Zu Gast bei der Liberalen Jüdischen Gemeinde Hannover

der siebenarmige Leuchter - eines der jüdischen Symbole

Hannover: Fuhsestraße 6 | Eine Besichtigung der Synagoge der liberalen Jüdischen Gemeinde stand am 17. Mai auf dem Programm der interreligiösen Kulturwochen Garbsens.

Um 19 Uhr öffnete die Synagoge in der Fuhsestraße Hannover-Stöcken dazu ihre Türen.
Ingrid Wettberg, die seit 1999 Gemeindevorsitzende ist, erklärte uns viel Wissenswertes aus dem jüdischen Glauben.
Auch Marianna Brik beantwortete geduldig alle unsere Fragen.

Das Gebäude der Synagoge ist die frühere evangelische Gustav-Adolf-Kirche.

Zu der heute jüdischen Gemeinde gehören 700 Mitglieder aus 16 Nationen.
Die liberale Jüdische Gemeinde, die schon lange auf der Suche nach einem würdigen Gebetsraum war, kaufte das Haus und konnte 2009 ihre Synagoge einweihen.
Soviel zur Geschichte.

Der Besuch einer Synagoge zeigt mir als katholische Christin immer wieder, dass wir vieles vom Ursprung unserer Religion behalten haben.
Schon ehe man den Gebetsraum betritt, entdeckt man am Türpfosten eine kleine Holzhülse, die sich Mesusa nennt. Sie enthält auf Pergament gedruckt das Jüdische Gebet „ Schma’Jisrael“.
In den Wohnungen der Juden ist sie an jeder Tür befestigt. Sie wird mit der Hand berührt die dann zum Mund geführt wird. Dieses Ritual erinnert an Weihwasserbecken, die in katholischen Kirchen und früher auch in Wohnungen zu finden sind.
In der Mitte der Synagoge steht ein altarähnlicher Tisch.
Hier wird am Shabbat aus der Thora gelesen.
Die Thorarolle, eine handschriftliche Überlieferung des Alten Testamentes auf Pergament, ist das große Heiligtum der Juden.
Die Rollen werden in einem Schrein aufgehoben, vor dem das ewige Licht brennt.
Auch das finde ich in der katholischen Kirche in ähnlicher Weise wieder.
Dort wird im Tabernakel das Allerheiligste (der Leib Christi) aufbewahrt und auch hier brennt das ewige Licht.
Wer die Thorarolle benutzt, muss dazu einen Gebetsschal umlegen. In unserer Kirche gibt es eine Stola, die ähnlich aussieht.

Ein spannender Abend durch Erläuterungen von Frau Ingrid Wettberg führte alle Interessierten in die jüdischen Rituale und Feste ein. Das Interesse war groß und auf die Einladung, einmal an einem Shabbat-Gottesdienst teilzunehmen, wird der eine oder andere sicher gern zurückkommen.

Am Ende gab es noch ein Konzert mit jüdischer Musik, die mir immer mitten ins Herz geht.

Bei israelischem Essen und diversen Getränken bot sich zum Ausklang des Abends die Gelegenheit zu interessanten Gesprächen.

Erschreckend ist die Tatsache, dass es hohe Sicherheitsauflagen für Synagogen gibt. Eine Alarmanlage am Eingang des Gotteshauses macht deutlich, wie weit die Menschheit noch von Menschlichkeit entfernt ist……

Wieder einmal ist es im Rahmen der interreligiösen Kulturwochen zu einer wertvollen Begegnung verschiedener und doch so verwandter Religionen gekommen.

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19 Kommentare zum Beitrag
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Ralf Schünemann aus Burgdorf am 18.05.2011 um 05:49 Uhr  
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Detlev Müller aus Burgdorf am 18.05.2011 um 12:35 Uhr  
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Gabriele Friedrich-Senger aus Langenhagen am 18.05.2011 um 17:32 Uhr  
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Natalie Parello aus Sarstedt am 19.05.2011 um 01:54 Uhr  
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Bettina Plötner-Walter aus Eckartsberga am 19.05.2011 um 20:50 Uhr  
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Markus Christian Maiwald aus Meitingen am 20.05.2011 um 11:32 Uhr  
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Edgard Fuß aus Peine am 25.05.2011 um 23:13 Uhr  
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Elisabeth Patzal aus Garbsen am 25.05.2011 um 23:24 Uhr  
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Natalie Parello aus Sarstedt am 26.05.2011 um 01:35 Uhr  
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Natalie Parello aus Sarstedt am 26.05.2011 um 01:35 Uhr  
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Edgard Fuß aus Peine am 26.05.2011 um 12:15 Uhr  
21.288
Elisabeth Patzal aus Garbsen am 27.05.2011 um 19:31 Uhr  
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Edgard Fuß aus Peine am 30.05.2011 um 23:01 Uhr  
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Markus Christian Maiwald aus Meitingen am 02.06.2011 um 13:35 Uhr  
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Edgard Fuß aus Peine am 02.06.2011 um 21:31 Uhr  
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Natalie Parello aus Sarstedt am 02.06.2011 um 23:42 Uhr  
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Edgard Fuß aus Peine am 03.06.2011 um 00:18 Uhr  
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Markus Christian Maiwald aus Meitingen am 03.06.2011 um 10:08 Uhr  
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Natalie Parello aus Sarstedt am 04.06.2011 um 01:10 Uhr  
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