Die USA setzen Erdogan das Messer an die Kehle

Während Kanzlerin Angela Merkel mit Recep Tayyip Erdogan liebäugelt, indem sie das Flüchtlingsproblem zu lösen versucht, treiben die USA mit den Türken ihr eigenes Spiel.

Vor kurzem sendete Erdogan Washington eine zornerfüllte Botschaft, in der er die Amerikaner der Zusammenarbeit mit kurdischen Milizen im Syrien-Bürgerkrieg beschuldigt hat. Mit der Unterstützung des PKK Ablegers PYD hätten die USA in der Region ein Blutbad angerichtet, so der türkische Präsident. Erdogan stellte die Frage in aller Schärfe: „Sind Sie auf unserer Seite oder auf der Seite der Terroristen PYD und der PKK?“
Die Antwort der USA war ganz klar. Es wurde ein geheimes Zirkular des türkischen Innenministeriums veröffentlicht, unterzeichnet von Muammer Güler am 13.03.2013. Es folgt aus dem Papier, dass Ankara schon lange Zeit mit den Kämpfern der dschihadistischen Organisation „Al-Nusra-Front“ in Verbindung steht. Wie bekannt ist, ist diese Gruppierung weltweit als terroristisch eingestuft.
Präsident Erdogan zeichnete sich durch Scharfsichtigkeit und Beherrschtheit nie aus. Diesmal aber hat er wohl die Schranken überschritten und dadurch das Gleichgewicht der Interessen gebrochen. Man kann also mit Bestimmtheit sagen, dass die Veröffentlichung des Zirkulars erst der erste Schritt seitens des Weißen Hauses ist.

(Die Übersetzung des Zirkulars kann man hier finden.)
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Wolfgang H. Zerulla aus Burgwedel | 15.02.2016 | 11:46  
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