Jetzt Vögel füttern! NABU gibt jetzt Tipps zur richtigen Vogelfütterung

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Die Blaumeise, sicherlich ein häufiger Besucher an der Futterstelle (Foto: Uwe Köhler, NABU Langenhagen)
 
Der Gimpel oder Dompfaff lässt sich auch gelegentlich blicken.

Angesichts klirrender Kälte ruft der Naturschutzbund NABU zur Vogelfütterung auf. Den possierlich-kleinen Singvögeln verlangen die tiefen Temperaturen wegen des ungünstigen Verhältnisses von Körpervolumen zur Oberfläche einiges an Energie ab. Den notwendigen „Brennstoff“ suchen die Tiere gerne am Futterhaus. Tipps zur richtigen und hygienischen Fütterung gibt der NABU.

“Wenn eine Meise einen halben Tag ohne Futter ist, stirbt sie schon“, betont Ricky Stankewitz vom NABU Langenhagen. Eine Futterstelle im Garten oder am Fenster könne da helfen. Bei Schnee und Eis kommt man der Vogelwelt so nahe wie sonst zu keiner Zeit des Jahres. Eine tolle Möglichkeit zur Naturbeobachtung, die aber unbedingt richtig betrieben werden muss, soll sie den Vögeln nützen und nicht schaden. Wie wird nun nach Ansicht der Naturschützer „richtig“ gefüttert? „Zunächst sollte man sich ein vernünftiges Futtergerät zulegen oder selber bauen. So genannte Futtersilos sind die beste Lösung. Hier bleibt das Futter trocken und kommt nicht mit dem Vogelkot in Berührung. Sonst erkranken die Vögel an Salmonellen und anderen Infektionen“, warnt der NABU. Die bekannten Futterhäuschen seien deshalb nur dann geeignet, wenn man sich die Mühe macht, alle zwei Tage den Futterplatz gründlich zu säubern. Hierbei sollte auf Chemikalien verzichtet und statt dessen warmes Wasser verwendet werden.

Grundsätzlich empfielt der Naturschützer „keine Massenfutterplätze“ einzurichten. Mehrere kleine Futterplätze sind geeigneter. Als Futter seien die handelsüblichen Körnermischungen gut geeignet, sofern sie keine Ambrosiasamen enthalten, da diese allergieauslösend sein können. „Wer einen „Meisen-Magneten“ am Fenster haben möchte, sollte ungeröstete Erdnüsse füttern“, gibt Stankewitz einen Tipp. Aber auch aufgespießte Äpfel, Haferflocken und Weizenkleie seien besonders für die Weichfutterfresser wie Amsel, Zaunkönig und Rotkehlchen geeignet.

Winterfütterung sollte jedoch vor allem als Ergänzung zu einer möglichst naturnahen Gestaltung des eigenen Umfelds – sprich: des Gartens oder Kleingartens – gesehen werden. Denn bei entsprechender Anlage und Pflege „ist der Garten eine große Futterquelle“, erläutert Stankewitz. Ein einfaches, einleuchtendes Beispiel sind etwa die Halme von Stauden und Gräsern, die im Herbst und Winter ein bizarres Bild bieten, wenn sie abgestorben sind: Viele von ihnen sind markhaltig oder hohl, und in ihnen überwintern verschiedene Entwicklungsstadien von Insekten. Diese Tiere können von Singvögeln leicht aufgespürt werden. „Eine echte Eiweißbombe für eine Blaumeise, wenn sie eine solche Made findet“, schmunzelt Stankewitz. Daher sollten solche Halme möglichst im Winter stehen bleiben und erst im Frühjahr abgeschnitten werden, um dann neuen Austrieben Platz zu machen. Auch in den Ritzen von Trockenmauern, die leicht aus Ziegelsteinen aufzuschichten sind, und natürlich in Reisighaufen, die auch als Igelunterschlupf in keinem Garten fehlen sollten, lässt sich für die Vögel ein reiches Nahrungsangebot finden.

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Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.Nordhannoversche Zeitung | Erschienen am 09.01.2010
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen am 07.01.2010 um 20:56 Uhr  
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Wolfgang Heuser aus Gladenbach am 08.01.2010 um 08:39 Uhr  
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Christian Strube aus Garbsen am 11.01.2010 um 20:42 Uhr  
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Wolfgang Heuser aus Gladenbach am 19.01.2010 um 22:57 Uhr  
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Dagmar Strube aus Garbsen am 03.02.2010 um 12:16 Uhr  
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