Donnerstagsrunde macht eine Schleife in den roten Faden

ein Wasserschloß

Hannover: Neues Rathaus Hannover | Gleichzeitig mit den warmen Herbstsonnenstrahlen machte sich die Donnerstagsrunde am 13. Oktober auf den Weg nach Hannover.

Das Neue Rathaus war der Treffpunkt an diesem Donnerstag.

Das Gebäude wirkt auf seine Besucher wie ein Rest aus den Zeiten, zu denen Hannover noch Königreich war. Es ist der Stolz aller Hannoveraner.
Im Jahr 1913 wurde das Rathaus, das auf 6026 Buchenspfählen gebaut wurde, im Beisein von Kaiser Wilhelm II. und dem damaligen Stadtdirektor Heinrich Tramm, festlich eingeweiht.

Heute ist es Sitz des Oberbürgermeisters und Tagungsort für politische Gremien.

Natürlich durfte eine kurze „Abweichung vom roten Faden“ nicht fehlen. Diese führte die Donnerstagsrunde hinter das Rathaus an die Maschteiche.

Gleich darauf taucht das Haus der Städtischen Bauverwaltung mit dem imposanten Wappenportal auf.
Dieses Portal war früher das Tor des Maultierstalles am Königsworther Platz. Die Kaserne, die dort stand, beherbergte im Jahre 1770 das Regiment Garde du Corps und ab 1867 die Königsulanen. Sie wurde im Krieg zerstört und nur das Tor blieb stehen.

In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich das Kestner-Museum.
Es ist nach August Kestner benannt. Er lebte von 1777 – 1853 und war als hannoverscher Gesandter in Rom und brachte von dort Kunstgegenstände wie ägyptische und griechisch-römische Kleinkunst mit.

Auf der gegenüberliegenden Straßenseite auf dem Friedrichswall steht das Laveshaus.
Dieses ließ sich der Architekt und Stadtplaner Georg Ludwig Friedrich Laves 1822-1824 als eigenes Wohnhaus errichten.

Nach seinen Plänen wurde 1829-1832 das Wangenheimpalais errichtet, das gleich nebenan steht.

Nach dem Überqueren der Karmarschstraße trifft man auf das Leineschloss mit dem Niedersächsischen Landtag. Davor stand bis 1963 die Flußwasserkunst. Sie war reich verziert und überstand zwar den Krieg, nicht aber den Abrißwahn der Stadtplaner.

Beim Weitergehen trifft der Besucher auf die Skulpturen der Göttinger Sieben, einem Bronzedenkmal des italienischen Künstlers Floriano Bodini.
Bei den Göttinger Sieben handelt es sich um Göttinger Professoren, die im Jahr 1837 gegen die Aufhebung der Verfassung im Königreich Hannover protestierten.
Sie wurden dafür entlassen und zum Teil auch des Landes verwiesen.
Es waren:

• Wilhelm Eduard Albrecht, Staatsrechtler
• Friedrich Christoph Dahlmann, Historiker
• Heinrich Ewald, Orientalist
• Jacob Grimm, Germanist
• Wilhelm Grimm, Germanist
• Georg Gottfried Gervinus, Literaturhistoriker
• Wilhelm Eduard Weber, Physiker

Hier endete der Rundgang der Donnerstagsrunde. Es war dämmrig geworden und Alle Beteiligten ließen sich in der Klickmühle die Bratkartoffeln, Currywürste und das eine oder andere Alsterwasser schmecken.

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