Living with the blues: Mick Pini & Band begeistern bei der Sonntagsmatinee im Kulturgewächshaus Birkenried

v.l.n.r. Uwe Jesdinsky, Jörg Schäfer und Mick Pini
 
Ein Blick in den musikalischen Biergarten in Birkenried
Birkenried: Kulturgewächshaus |

Es gibt sie immer wieder, die musikalischen Überraschungen in Birkenried. >

Bei meinem Besuch der Sonntagsmatinee am 24. August im KGH Birkenried war kurzfristig der Engländer Mick Pini anstatt der Formation „Bouzoukis & Gitarren“ auf der Bühne im Biergarten zu erleben. Gitarren hatte er mitgebracht, vier an der Zahl und sie wurden alle in feinster Bluesmanier von ihm im Verlauf des Nachmittag bedient und zelebriert. Gemeinsam mit Uwe Jesdinsky am Bass und Jörg Schäfer an den Drums bot Mick Pini ein wunderbares und sehr abwechslungsreiches Programm mit Bluesklassikern, aber auch Eigenkompositionen. Das Trio war optimal abgemischt und in angenehmer Lautstärke brachte das "Mick Pini Trio" Meldodie, Rhythmus und echten authentischen Sound auf eine nette und unterhaltsame Art und Weise auf die Bühne in Birkenried.

In der deutschen Biografie ….


… auf Mick Pinis homepage (www.mickpini.com) ist zu lesen, dass Mick in den 1960er Jahren als Jugendlicher mit dem Gitarrenspiel begonnen hat. Seither spielte er in Clubs, Pubs, Festivals, Konzert-Hallen – selbst als Straßenmusiker war er unterwegs. Über die Jahre arbeitete er mit vielen verschiedenen Musikern. Doctor Ross, Professor Longhair, Rich Grech, Mojo Buford, Louisiana Red, Dick Heckstall-Smith, Chris Farlowe, , BB King, Luther Allison, Jimmy Carl Black,(Frank Zappa) Roy Estrada (Little Feat) nur um ein paar zu nennen. In Mick`s Stil hört man die ganzen Einflüsse des Blues, die kompromisslose Wahrung seines ehrlichen Glaubens an seine Musik. Diese unverwechselbaren, rauen, offensiven Riffs, erinnern sehr an legendäre Namen, wie Freddie King, Albert Collins oder T-Bone Walker, treffen einen mit einer beeindruckenden Wucht, und im nächsten Moment lässt er die Herzen schmelzen mit einem Ausdruck reinster Schönheit Das sind die Markenzeichen von Mick Pini,– ein wirklicher Bluesmeister Eric Clapton nannte ihn den „legitimen Nachfolger von Peter Green“, Mike Vernon (Produzent) beschrieb ihn folgendermaßen: Es gibt viele gute Gitarristen in der europäischen Bluesszene, aber nur wenige haben das Potential Zeichen zu setzen, Ich bin überzeugt, Mick verfügt über die Energie und Attacke, die Freddie King zu einem ganz großen gemacht haben. Das deutlichste Tribut seines Könnens, ist die Tatsache, daß , wenn er in seiner Heimatstadt spielt, Mick Double ( Eric Claptons Manager) regelmäßig seine Konzerte besucht.

Den „Talking Blues Award“ Gewinner ....


live in Birkenried zu erleben, war ein echter Genuß für die zahlreich erschienenen Besucher, die z.T. von weither angereist waren. Mit „Before you accuse me“ von Bo Diddley eröffnete Mick Pini seine Show und schon nach den ersten satten und dennoch filigranen Klängen des Trios wurde den Zuhörern bewußt, dass sie einen besonderen musikalischen Nachmittag in Birkenried erleben sollten. Ob im Trio oder solo, bei Mick Pini strahlt Sympathie und Können von der Bühne, die ansteckend ist. Er lässt keinen Zweifel aufkommen: er lebt und liebt den Blues und dies merkt auch das stets aufmerksame Publikum. In der Pause konnte man mit Mick plaudern und einige seiner inzwischen insgesamt 22 Alben käuflich erwerben. Die Autoren seiner Songs reichen von Blueslegenden wie Robert Johnson, Willie Dixon, Sonny Terry & Brownie McGhee und Peter Green hin zu Bob Dylan, Ray Charles und Muddy Waters. Mit dem Klassiker „Got my Mojo working“, geschrieben 1956 von Preston Foster und bekannt geworden durch Muddy Waters beendeten Mick Pini, Uwe Jesdinsky und Jörg Schäfer einen wunderschönen Musiknachmittag in Birkenried.

Mein Fazit: einmal mehr hat sich gezeigt, dass die Kleinkunstbühnen oftmals qualitativ bessere und vor allem anspruchsvollere Künstler präsentieren, als dies in Funk und Fernsehen heutzutage der Fall ist. Das Kulturgewächshaus Birkenried ist wirklich eine Oase und trägt dazu bei , das Musiker und Besucher für einige Stunden die Hektik des Alltags ruhen lassen können.

Das nächste lange Musikwochenende ....


in Birkenried steht in Kürze, vom 5. bis 7. September an, dann präsentieren die Country & Western Friends Kötz dort ihr 6. Bluegrass-Festival mit sechs Formationen und Musikern aus den USA, England, der Schweiz und Deutschland. Infos hierzu unter www.cwf-koetz.de oder www.birkenried.de
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