Weihnachten vor hundert Jahren- Teil II: Weihnachten aus Künstlersicht

In diesem Teil der Trilogie "Weihnachten vor 100 Jahren" liegt der Fokus auf der "Künstler-Postkarte". Ganz allgemein war die Ansichts-Postkarte zu jener Zeit - neben dem Plakat (Litfaßsäulen gab es in größeren Städten fast an jeder Ecke) und der Zeitung - das Massen-Medium schlechthin und damit ein ein wichtiger Werbeträger. Firmen arbeiteten mit Künstlern zusammen, idealerweise waren es Zeichner und Grafiker, deren einziges Bestreben es war das zu bewerbende Produkt bestmöglichst "an den Mann" oder "an die Frau" zu bringen. Alle großen Firmen im Kaiserreich setzten die Postkarte als Werbemittel ein. Hier werden stellvertretend Werbe-Karten der hannoverschen Keks (damals noch Cakes)-Fabrik Bahlsen gezeigt, die anderen Weihnachtskarten wurden von Verlagen der Ansichtskarten-Industrie in Auftrag gegeben.
Wie schon in Teil I erwähnt, soll auf Bildunterschriften verzichtet werden.
Aber folgende Aufstellung ist vielleicht hilfreich, die gezeigten Bildbelege richtig einordnen zu können.
Bild 1 : Fritz Hildebrandt, malte viele Stillleben im Auftrag des englischen Verlags Tucks and Son, London. Lebensdaten nicht bekannt, vielleicht 1878-1970.
Bild 2-5 : Pauli, eigentlich Pauline Ebner (1873-1949), Kinderbuch-Illustratorin, geboren und gestorben in Wien.
Bild 6-11 : Alfred Mailick (1869-1946), Spezialist für Landschaftsbilder, oft ist dabei seine Frau zu sehen.
Bild 12-15 : Karl Feiertag (1874-1944), wurde in Wien geboren, berühmt sind seine Kinderbildnisse.
Bild 16-17 : Olga Burckhardt (1873-1963), Kinderbuch-Illustratorin, u.a. für die Zeitschrift (Monatshefte) "Deutscher Kinderfreund".
Bild 18 : Paul Hey (1867-1952), deutscher Maler, Grafiker, Zeichner und Illustrator, bekannt sind seine Volkslieder-Postkarten, geboren in München, gestorben in Gauting. Die Weihnachtskarte wurde vom "Verein für das Deutschtum im Ausland e. V." herausgegeben.
Bild 19-21: Werbe-Karten der Firma Bahlsen aus Hannover, Künstler unbekannt, könnte aber ein Maler der "Wiener Werkstätte" sein, mit diesem Künstler-Bund arbeitete Bahlsen oft zusammen.

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Weiterveröffentlichungen:

hallo Sonntag | Erschienen am 19.12.2010
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