Nikolausausflug der anderen Art

Hannover: Gedenkstätte Ahlem | Der Verein "Letter-fit: Miteinander-Füreinander" e.V. besuchte an Nikolaus die Gedenkstätte Ahlem im Rahmen einer 2-stündigen Führung und erfuhr viel Interessantes. Eigentlich hätte man noch viel mehr Zeit benötigt, um sich in die Dokumente zu vertiefen.

Die Israelische Gartenbauschule Ahlem wurde im Jahr 1893 gegründet zur praktischen Berufsausbildung. Angegliedert war eine Volksschule. Ab 1933 galt sie als Zufluchtstätte für Juden. 1941 die Schule Sammelplatz für Deportationen 1942 wurde die Schule geschlossen. 1943 zog die Gestapozentrale hierher, später wurde ein Gefängnis eingerichtet. 1945 fanden etliche Hinrichtungen hier statt.
Nach der Befreiiung bauten Überlebende zunächst ein en landwirtschaftlichen Kibbuz hier auf, bis das Gelände schließlich an die Landwirtschaftskammer verkauft wurde.

Anschließend kehrte der Verein im Cafe Jerusalem in der ehemaligen Mädchenschule ein und genoß in gemütlicher Athmosphäre köstliche Kuchen. Auch dort nahmen die Besucher interessiert die Führung durch das Gebäude und die Geschichte des Hauses auf.

Das Mädchenhaus wurde 1902 als Hauswirtschaftsschule und Internat für jüdische Mädchen gegründet, war im 1. Weltkrieg Reservelazarett. 1921 wurde aus dem Mädchenhaus ein Knabenhaus bevor es 1936 wieder zum Mädchenhaus wurde. 1939 mußte das Gebäude geräumt werden und wurde von der Stadt Hannover genutzt.
Nach dem Krieg verschiedene Nutzungen, ab 1999 Leerstand und Verfall. 2003 erwarb das "Neue Land e.V. Christliche Drogenarbeit" das Haus und sanierte es schrittchenweise (70 % sind fertig und in Nutzung). Es ist dem Verein hoch anzurechnen, das Gebäude gerettet zu haben bzw. zu retten.
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