Ist Weihnachten den ganzen Stress eigentlich wert?
Derzeit jemanden anzurufen, ist meist kein Vergnügen. Viele sind gestresst: Der ganze Besuch, der sich zu Weihnachten angesagt hat. Noch nicht alle Geschenke zusammen, noch nicht mal für jeden eine Idee. Überfüllte Geschäfte. Und dann, so klagte einer, der Ausblick auf die Feiertage: Heiligabend zu Hause, am ersten Feiertag bei den Eltern an der Küste, dann schnell wieder zurück zum Besuch bei den Schwiegereltern im Ruhrgebiet. Und hoffentlich mögen alle ihre Geschenke. Entspannung sieht anders aus.
Im Bekanntenkreis haben wir kontrovers darüber diskutiert, jetzt würde mich Eure Meinung interessieren: Ist Weihnachten in der jetzigen Form überhaupt noch ein schönes Fest - oder mehr Stress als Freude? Bleibt in der Adventszeit Muße für Besinnung? Oder sollte man mal darüber nachdenken, ob man Weihnachten nicht anders begehen kann?
Weiterveröffentlichungen:
Bei uns ist es an Weihnachten immer sehr besinnlich.
Sicherlich hat man größeren Stress durch angesagte Besuche o.a.
Aber das gehört einfach dazu. Es kommt immer darauf an was man für eine Einstellung zu dem ganzen Trubel hat.
Und für seine Familie oder Freunde ist man doch auch bereit einiges in Kauf zu nehmen.
Für mich ist das positiver Stress obwohl ich auch oft ziemlich kaputt bin. Aber das ganze Tun und Schaffen kommt doch von Herzen!
Ich mache das gerne!
Ich glaube, früher hat man die Vorweihnachtszeit intensiver wahrgenommen. Allein schon durch die Kinder, die sich an Kerzen, Tannenzweigen und den Kalender erfreuten und mit denen gebastelt wurde - während das heutzutage alles ausserhalb in Schule und Fremdbetreuung stattfindet. Auch von den Erwachsenen sind weniger zuhause, die auf Weihnachten einstimmen könnten, weil alle - gezwungen oder gewollt - doppelverdienen.
Auch die familiären Besuche waren meist einfacher, allein schon, weil man früher noch näher wohnte, wenn nicht sogar im gleichen Ort und durch manchen Besuch auch die horizontale Verwandtschaft eher zusammenfand.
Nicht zuletzt gab es auch weniger Stress, Ängste, etc., während heutzutage jeder Angst um Job, Einkommen, Zukunft, Gesundheit, usw. hat und haben muss. Ausserdem wurde man noch nicht stündlich mit Katastrophen-Hypes von Panikmachern überschüttet - der Weltuntergang wurde nur alle paar Jahre von christlichen Kirchen verkündet und nicht täglich von Ökosekten.
Andreas, irgendwie hast Du recht.
Die Geschichte mit dem Doppelverdienen drückt natürlich auf die Weihnachtlich Stimmung, aber auch bei der Sorte Mensch soll es einige geben, die sich etwas Urlaub aufheben. (Ansonsten ist Doppelverdienen eines meiner Lieblingsthemen).
Bei uns steht eigentlich immer die Familie im Vordergrund. Das in diesem Jahr einige Urlaubspläne haben ist Pech für die Alten.
Das bei uns die Gesundheit die Beweglichkeit einschränkt, ist auch Pech für die Alten.
Das wir unbedingt noch einen neuen Fußboden in den Flur legen lassen,
ist auch Pech, zumindest für einen Alten.
Ich bin aber sicher: ich komme zu meinem Braunkohl in gewohnter Weise, werde sicher auch genug BIer für mich haben und große Geschenke für uns sind nicht mehr wichtig.
Du siehst, Stress ist Vermeidbar, wenn die Einstellung stimmt.
Wie ich an einen Weihnachtsbaum in diesem Jahr komme, weiß ich noch nicht. In den letzten Jahren war es immer gemütlich. Zwischen suchen und Sägen einen Glühwein und dann wieder suchen (mit Familie natürlich).
Allen ein stressfreies Fest. Man kann alles in den Griff bekommen.
Gruß vom Kurt.
Jetzt könnte ich ja einfach Karl Valentin zitieren: "Früher war alles besser, selbst die Zukunft."
Aber im Ernst: Die Weihnachtszeit war für mich als Kind immer eine besondere Zeit. Zum 1. Adventssonntag wurde die Wohnung weihachtlich dekoriert, jeden Sonntag eine Kerze mehr am Adventskranz angezündet, Plätzchen backen undsoweiter. Ich habe mich immer tierisch auf Weihnachten gefreut, nicht nur wegen der Geschenke.
