Kelley McRae brilliert und begeistert die Besucher in Birkenried

Matt Castelein und Kelley McRae (Foto: Conrad Rössel)
 
Bea & Zane (Foto: Conrad Rössel)
Birkenried: Kulturgewächshaus | Gleich zwei ähnliche Paare stellten sich am Samstag im ordentlich gefüllten Kulturgewächshaus Birkenried dem Publikum und kamen dabei bestens an. Kelley McRae und ihr Ehemann Matt Castelein waren vor einem Jahr schon als „support act“ zu Amy Gallatin & Stillwaters an gleicher Stelle aufgetreten und hatten einen so guten Eindruck hinterlassen, dass sie jetzt als Hauptattraktion zurückkommen konnten. Für sie stellte das Vorprogramm jetzt eine Neuentdeckung, das in München lebende deutsch/amerikanische Duo „Bea & Zane”, Beate Schellmann und Zane Charron aus Florida. So hat sich auch manch weitere Anreise (Tübingen, Ravensburg, Bayreuth und München) in jedem Fall gelohnt.

Beide Gruppen waren sich recht ähnlich, aber langweilig wurde es nicht, beide zeigten einmal mehr, dass man mit Stimme und Gitarre eine vollwertige Musik machen kann. Bea sang die meisten Lieder, Zane sang nur wenig zur Begleitung, spielte aber eine einfallsreiche und gekonnte Gitarre, zu der Bea einen soliden Rhythmus schlug. So ergänzten sich beide bestens. Sie brachten vorwiegend bekannte Country- und Folk- klassiker, „Long may you run” von Neil Young, „Baby Ride Easy“ von Richard Dobson oder „Friend of the Devil“, welches man von Grateful Dead kennt. Bea & Zane hatten sich richtig in die Herzen der Besucher gesungen und man ließ sie erst nach einer Zugabe von der Bühne.

Auch Kelley sang die Mehrzahl der Lieder, energisch und selbstbewusst, und machte auch die Ansagen. Hier überwogen die eigenen Lieder, und die erzählten vielfach von ihrem Leben in einem kleinen Wohnmobil, mit dem sie kreuz und quer durch die USA fuhren auf der Suche nach Auftrittsmöglichkeiten. Sie haben dabei viel erlebt, meistens Positives (inzwischen sind sie wieder in North Carolina sesshaft geworden). Ab und zu gab es auch ein bekanntes Lied aus dem klassischen Countryrepertoire, „Crazy arms” von Ray Price z.B. Matt konnte sich dagegen mit seiner Gitarre in Szene setzen, er spielte eine Resophonic Guitar mit Metalleinsatz (auch Dobro genannt), allerdings nicht wie üblich mit einem Metallstab quer über die Saiten, sondern mit den Fingern, was einen speziellen Klang erzeugt. Dabei entwickelte er große Virtuosität in seinen Soli und passenden Akzenten und Einwürfen zwischen den Verszeilen - nur im Singen hielt er sich ebenfalls zurück. Soweit waren die Paare sich recht ähnlich, nur zu einem gemeinsamen Auftritt am Schluss, wie es üblich ist, hat es nicht gereicht. Das Publikum jedenfalls bedankte sich mit herzlichem Beifall, die Musiker revanchierten sich mit einigen Zugaben.

Der Abend zeigte einmal mehr, dass es keiner großen Stars bedarf, um die Gäste glücklich zu machen, die nächste Veranstaltung der rührigen Country Friends Kötz steigt am Wochenende 29./30. Mai ein Americana-Weekend im Hotel Zur Post in Leipheim. Am 29. Mai mit alten Freunden, mit Eric Brace & Peter Cooper aus Nashville um 19.30 Uhr plus support act Michael Bohe aus Irland. Am 30. Mai gibt es an gleicher Stelle um 20 Uhr "Songwriters in the Round" mit der Premiere von Harry Marte & Li'l Pit (A/CH) feat. Beth Wimmer (USA).

Bericht mit freundlicher Genehmigung von Eberhard Finke
Fotos mit freundlicher Genehmigung von Conrad Rössel
1
1
1
1
1
1
1
1
Einem Mitglied gefällt das:
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
1 Kommentar
51.299
Werner Szramka aus Lehrte | 08.05.2015 | 14:15  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.