Mut zur Kommunikation

Im Urlaub ist es immer ganz einfach:

Einfach die Frau nach dem Weg fragen. Einfach die Kellnerin nach den Gepflogenheiten der Region fragen. Einfach mit fremden Leuten ins Gespräch kommen. Einfach so.

Vielleicht liegt es am Sommer. Am Urlaub. Daran keinen Alltag zu haben. Einfach so leben, hinein in den Tag. Hinein in die Situation. Und das was uns das Leben geboten hat, einfach annehmen und geniessen.

Zurück im Alltag merken wir, dass uns manche dieser Dinge nicht mehr so leicht fallen.
Aber es gibt Menschen und Situationen in meinem (und vielleicht auch in deinem Leben), da brauchen wir Mut.

Mut zur Kommunikation.
Mut zum Nachfragen.
Mut mit jemanden (wieder) in Kontakt zu treten.

Nach langer Zeit wieder ein Lebenszeichen
Da gibt es die Bekannten und ehemaligen Freunde. In einer wichtigen Lebensphase haben wir diese Menschen kennen- und lieben gelernt. Sei es ein Schulkameraden aus früheren Tagen oder der Studienkollege von damals. Sei es ein liebenswerter Arbeitskollege oder die ehemals beste Freundin. Wir haben mit ihnen damals viel Zeit verbracht. Wir haben zusammen gelacht und geweint. Unsere Geheimnisse geteilt und uns unsere Wünsche verraten.

Doch eines Tages begann ein neuer Lebensabschnitt und warum auch immer, unsere Freundschaft hat diesen Umstieg nicht geschafft.
Jahre später siehst du dir (oder ich mir) gemeinsame Bilder an oder du hörst ein Lied - ein ehemals gemeinsames Lieblingslied und denkst: Was ist aus ihr oder ihm geworden? Geht es ihm oder ihr gut? Lebt sie oder er seine Träume? Und warum nochmal haben wir keinen Kontakt mehr?

Sicherlich bedeute Kontakt halten und haben - viel Arbeit. Das vergessen leider viele. Freundschaften wollen gepflegt werden. Das kann in einem vollem Alltag schwierig sein. Aber wo ein Wille, da ein Weg. Wir haben in der heutigen Zeit so viele Kommunikationsmittel zur Auswahl, da dürfte es rein theoretisch nicht schwierig sein einen Weg zu finden.

Was nun tun, wenn das Gefühl da ist, wieder Kontakt haben zu wollen?

Ich sage, den Mut aufbringen und sich melden.
Sei es per Brief, per SMS, per Anruf oder sogar persönlich klingeln. Da wo die Kommunikation einmal verstummt ist, kann sich eine neue Art von Kommunikation entwickeln.

Mache den ersten Schritt und warte nicht auf irgendein Zeichen.

Was, wenn mein Versuch scheitert?

Da wo es nicht gewünscht ist, haben wir es wenigsten versucht. Wir sind unserem Gefühl gefolgt und wollten unser Bedürfnis nach Austausch erfüllen. Auch wenn die gemeinsame Reise dann endgültig beendet ist, wertschätze dich für deinen Mut es versucht zu haben.
Eine Absage tut weh, keine Frage, allerdings sorgt dein Gesprächspartner damit für sich. Er oder sie wird seine Gründe haben, so zu reagieren. Auch wenn du diese Gründe nicht kennst, wertschätze sie. Ihr seit eine Weile getrennte Wege gegangen und es wäre anmaßend zu wissen, wie es dem anderen geht oder das er ein Wiedersehen ebenso wünscht wie du. Das bedeutet, dass du dein Gegenüber dafür weder verurteilst noch verbal angreifst. Du hast entschieden, den Hörer in die Hand zu nehmen, dein Gesprächspartner hat darauf nur reagiert.


Ich will damit sagen, dass ihr immer mit Menschen kommuniziert, die auch ihre Wünsche und Unsicherheiten haben. Wir sitzen sozusagen alle im selben Boot.

Das Miteinander darf leicht sein und Kommunikation auch!
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