Paul Wunderlich: Das frühe lithographische Werk

Hamburger Kunsthalle 5. Februar bis 27. Mai 2012.

Zum ersten Mal würdigt ein Hamburger Museum das Werk von Paul Wunderlich (1927-2010) mit einer Einzelausstellung. Wunderlich zählte bis zu seinem Tod im Jahr 2010 zu jenen Künstlern der Stadt, die international ein hohes Ansehen genossen. Noch während seines Studiums an der Landeskunstschule in Hamburg wurde ihm die Leitung der graphischen Werkstatt übertragen, wo er als Drucker für Emil Nolde und Oskar Kokoschka arbeitete und seinen Kommilitonen Horst Janssen in die Kunst der Radierung einführte.
Der Skandal um die Lithographie-Folge „qui s’explique“, die wegen ihrer sexuellen Brisanz von der Hamburger Staatsanwaltschaft 1960 beschlagnahmt wurde, machte ihn schlagartig berühmt und brachte ihm einen festen Platz in der Sammlung des Museum of Modern Art in New York ein.
Auch ist Wunderlich zu Lebzeiten als einziger deutscher Künstler in die Pariser „Académie des Beaux-Arts" aufgenommen worden.
Anlass der Ausstellung in der Hamburger Kunsthalle ist die Schenkung eines großen Bestands an Lithographien Wunderlichs durch den Berliner Kunsthändler Dieter Brusberg. Da sich diese Sammlung auf einen spezifischen Zeitabschnitt, namentlich auf Wunderlichs frühe Lithographien konzentriert, werden Arbeiten aus den Jahren bis 1975 gezeigt. Das ermöglicht einen gezielten Blick auf die Frühphase des Künstlers, auf die Entwicklung seiner unverwechselbaren Handschrift und auf bislang nicht publizierte Lithographien, in denen sich auch Einflüsse anderer Künstler zeigen.
Präsentiert werden rund 80 Lithographien, die motivisch gruppiert sind. Ergänzt werden diese Blätter durch Radierungen und Ölgemälde aus eigenem Bestand sowie aus der Sammlung von Karin Székessy-Wunderlich.
Die Freunde der Kunsthalle ermöglichen das Erscheinen einer Publikation zu der Ausstellung, erhältlich im Museumsshop und unter www.freunde-der-kunsthalle.de.
Die Ausstellung wird, nachdem sie in der Hamburger Kunsthalle präsentiert wurde, im Horst-Janssen-Museum in Oldenburg gezeigt. Kurator: Jonas Beyer

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2 Kommentare zum Beitrag
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Heidi K. aus Schongau am 02.02.2012 um 16:42 Uhr  
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Elke Backert aus Hamburg am 02.02.2012 um 17:59 Uhr  
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