Wertschätzende Kommunikation mit Kindern

Das Leben mit Kindern ist ein anders. Als ich noch keine Kinder hatte, da habe ich mir über zu volle Tassen, klebrige Tischdecken, dreckige Klamotten, verschwunden Mützen & Socken, nicht gemachte Hausaufgaben etc. keine Gedanken gemacht. Seitdem ich Kinder habe, sind das die Fragen die sich durch meinen Alltag ziehen. Ich könnte die Liste - wie du wahrscheinlich auch - endlos fortsetzen. Meistens erhalte ich auf diese Fragen ein Achselzucken oder „keine Ahnung.“ Sehr befriedigend finde ich diese Aussagen nicht.
Im Alltag gibt es die Tage, da kann ich mit diesen Antworten gut umgehen. Und dann gibt es die Tage, an denen will mir das so gar nicht gelingen. Kennst du das auch? Alle Bemühungen ruhig zu bleiben, die Stimme nicht zu erheben, keine merkwürdigen Kompromisse auszusprechen scheitern. Das Kind bockt anschließend oder schreit oder knallt mit der Tür - je nach Alter fällt die Reaktion entsprechend aus. Wir als Eltern spüren eine Wärme in unserem Körper und haben das Gefühl gerade innerlich zu platzen.

Das es sich bei diesen Situationen um keine wertschätzende Kommunikation handelt - darüber sind wir uns einig.

Aber wie kann diese gelingen?

Wir sind uns darüber einig, dass unsere Kommunikation dem Alter unserer Kinder angepasst sein sollte. Du redest mit einem dreijährigen anderes wie mit einem achtjährigen oder gar 14 jährigen. Logisch. Jedoch kann wertschätzende Kommunikation in jedem Alter stattfinden.

1. Passe deine Wortwahl dem Alter deines Kindes an

Sprich mit deinem Kind so, dass es dich versteht. Wie oft höre ich Eltern, die mit ihren Kindern reden, als wären sie kleine Erwachsene.

2. Sieh hinter jeder Tat das zu befriedigende Bedürfnis

Egal wie dein Kind mit dir redet oder was es gerade macht, es erfüllt sich damit ein Bedürfnis. Das beutetet, dass dein Kind nichts tut um dich zu provozieren

3. Erkläre nach einem Streit deine Gedanken

Statt die Türen zu knallen oder dein Kind ins Zimmer zu schicken - erkläre deine Gedanken. Das verstehen die Kinder ab 3/4 Jahren. Wenn du müde von der Arbeit heim kommst und kurz eine Pause brauchst, ist das eine klare Ansage.

4. Unterscheide zwischen Verhalten und Person

Wenn dein(e) Kind(er) gerade Mist verzapft, sei es den Kakao übern den Tisch verteilt oder im Supermarkt bockt, dann unterscheide: Es ist das Verhalten deines Kindes war dich gerade stört, nicht dein Kind als Person. Erkläre deinem Kind, dass dich nur sein Verhalten geärgert hat.


5. Benutze die Ich - Botschaften

Spreche mit deinem Kind in den Ich - Botschaften. Diese drücken ganz klar aus, was du dir in der jeweiligen Situation wünscht und wie es weiter gehen soll.

Das Miteinander darf leicht sein und Kommunikation auch!
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