Heute ist die Adventszeit für mich eine Zeit wie jede andere geworden. Alleine dadurch, dass man immer früher und mittlerweile schon Anfang September (!!!) Weihnachtsmänner, Lebkuchen, etc. in den Supermarktregalen sieht, ist doch das Besondere verloren gegangen.
Zumindest meine Kinder erinnern mich durch das Üben der Weihnachtslieder und durch ihre Gesichter, wenn sie morgens den Adventskalender öffen noch daran, dass bald Weihnachten ist.
Mittlerweile ist es eher so, das man nur noch darauf bedacht ist, es allen anderen recht zu machen. Eine richtig besinnliche Zeit ist es leider nicht mehr.
Aber die Weihnachtsfeiertage zusammen mit der Familie, Eltern, Schwiegereltern und Geschwistern zu verbringen, möchte ich auf keinen Fall missen. Die freudestrahlenden Gesichter der Kinder am Heiligen Abend bzw. am Weihnachtstag erschädigen immer für die stressige Adventszeit. Das Zusammenhalten in der Familie, die gemeinsame Zeit, aber auch die festlichen Gottesdienste an allen drei Tagen lassen einen zumindest für kurze Zeit die Alltagssorgen vergessen.
Natürlich hat Kurt recht, wenn er sagt: "Du siehst, Stress ist Vermeidbar, wenn die Einstellung stimmt." Leider kann ich aber trotz positiver Einstellung den Stress allein jobbedingt schon nicht vermeiden.
Ich wünsche allen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und hoffe, dass ihr alle wenig Stress und viel Freude habt und dass alle eure Wünsche für die kommenden Jahre in Erfüllung gehen.
Liebe Grüße aus der Wedemark,
Dirk
Ob in den Nachrichten, dem Bekanntenkreis oder im großen Familienclan, Gedanken an Zwietracht, Neid, gar Hass lassen mir derzeit wenig Spielraum um an Weihnachten zu denken.
In meiner kleinen Familie, ja wir freuen uns auf Weihnachten.
Mein Sohn, der ein ausgesprochener Weihnachtsmuffel ist, wird dennoch dank Web-Camera/Internet bei der Bescherung immerhin aus Australien dabei sein.
Wenn mir die Kraft gegeben ist, werden wir um 23Uhr in die Kirche gehen.
Am liebsten wäre uns der Feldgottesdienst aber mit dem "Rolli" ist das so eine Sache.
Ich wünsche allen eine frohes und besinnliches Weihnachtfest!
Wulf, Dir viel Power. (Power extra groß geschrieben und ich glaube, dass wir noch lange von einander lesen. Schöne Festtage, einen guten Rutsch und immer eine spitze Feder.
Gruß von mir.
Bei mir zu Hause läuft es in der Vorweihnachtszeit ziemlich ruhig ab. Wir beide sind allein im Hause, die Kinder und Enkelkinder sind im nahen Umfeld zu Hause. Große Geschenke werden eh nicht mehr gekauft. Die Enkelkinder nehmen lieber etwas Bares in die Hand, wobei Opa und Oma je nicht mehr das Richtige kaufen würden.
Dieser vorweihnachtliche Kaufrausch ist bei uns schon viele Jahre abgeschafft. Wir kaufen uns die benötigten Dinge dann, wenn wir sie brauchen und gerade Lust darauf haben. Einen Weihnachtsbaum für so eben mal 40 Euro, für gut eine Woche in die Wohnung stellen, dass machen wir schon lange nicht mehr. Ein schönes weihnachtliches Gesteck steht bei uns in der Adventszeit auf dem Tisch, das reicht. Am Heiligabend fahren wir jedes Enkelkind an, bringen die Geschenke, quatschen ein wenig und freuen uns mit der Familie.
Ein Weihnachtsessen wird reihum von allen mal ausgerichtet, wobei es auch hier nicht immer eine fette Gans sein muss.
LG: Helmut
Die Entscheidung zum Verbringen mit der Zeit ist jedem selbst überlassen...
Wer sich Stress machen will, macht es halt - warum auch immer.
Geschenke finde ich total überflüssig; Aufmerksamkeit und viel Zeit miteinander zu haben, ist gemessen an der Zeit, die uns auf Erden bleibt, so wahnsinnig kostbar!!!
