Schwäbisch Hall - eine Reise wert

Freilandmuseum Wackershofen
 

Kulturfahrt des HBV ins Hohenloher Freilandmuseum und nach Schwäbisch Hall


Am Pfingstsamstag fuhr der Historische Bürgerverein Gundelfingen bei schönstem Sommerwetter ins Hohenloher Land. Das erste Ziel war das Freilandmuseum Wackershofen. Das Museum wurde 1983 eröffnet und präsentiert mehr als 60 alte Gebäude aus der Region und Umgebung. Die Geschichte der Landbevölkerung und ihre Lebensweise vom Spätmittelalter bis ins 20. Jahrhundert hinein wurde hier dokumentiert.
Gleich am Eingang wurden die Ausflugsteilnehmer vom "wohlriechenden" Haller Landschwein in einem Offenstall empfangen. Auf den gekennzeichneten Rundwegen, konnte eine Vielzahl von alten Gebäuden und landwirtschaftlichen historische Gerätschaften besichtigt werden. Da die Außentemperaturen über 30 Grad lagen, haben viele Teilnehmer auch zielsicher einen alten Gasthof mit schattigem Biergarten zur Erholung gefunden.
Anschließend, ging es weiter nach Schwäbisch Hall, wo uns eine geschichtsträchtige Stadtführung erwartete. Bekannt ist die Stadt durch den nach ihr benannten Heller, die Salzsieder, sowie die Freilichtspiele auf der großen Treppe vor St. Michael mit dem wunderschönen Marktplatz. Hier vereinen sich Baustile aller Epochen von der romanisch-gotischen Kirche St.Michael bis zum barocken Rathaus .
Die malerische Altstadt, vom Kocher durchflossen, bietet mit der teilweise erhaltenen Stadtmauer, nahezu unverändert mittelalterlichen Gassen, zahlreichen Türmen, überdachten Holzbrücken, einer Vielzahl von Treppen und "Stäffele", die besonders die zweite Gruppe der Stadtführung bei hochsommerlichen Temperaturen "genießen" durfte und unzähligen Fachwerkhäusern ein eindruckvolles Stadtbild. Die Fachwerkhäuser waren in der Vergangenheit öfters für große Stadtteilbrände verantwortlich und mußten in jüngerer Zeit dann aus Brandschutzgründen in besonders gefährdeten Gebieten verputzt werden.
Die schon den Kelten bekannte Salzquelle sprudelt noch immer - unterirdisch auf dem Haalplatz. Der achteckige Haalbrunnen erinnert an die frühere Bedeutung. Beim Kuchen-und Brunnenfest der Salzsieder an Pfingsten, sowie dem Schausieden im Sommer lebt die Tradition der Salzgewinnung wieder auf.
Die Tradition des Festes geht zurück auf das Kuchen- und Brunnenfest der Salzsieder im 14. oder 15. Jahrhundert. Im Jahr 1785 wurde eine Festordnung erlassen, nach der sich noch heute Schützen, Trommler, Pfeifer, Fahnen-, Kannen- und Kuchenträger zur Feier ihrer salzigen Vergangenheit treffen. Besonders beliebt sind Tänze wie der „Trampeleswalzer“, zu denen nach schwäbischer Mundart gesungen wird. Die Aufforderung der Damen zum Tanz lautete damals "komm laß uns tanzen Trampele". Die männlichen Tanzpartner waren unter dem Namen "Doofele" bekannt.
Nach der Stadtführung ging es mit vielen Eindrücken, durstig und erschöpft nach Abtsgmünd-Pommertsweiler in einen Landgasthof, wo sich alle mit guten Speisen stärken und Ihren Durst stillen konnten. Frisch gestärkt ging ein erlebnisreicher Tag zufrieden zu Ende. (jd)
0
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.