Bothfeld verändert sich (6): Bothfelder Unternehmer rettet ein altes Haus vor dem Verfall

Westseite, "Bösch-Haus", 2005.
Hannover: Stadali | Der Gas- und Wasserinstallateurmeister Dirk Stadali, Heizungs- und Sanitärinstallation, Schmiedeberg 3, lässt die Westseite des denkmalgeschützten Hauses Im Heidkampe 67, Westseite, ehemals Schmiedeberg 2, sanieren. Hausschwamm macht es erforderlich.

Johann Heinrich Bösch erwarb in den frühen 1830er-Jahren ein Stück Land in Bothfeld. 1834 erhielt er die Genehmigung des Gemeinderats, auf der Anbauerstelle Bothfeld Nr. 55 ein Haus zu errichten. Diese Genehmigung wurde erst nach längerem Zögern erteilt, weil die Klein-Buchholzer, die mit den Bothfeldern und den Einwohnern des Weilers Lahe einen gemeinsamen Armenverband bildeten, der Auffassung waren, dass der Schuhmacher Bösch nach seinem Hausbau kein Geld mehr hätte und deshalb der Armenkasse zur Last fallen würde.

Das Haus hatte zunächst eine Lehmausfachung, erst viele Jahre später bekam es die Raseneisensteinausfachung, wie wir sie auf historischen und zeitgenössischen Fotos kennen. Diese Raseneisensteinausfachung wird es nach der Renovierung nicht mehr geben. Zukünftig sollen Strohlehmsteine, verfugt mit Lehmmörtel, vermauert werden. Die tragenden Eichenbalken, gezapft, ohne Metallverbindungen und die Sprossenfenster, nach außen zu öffnen, werden getreu der alten Handwerkskunst wieder eingesetzt. „Lediglich beim Eingangstor (Tür) werde man ein Zugeständnis an „Modernes Wohnen“ machen müssen“, so Dirk Stadali und weiter: “Zwar wird der Tor-Balken wieder originalgetreu eingesetzt, die Torflügelfenster sind jedoch komplett aus Glas“.
Sämtliche Änderungswünsche wurden mit dem Fachbereich „Planen und Stadtentwicklung“ der Landeshauptstadt Hannover abgestimmt. Erst dann wurde eine „Denkmalrechtliche Genehmigung der Landeshauptstadt Hannover“ erteilt. Diese Genehmigung hängte der Bauherr, für alle sichtbar, an einen Eckbalken des Anbaues (auf den Fotos links vom Fachwerkhaus).
Übrigens: In diesem Anbau gab es früher, vor ca. 100 Jahren, eine Kolonialwarenhandlung mit Schuhmacher-Werkstatt (Bösch), danach, nach dem 2. Weltkrieg, für einige Jahre ein Friseurgeschäft (Rowold). Alt-BothfelderInnen können sich bestimmt noch daran erinnern.

„Glück Auf“ für eine gelungene Sanierung. Danach neue Fotos.
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