese Leidenschaft, die mittlerweile eine ganze Reihe von Menschen auf der Welt teilen. Oft wird die Sache ein kleines Abenteuer, weiß die Künstlerin zu berichten, wenn erstmals unbekannte verfallene Ruinen betreten werden. Oft gibt es dort schwierige Lichtverhältnisse. Deshalb entstanden die meisten Aufnahmen mit Hilfe der sogenannten HDR-Technik. Am Computer werden damit unterschiedlich belichtete Aufnahmen zusammengebaut um einen größeren Dynamikumfang zu erreichen.

Die ausgestellten Motive sind alle von Menschen schon seit langem verlassen worden. So trägt die Fotoausstellung dann auch den Titel „Lost Places“. Passend zum Thema wurde ein kleines Baugerüst aufgestellt, an dem einige der Aufnahmen hängen. Das alte Gerüst und die gerahmten Fotografien verlassener und vergessener Räume ergänzen sich und erzählen gemeinsam die Geschichte der Bilder.

Noch bis zum 8. Januar 2015 ist die Ausstellung in der Bibliothek an der Hildesheimer Straße 12 zu sehen. Für Dr. Carola Schelle-Wolff, Fachbereichsleiterin für Kultur bei der Stadt Hannover, ist die Stadtbibliothek der passende Ort für die Bilderschau. Zwar sei die Bibliothek kein „Lost Place“, meinte sie, aber hier schauten sich doch viele Menschen die Fotos an, die sonst nicht in eine Galerie gehen würden.

Wer möchte, kann sich von den Seebachs Bildern das ganze Jahr 2015 begleiten lassen. An der Information ist ein Kalender mit zwölf Aufnahmen aus der Ausstellung zu erwerben.
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Manfred W. aus Nebra (Unstrut) | 13.12.2014 | 20:26  
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