Hinter der Abdeckung von Schacht III in Empelde ist die Abraumhalde fast schon nicht mehr zu erkennen durch den Bewuchs - und das ist Absicht.
Bild 4 aus Beitrag: Streusalz von der Halde?
Lieber Jürgen, ich habe früher selbst Führungen auf die Halde erst mitgemacht und dann durchgeführt.
Vielleicht noch ein zusätzlicher kritischer Aspekt: Der Regen würde die Halde nach Schätzungen in vielleicht 500 Jahren weg gewaschen haben; mit der Ummantelung (die weitergeht), wird die Lebensdauer auf 5000 Jahre geschätzt.
Damit ist aber klar, dass man des Salzabtrag nicht wirklich verhindern kann, daher war nach strengem EU-Recht eigentlich das Ende der Bewirtschaftung gekommen, denn die Halde hätte komplett mit Lehm oder Ton abgedichtet werden müssen. Jetzt ist sie Teil der Gartenregion und kann weiter begrünt werden. Wer noch nie oben war, wird sich wundern über die tolle Anlage: ein See, eine Freilichtarena, eine Streuobstwiese, sogar ein Weinberg!
Die Kritik ist noch nicht ganz zu Ende: niemand weiß, was im Innern der Halde geschieht, da ja weiterhin Salz abgetragen wird. Entstehen Hohlräume, die irgendwann einbrechen? Senkt sich die Oberfläche nur langsam? Verfestigt sich das aufgetragene Material mit der Zeit so, dass überhaupt kein Wasser mehr eindringen kann? Ein Experiment, dessen Ausgang nur die Zeit zeigen wird.


Da laufen sogar Rehe drauf rum. Ist auf der Rückseite noch die Bauschutt-Recykling-anlage in Betrieb, die Das wiederverwertbare Matterial zemahlt,
sortiert und als Baumaterial mit Gewinn verkauft ?
Das überschüssige Material, wurde für die am Fuß der Halde bis zu 36. Meter
mächtige Aufschüttung verwendet. Wie man hier sieht ist so etwas für kleinere , sowie flachere Halden eine brauchbare Lösung. Den Aufschüttungen wurden Proben entnommen und eine Lagerungskartei angelegt , um bei Misbrauch, auch später noch Ort und Verursacher feststellen zu können. Durch die Begrünung verdunstet auch ein Großteil des Regens über die Pflanzen, so daß nur noch wenig Salzlauge ausgewaschen wird.