Umdenken im Denken mit uns Selbst

Gerade eben sitze ich an meinem Küchentisch und habe vor diesen Artikel zu schreiben. So richtig weiß ich eigentlich noch gar nicht worüber. Ich weiß nur, er soll sich mit Kommunikation beschäftigen und meine Leser voran bringen und im Alltag unterstützen.

Während ich nun am Thema bastle, bemerke ich folgendes Gedankenkarussell:

„Jana, streng dich doch jetzt mal an. Das kann doch nicht so schwer sein ein passendes Thema zu finden. Die paar Zeilen wirst du doch wohl in der nächsten Stunden runter geschrieben bekommen. Du wollest doch schreiben, also gib dir ruhig etwas Mühe.“ Kommt ihnen das bekannt vor?

Da haben wir die besten Absichten. Wollen wirklich vorwärts kommen und stellen uns den alltäglichen Aufgaben. Und statt uns dafür zu loben das wir tatkräftig sind und unsere Bestes geben, fangen wir an uns selber fertig zu machen.

Klar, nicht laut und für andere hörbar! Aber ist es deswegen gerechtfertigter?

Wie oft passiert es uns im Alltag das wir uns selber anschnauzen,anraunzen oder runtermachen.

Da wollten wir pünktlich in der Arbeit sein und haben es nicht geschafft, weil eben dieser Stau war. Statt uns darüber zu freuen das wir heile angekommen sind, beschimpfen wir uns - das wir mal wieder zu spät sind.

Statt unser Mittag zu geniessen, machen wir uns das madig, weil wir ungeschickt waren und nun die Tischdecke (oder gar ein Kleidungsstück) beschmutzt haben.

Statt uns dem Sonnenuntergang am Meer hinzugeben, ärgern wir uns über den vergessenen Fotoapparat und geben uns verbal eine Ohrfeige.

Solche Beispiele kann jeder für sich bis in die Unendlichkeit führen.

So wie sie mit sich reden, reden sie auch mit anderen.

Warum ist unserer Kommunikation mit uns so wichtig?

Selbstgespräche laut auf offener Strasse sind nun nicht der Renner und doch reden wir jeden Tag mit uns. Wir sagen uns im Spiegel wie gut oder eben nicht gut wir aussehen. Wir loben uns für die getane Arbeit oder eben nicht. Wir sind stolz auf geschaffte Leistungen oder machen uns diese madig, weil irgendwas nicht hingehauen hat.

Hierbei geht es nicht darum ständig positiv zu sein.

Viel mehr geht es darum zu schauen: Wie rede ich mit mir selber? Bin ich gut zu mir oder eben nicht? Verurteile ich mich oder eben nicht? Wie hoch ist meine Toleranzgrenze zu mir? Wie oft lobe ich mich am Tag und wie oft beschimpfe ich mich? Wie ist mein Umgang mit mir selber?

Es ist ein Kreislauf - ein Teufelskreislauf.

Mache ich mich den ganzen Tag runter, bin ich schlecht drauf und diese Laune muss irgendwann raus aus mir. Dieses „Luft machen“ sieht bei jedem anders aus. Manche sind laut, andere in sich gekehrt und leise. Alle haben eins gemeinsam: Es bekommen die Leute ab, die nun wirklich nichts dafür können. Sie sind dann unser Ventil, unser Prellbock, unser Sandsack an dem wir uns abreagieren.

Im Gegenzug dafür verlangen wir Verständnis und Rücksichtnahme von ihnen. Wofür? Dafür das ich mit mir selber einen schlechten Umgang pflege? Dafür das ich den ganzen Tag auf mich sauer war? Dafür das sie alle meine negativen Gedanken und Gefühle ungebremst abbekommen haben?

Diesem Kreislauf kann jeder aktiv entgegen wirken.

1. Gedanken beobachten
Ungefähr 60.000 Gedanken huschen uns tagtäglich unbewusst durch den Kopf. In Prozent sind diese wie folgt positiv, negativ und unbedeutend:

- 3% positive und hilfreiche Gedanken, die Ihnen selbst und/oder Anderen nutzen
- 25% negative Gedanken,die Ihnen selbst und/oder Anderen schaden
- 72% flüchtige und unbedeutende Gedanken,die nur vergeudete Zeit und Energie
sind,bzw. die uns in unserer Weiterentwicklung blockieren

Ein Zitat aus dem Talmund sagt: Achte auf deine Gedanken, denn sie werden Wörter.

Ein Gedankentagebuch kann helfen Ordnung ins Chaos zu bekommen. Einen ganzen Tag schreiben wir unsere positiven und/oder negativen Gedanken über unsere Person auf. Am Abend nehmen wir uns das Blatt vor und schauen nach, welche Gedanken da so waren.


2. Stop sagen

Rufen sie (in Gedanken) ganz laut STOP zu sich sobald ein negativer Gedanke / eine negative Äußerung über ihre Person in ihrem Kopf ist. Geben sie diesen keinen Raum und keine Möglichkeit sich auszubreiten.

3. Eine positive Sache finden

Sobald das STOP in ihrem Kopf ist denken sie einen positiven Gedanken. In jeder Situation gibt es wenigstens einen positiven Anteil und genau diesen gilt es sichtbar zu machen.

Denken wir einen positiven Gedanken - können wir niemals gleichzeitig einen negativen Gedanken denken.

Ziel des Umdenkens und was hat dass mit Kommunikation zu tun?

Je positiver wir zu uns sind und je liebevoller wir mit uns reden, umso empathischer können wir mit unserem Gegenüber sein.
Führen wir mit uns positive Gespräche, können wir in Gesprächen positiver kommunizieren.
Sind unserer Gedanken positiv wird es unsere Sprache auch sein.
Sind wir aufmerksam zu uns, können wir aufmerksam mit unserem Gegenüber sein.

Es ist wie in diesem Zitat: „So wie es in den Wald hineinruft so schallt es zurück.“
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