Legal Highs – wirklich so legal wie gedacht?

Kräutermischungen
  Immer wieder findet man im Internet sogenannte Legal Highs, die etwa als

- „Kräutermischung“
- „Badesalz“
- „Reiniger“ oder
- „Raumlufterfrischer“


angeboten werden. Sinn hinter diesen Produkten ist es, einen Rauschzustand zu erreichen. Immer häufiger greifen einstige Konsumenten von echtem Cannabis auf solche legalen Drogen zurück, um nicht am Ende doch noch mit dem Gesetz in Konflikt zu kommen. Dabei ist die tatsächliche Wirkung solcher Produkte bislang noch nicht ausreichend erforscht worden. Wie anhand einiger Laboruntersuchungen inzwischen gezeigt haben, ist die synthetische Zusammensetzung der Legal Highs zumindest für den Konsumenten beinahe gar nicht einzuschätzen.

Denn häufig ist es so, dass die Hersteller solcher Designerdrogen ihre Rezepturen anhand von Berichten und chemischen Angaben in Forschungsmagazinen und diverser anderer Literatur zusammensuchen. Allerdings ist es doch leider so, dass der Konsument selbst sich niemals sicher sein kann, dass es sich bei dem bestellten Produkt auch tatsächlich um die gleichen Inhaltsstoffe handelt, wie beim letzten Mal. Auch die Wirkung kann mitunter von Bestellung zu Bestellung unterschiedlich ausfallen. Zurzeit gibt es rund 200 verschiedene Substanzen auf dem Markt und stetig kommen neue Produkte hinzu. Dies macht es Konsumenten schließlich auch nicht unbedingt einfacher.

Sowohl Hersteller und Händler als auch Konsumenten möchten durch die synthetisch hergestellten Substanzen in den Legal Highs erreichen, weder durch den Handel, noch durch den Besitz oder auch den Konsum dieser Substanzen eine strafbare Handlung durch einen Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz zu begehen. Denn lediglich solche Substanzen und Rauschmittel, welche auch im Betäubungsmittelgesetz als verboten gekennzeichnet sind, sind strafbar.

Betäubungsmittelgesetz & Legal Highs


Sobald nun also das Betäubungsmittelgesetz auf ein bestimmtes Produkt angepasst wird, wird lediglich das betreffende Produkt vom Markt genommen, die Rezeptur entsprechend abgeändert und anschließend wieder auf den Markt gebracht. Den Strafverfolgungsbehörden werden dadurch viele Steine in den Weg gelegt, denn jedes neue Produkt muss zunächst einer chemischen Untersuchung unterzogen werden. Häufig werden regelmäßig neue Legal Highs in die Toxikologischen Labore bestellt und auf ihre Bestandteile hin untersucht und beinahe jedes Mal werden in einigen Proben neue gefährliche Substanzen nachgewiesen. Häufig werden diese Substanzen durch eine minimale molekulare Veränderung chemisch modifiziert. Zwar handelt es sich grundlegend noch um die gleiche Substanz, doch reicht diese minimale Veränderung durchaus bereits aus, damit diese nicht mehr gegen das Betäubungsmittelgesetz verstößt.

Im Jahr 2008 kam beispielsweise die Kräutermischung „Spice“ auf den Markt“. Wie in einem toxikologischen Labor nachgewiesen werden konnte, hatte diese Substanz eine pharmakologische Wirkung. Auch die mittlerweile zig-fach erhältlichen Legal Highs haben eine solche Wirkung. Allerdings ist es nun so, dass diese Substanzen somit nicht unter das Betäubungsmittelgesetz fallen, sondern unter das Arzneimittelgesetz.

Da Arzneimittel jedoch nicht verboten sind, können die Substanzen entsprechend legal hergestellt, vertrieben und auch konsumiert werden. Die Behörden haben dadurch aber durchaus ebenfalls ein Ass im Ärmel. Denn so ist es ihnen möglich, zumindest den Vertrieb dieser Substanzen zu prüfen, ob dieser auch nach dem Arzneimittelgesetz erfolgt. Sollte dies nicht befolgt werden, können derartige Vergehen entsprechend geahndet werden. Allerdings ist dies auch den Händlern nicht unbekannt, weshalb viele ihren Sitz nicht mehr in Deutschland haben, sondern im Ausland, wie etwa

- Niederlande
- Tschechien oder
- Spanien.

Änderungen an Legal Highs erhöhen das Risiko


Wie bereits erwähnt, werden viele Substanzen der Legal Highs immer wieder chemisch verändert und durch molekulare Experimente modifiziert. Dadurch steigen aber immer wieder auch das Risiko und die Gefahr für den Konsumenten. Denn in der Regel werden diese chemisch veränderten Produkte unter dem gleichen Namen wieder weiterverkauft, wie zuvor. Dadurch können Wirkung und auch Nebenwirkungen von einer zur nächsten Bestellung durchaus erheblich variieren.

Bei synthetisch hergestellten Cannabinoiden ist eines der häufigsten gesundheitlichen Probleme eine Überdosierung, die allerdings in vielen Fälle nicht absichtlich herbeigeführt wurde. Schuld daran ist die chemische Veränderung. Vermeintlich erfahrene Konsumenten, die ein bestimmtes Produkt bereits lange Zeit kennen, ist das Produkt deshalb sehr schwer einzuschätzen.

Der richtige Umgang mit Legal Highs


Legal Highs sind über das Internet besonders leicht erhältlich, weiterführende Informationen auf www.legale-mischung.com. Ein Mausklick reicht bereits aus, schon ist die Lieferung nach Hause unterwegs. Damit der Weg nicht in die Intensivstation oder auf den Friedhof führt, sollte man sich stets darüber bewusst sein, was man da eigentlich tut. Denn auch wenn eine Droge legal ist, handelt es sich doch um eine Droge. Deshalb sollten Personen, die bereits an selbst leichteste Krankheiten leiden, von einem Konsum von Legal Highs absehen. Außerdem sollte man es nicht übertreiben und etwa täglich oder wöchentlich Legal Highs konsumieren.

Ein Konsum alle paar Wochen sollte im Idealfall nicht überstiegen werden, da die darin befindlichen Substanzen sich durchaus auf unsere Gesundheit auswirken können. Je häufiger der Konsum, desto größer das Risiko einer gesundheitlichen Beeinträchtigung. Auch die Nebenwirkungen sollten niemals unterschätzt werden. Daher sollte während des Konsums einer legalen Droge stets jemand anwesend sein der im Notfall reagieren und einen Notarzt verständigen kann.

Wer zum ersten Mal Kräutermischungen, Poppers, Badesalze oder andere Substanzen zu sich nehmen möchte, der sollte in jedem Fall mit einer sehr geringen Dosierung beginnen. Denn niemand kann im Vorfeld die Intensität der Wirkung einschätzen. Deshalb lieber langsam herantasten und diese verantwortungsbewusst erhöhen, es aber keinesfalls übertreiben und womöglich in einer Überdosierung enden lassen.
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