Jammerfrei

Ich habe in den letzten drei Wochen an einer online Challenge teilgenommen. Täglich bekamen wir von unserer Trainerin einen Brief zu einem bestimmten Thema plus Tagesaufgabe. Diese galt es umzusetzen.

Ziel dieser Challenge war es sich bewusster mit seinem Tun auseinanderzusetzen.

Einer dieser Aufgabe bestand darin 7- Tage jammerfrei durch den Alltag zu kommen.
Das bedeutete: Jegliche Jammereien werden unterbunden. Sobald auch nur der kleinste Funke von jammern in uns keimte sollten wir die Challenge von vorne beginnen. Am Ende haben wir – wenn alles gut ginge - 7 Tage Jammerfrei geschafft.

Puh, was für eine Aufgabe.

Am Anfang gestaltete sich diese Aufgabe (wie befürchtet) als schwierig. Häufig beobachtete ich mich wie ich zu jammern beginnen wollte.
„Och nö, es regnet ...“
„Mist, keine Butter mehr im Haus.“
„Mein Lieblingsshirt ist in der Wäsche, wie blöd ist das denn.“

Da ich aber diese Aufgabe schaffen wollte, fing ich - wie befohlen - immer wieder von vorne an. Atmete einmal tief durch und lenkte mein Augenmerk auf das Positive.
Auf das was ich hatte und mir gut tut. Auf das Gute was mein Leben bereichert und erleichtert.

Das Gute, dass da ist, ist manchmal so nah das ich es im Trubel übersah. Oder eben so unscheinbar, das ich seine Gegenwart als normal ansah. So normal und selbstverständlich das ich stattdessen das Jammern wählte.

Sei es der Regenschirm der mich trocken durch den Regen kommen ließ.
Sei es der Frischkäse im Kühlschrank oder mein anderes frisch gebügelte T-Shirt im Schrank.

7 – Tage Jammerfrei waren – als ich den Bogen raus hatte, kein Thema mehr.
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