Friedrich-Ebert-Gymnasium: Im nanoTruck des Bundesforschungsministeriums entwickeln Schülerinnen und Schüler Ideen für Textilien der Zukunft und gehen auf Entdeckungsreise mit dem Elektronenmikroskop

Auf zwei Ebenen präsentiert der nanoTruck die Themenvielfalt nanotechnologischer Forschung und Anwendung. © FLAD & FLAD Communication GmbH
 
Anfassen ausdrücklich erlaubt: Die Ausstellung im nanoTruck zeigt Beispiele aus zahlreichen Anwendungs- und Lebensbereichen. © FLAD & FLAD Communication GmbH
Hamburg: Friedrich-Ebert-Gymnasium |

Hamburg-Heimfeld – Egal ob Elektronik-, Automobil- oder Werkstoffindustrie – Die Nanotechnologie hat heute schon in vielen Anwendungsbereichen Einzug gehalten. Dieses Forschungsfeld verständlich zu erklären und komplexe Zusammenhänge lebendig zu veranschaulichen, das ist das Ziel der Initiative „nanoTruck – Treffpunkt Nanowelten“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Mit ihrem doppelstöckigen Wissenschaftsmobil macht sie am Donnerstag und Freitag, 7. und 8. November, für zwei Tage am Friedrich-Ebert-Gymnasium im Hamburger Stadtteil Heimfeld Halt. Für Schülerinnen und Schüler bieten abwechslungsreiche Workshops die Gelegenheit, sich kreativ mit diesem aktuellen wissenschaftlichen Thema zu befassen. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind am Donnerstagabend anlässlich des 3. Schüler-MINT-Kongresses am FEG zur „Offenen Tür“ im nanoTruck eingeladen.

Bundesweit beschäftigen sich bereits zahlreiche Studiengänge, Unternehmen und Forschungseinrichtungen intensiv mit der Nanotechnologie. Und auch aus unserem Alltag sind viele nanotechnische Entwicklungen kaum mehr wegzudenken. „Es gibt kaum Produkte, die es ohne Nanotechnologie nicht gäbe, aber es gibt auch kaum Produkte, die man mit Nanotechnologie nicht noch verbessern könnte“, verdeutlicht der nanoTruck-Wissenschaftler Niklas Kotman die Anwendungsvielfalt und Bedeutung der modernen Technik.

Was das konkret bedeutet, wird etwa beim Vergleich alter Mobiltelefone mit modernen Smartphones deutlich. Während erstere die Anmutung und das Gewicht eines Backsteins hatten, bieten aktuelle Modelle dank Nanoelektronik ein Vielfaches an Leistung und Funktionsumfang, bei minimalem Gewicht und schmalen Abmessungen. Was aber bedeutet „Nano“ eigentlich genau und wo liegen die größten Chancen der Forschung in Dimensionen, die millionenfach kleiner sind als ein Stecknadelkopf? Wer Antworten auf diese oder ähnliche Fragen sucht, für den lohnt sich ein Besuch im nanoTruck des BMBF.

Nanotechnologie zum Mitmachen: Workshops für Schulklassen

Kreative Köpfe und neugierige Bastler kommen beim Ideenworkshop unter dem Motto „Nano goes textile“ auf ihre Kosten. Denn hier werden sie ihre eigenen Ideen entwickeln und Entwürfe zeichnen, die zeigen sollen, wie Textilien mit Hilfe der Nanotechnologie zukünftig beschaffen sein könnten. Bei der anschließenden Diskussion mit den nanoTruck-Wissenschaftlern dreht sich dann alles um die Frage, wie realistisch die Umsetzung der textilen Produktideen in die Anwendungspraxis tatsächlich ist.

Wortwörtlich Spannung kommt schließlich auf, wenn die Teilnehmer mit einfachen Hilfsmitteln wie Hibiskusblütentee, Bleistiftgraphit und einem mit Nano-Titandioxid beschichteten Glasplättchen voll funktionstüchtige Mini-Farbstoffsolarzellen bauen, sogenannte „Grätzelzellen“. Das Ziel ist es, am Ende des Workshops genügend elektrische Spannung zu erzeugen, um den Soundchip einer Glückwunschkarte zum Klingen zu bringen. Damit zeigen sie, dass sich mithilfe der Nanotechnologie auch ohne komplexe und teure Geräte oder Materialien erstaunliche Effekte erzielen lassen.

Blick in den Nanokosmos

„Was man nicht sehen kann, kann man nur schwer verstehen“ – unter diesem Motto können Schulklassen beim Workshop „Kleinstes ganz groß“ einmal selbst in die Arbeitsweise echter Nano-Forscher hineinschnuppern. Denn mit dem Rasterelektronenmikroskop steht ihnen im nanoTruck ein Instrument zur Verfügung, das es erlaubt, einige wissenschaftliche „Rätsel“ wortwörtlich unter die Lupe zu nehmen. Dazu bringen die Jungforscher ihre eigenen Materialproben mit und untersuchen deren Strukturen mit Hilfe dieses Hightech-Geräts – mit oftmals erstaunlichen Erkenntnissen.

Offene Tür zum Nanokosmos

Neben Schulklassen und Lehrkräften sind am Ebert-Gymnasium auch alle interessierten Bürgerinnen und Bürger eingeladen, sich bei einem Besuch im nanoTruck ein eigenes Bild von der Nanotechnologie zu machen. Niklas Kotman und sein Kollege Alexander Heusel stehen ihren Gästen dabei gerne als Gesprächs- und Diskussionspartner zur Verfügung und beantworten auch individuelle Fragen. Daneben bietet der 3. Schüler-MINT-Kongress am Donnerstag, 7. November, ab 16 Uhr weitere spannende Vorführungen aus dem technisch- naturwissenschaftlichen Unterricht am FEG sowie Fachvorträge zu aktuellen wissenschaftlichen Themen.

Die Türen des nanoTrucks stehen der interessierten Öffentlichkeit am Donnerstag, 7. November, von 16.00 bis 19.00 Uhr offen. Der Eintritt ist frei!
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