Wer sich besinnlich einstimmen will, könnte mit meinem Beitrag einen Anfang ausprobieren:
http://www.myheimat.de/hannover-mitte/gedanken/bes...
Ich wünsche allen an dieser Stelle schon mal schöne Weihnachtsfeiertage!
Also "Weihnachtsfeiern" kann man ja meiden, wenn sie stressen (manche können aber nicht genug davon bekommen ;))
Materielle Geschenke gehören einfach zur Weihnachtstradition. Ich hatte früher auch nie negativen Stress mit der Geschenkkauferei, selbst wenn ich am 24. noch vormittags dafür in die City gurken musste.
Ich glaub heutzutage nervt viele eher das "Aufrüsten" bei der Schenkerei und dass man nicht mehr DAS passende Geschenk für X sucht, welches X(!) umhaut, sondern eins für X, welches auch alle anderen beeindruckt.
Am schlimmsten finde ich aber die Geldschenkerei. Das hat was von Ablasshandel und ist irgendwie kalt (obwohl die sachlichen Gründe oft nachvollziehbar sind)...
Wie Kurt schreibt, lässt sich stress vermeiden und
ich gebe auch Karsten recht, jedes Alter sieht sein/ihr
Weihnachten.
In vergangenen Jahren im Krankenhaus war der Dezember
immer ein gesunder Stress, Heilig Abend und Sylvester besuchte ich
die Nachtschwestern auf allen Stationen.
Weihnachten, besonders den Heiligabend verbringen wir als
Familie immer im Elternhaus sowie den 1. Feiertag. Selbst als
die eigene Familie gegründet wurde, trafen wir uns immer ALLE
bei meinen Eltern. Ich möchte das nicht missen ---
Jede/r entscheidet doch selbst, wie er zwischen nötigen und "gemussten" Veranstaltungen, Treffen seine Advents- und Weihnachtszeit gestaltet. Manchmal ist es auch das Wollen, von getretenen Pfaden abzubiegen und neue Wege zu gehen. Dazu gehört vielleicht nur Mut! Und machmal ergibt sich unvorhergesehen einfach die Chance einer Auszeit - dann muss man sie nur einfach ergreifen! So erging es mir, als ich auf dem lauten Weihnachtsmarkt plötzlich die Stimmen des harenberger Gesangsvereines hörte und um mich herum alles Laute vergessen war. Es können also auch kleine Momente sein.
Ich bin erstaunt, wie leichtfertig man mit dem Begriff "Stress" umgeht. Liest man den Artikel auf Seite 16 der Dezemberausgabe des myheimat-Magazins, so stolpert man gleich fünfmal über dieses Wort. Offensichtlich ist den Schreibern die medizinische Bedeutung von "stress" völlig unklar. Bei etlichen Gesprächen musste ich mir oft Sätze anhören wie: "Ich war gestern den ganzen Tag im Stress".
Fast immer ist damit eigentlich gemeint: "Ich hatte gestern viel zu tun". Wenn jemand den "ganzen Tag" im Stress gewesen wäre, würde er den nächsten Tag sehr wahrscheinlich in einer psychiatrischen Klinik verbringen. Ich empfehle zum Verstehen der Bedeutung des Wortes "stress" das Studium einschlägiger wissenschaftlicher Literatur oder das Anklicken von Internetseiten (z.B. Wikipedia).
Da steht:
"...Stress beim Menschen
Definition: Eine Stressreaktion ist ein subjektiver Zustand, der aus der Befürchtung entsteht, dass eine stark aversive, zeitlich nahe und subjektiv lang andauernde Situation wahrscheinlich nicht vermieden werden kann. Dabei erwartet die Person, dass sie nicht in der Lage ist, die Situation zu beeinflussen oder durch Einsatz von Ressourcen zu bewältigen.
Unter Stress versteht man somit die Beanspruchung (Auswirkung der Belastungen auf den Menschen) durch Belastungen (objektive, von außen her auf den Menschen einwirkende Größen und Faktoren). Diese können z. B. physikalischer Natur sein (Kälte, Hitze, Lärm, starke Sonneneinstrahlung etc.) oder toxische Substanzen (z. B. Rauch stresst den menschlichen Körper). Auch psychische Belastungen sowie bestimmte eigene Einstellungen, Erwartungshaltungen und Befürchtungen können auf emotionaler Ebene Stressoren sein. Stress ist also die Anpassung des Körpers an diese Stressoren, bzw. seine Reaktion auf diese."
---> http://de.wikipedia.org/wiki/Stress
Passt doch gut ;)





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