Bluegrass Festival Birkenried 2015: 3 days of sunshine, peace & music

  Birkenried: Kulturgewächshaus |

Das Bluegrass Paradies Birkenried begeisterte Künstler und Besucher



Siebtes Festival der Country & Western Friends Koetz ein voller Erfolg

Diesmal hat alles gestimmt: Das Kulturgewächshaus Birkenried war an zwei Tagen ausverkauft, einige Gäste mussten sogar draußen bleiben, die Sonne strahlte vom Himmel wie sonst nur bei einem USA-Festival in den Südstaaten, das idyllische Gelände mit dem Skulpturenpark und dem Teich schuf eine wunderbare Atmosphäre, der sich niemand, auch nicht die zufälligen Spaziergänger, entziehen konnte und die in Deutschland ihresgleichen suchen muss. Bluegrass ist nicht nur eine Musikrichtung, sondern auch ein Lebens- und Zusammengehörigkeitsgefühl, das bei solchen Gelegenheiten deutlich wird. Sechs aufgebotenen Bands, eine aus den USA und fünf aus Europa, waren gut aufgelegt und zeigten, welch weites Gebiet Bluegrass doch ist.

Gäste aus Tennessee bringen authentische Musik nach Birkenried

Das Programm begann am Freitagabend mit Daniel T. Coates und seiner Band, einem Amerikaner, der vor Jahren nach Deutschland gekommen und hängen geblieben ist; er ist prädestiniert, authentische Bluegrass- und Country Music kompetent zu präsentieren. Zusammen mit Gabor Bardfalvi am Kontrabass, Dietmar Wächtler am Dobro und Norbert Dengler war dann handemade acoustic Bluegrass & Countrysongs zu hören. Das war dieses Mal die einzige deutsche Formation beim Festival. Die nächste kam aus den USA, die Po‘ Ramblin‘ Boys aus Tennessee, stilistisch in der Frühzeit des Bluegrass angesiedelt, lautstark und voller Energie. C.J. Lewandowski erwies sich dabei als prägender Leadsänger und auch das kleine Gastspiel von Sophia Lorentzen (Frau des Bassisten Jasper Lorentzen) kam beim fachkundige Publikum bestens an und man liess beide Bands erst nach mehreren Zugaben und einer gemeinsamen Session nach Mitternacht von der Bühne.

open stage, Bluegrass Cafe und drei tolle Bands


Der Samstag brachte zuerst eine Offene Bühne, die von einigen Nachwuchskünstlern erklommen wurde. Die Formation „Romantic Grass“ mit Heike „Sally“ Groeneveld, Ursula Seebass und Ralf Koeping brachte zarte Bluegrassklänge ins Bluegrass Cafe und John Donarski aus Ulm gefiel mit einigen Countryklassikern. Das offizielle Programm begann um 18 Uhr mit den Country Pickers aus der Schweiz, die ebenfalls die traditionelle Richtung einschlugen und damit gut beim Publikum ankamen. Sie hatten viele weniger bekannte Standards im Programm und auch die Autoharp kam bei zwei Songs zum Einsatz. Ebenfalls aus der Schweiz stammen Mala & Fyrmoon, ein Trio um die Geigerin Cornelia „Mala“ Gassmann, die schon vor einem Jahr kurzfristig eingesprungen war für eine ausgefallene Gruppe und mit ihren beiden Begleitern Stefan Behler und Vincent Zurkinden zum Publikumsliebling avancierte. Deswegen wurde sie jetzt erneut eingeladen und wieder erregte sie große Begeisterung mit einer Musik, die eher als „neuakustisch“ einzuordnen ist. Eine österreichische Traditionsband, eine europäische Legende ist Nugget aus Wien, seit etwa 40 Jahren aktiv, harter Kern ist der Gitarrist und höchst witzige Moderator Helmut Mitteregger und seine Frau Katarina am Bass und mit Gesang, sowie Jarda und Zdenek Jahoda aus Prag an Banjo und Mandoline. Alle Musiker waren voll des Lobes über die die einzigartige „Bluegrass-Bühne“ im Kulturgewächshaus, die gute Organisation, den exzellenten Sound und das sehr aufmerksame Publikum. Und wer nach Mitternacht noch etwas ausgeharrt hatte, erlebt noch eine unvergeßlich Jamjession von Mala & Fyrmoon und Nugget unter dem „Blue Moon of Birkenried“, die bis 2.30 Uhr die verbliebenen Fans entzückte.

Gottesdienst mit Bluegrass-Gospelmusik

Am Sonntagvormittag findet immer ein ökumenischer Wortgottesdienst vor der kleinen Birkenriedkapelle statt, geleitet von Diakon Peter Trapp und musikalisch untermalt von Nugget mit einigen passenden Gospelsongs. Diese Band wechselte dann in den Biergarten zum Frühschoppen und Weißwurstfrühstück, bevor Harry Marte und Lil‘ Pit, ein Trio bestehend aus Gitarrist und Sänger Harry Marte aus Österreich, Claude Meier am Kontrabaß und der Sängerin Beth Wimmer aus den USA, den offiziellen Teil der Veranstaltung mit eigener kraftvoller Singer/Songwriter-Music beschlossen.

Das nächste Abenteuer der Country Friends ist im September eine Gruppenreise in die USA zu diversen Geburtsstätten der Country Music „back to the roots“, und das war den Clubmitgliedern schon immer ein besonderes Anliegen gewesen. (Eberhard Finke und Peter Wroblewski)
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