VfL Handball: Vorschau Seniorinnen + Senioren

Am Sonntag um 17.00 Uhr treten die Günzburger BOL-Spieler beim Landesligaabsteiger Kissinger SC an. Die Paartalstädter befinden sich im Umbruch: Jahrelang spielten sie in der Landesliga, oft klopften sie mit starken ausländischen oder einem der vielen Friedberger Talente ans Tor zur Bayernliga. Letzte Saison folgte dann der jähe Abstieg in die Tiefe des Bezirkes. Etliche Spieler nutzten dies zum Abschied. Plötzlich kämpft der engagierte Traditionsverein gegen den Abstieg aus der höchsten schwäbischen Liga. Der 31:24-Heimsieg am vergangenen Wochenende gegen den TSV Aichach brachte dem aktuell Drittletzten Anschluss an die punktgleichen Augsburger von 1871 und der Niederraunauer Reserve. Das hässliche Abstiegsgespenst spukt aber weiter an der Paar. Das bündelt die Kräfte und auch der Sieg gegen die Aichacher Nachbarn weckt die üblichen Hoffnungen des Außenseiters.

Andi Konopa und seine Mitstreiter wissen, dass der Nichtabstiegskandidat alles geben wird und werden ihren Kontrahenten nicht unterschätzen. Diese Fähigkeit gehört zu den Stärken der Aufstiegswilligen. Drei Handballeinheiten pro Woche, meist zusammen mit der Bundesliga-A-Jugend geben taktische Sicherheit und sind in einer sechsten Liga über dem Durchschnitt. Das zahlt sich über 60 lange Minuten aus. Anschluss an das Leistungsvermögen hat Julian Nief, der Torjäger der Zweiten gefunden. Er steht erstmals in der Anfangsformation im Rückraum. Den Tipp erhielt Cheftrainer Hofmeister aus der eigenen Mannschaft. Das überzeugte den Demokraten.


Damen


Am Samstag müssen Günzburgs Handballdamen zur Spielgemeinschaft HSG Würm-Mitte. Nach der Niederlage gegen die HSG Freising-Neufahrn stehen die Günzburgerinnen stark unter Zugzwang um nicht den Anschluss an den beliebten Relegationsplatz zu verlieren.
Die Weinroten werden in Gräfelfing auf einen stark motivierten Gegner treffen, der am vergangenen Wochenende die Festung „Hölle-Süd“ in Ismaning, gegen die Reserve des Bayernligisten, mit 18:35 eingenommen hatte. Die Würmerinnen stehen auf dem sechsten Tabellenplatz und werden alles versuchen, sich für die deutliche Vorrundenniederlage (36:24) zu revanchieren.

Die Vorbereitung auf das schwere Auswärtsspiel lief dabei nicht optimal. Die VfL-Damen haben immer noch mit krankheitsbedingten Ausfällen und Verletzungen zu kämpfen. Nicht zur Verfügung steht den Günzburgerinnen Verena Oberling und auch der Einsatz von Ardiana Merditaj ist noch ungewiss. Merditaj hat sich vor Wochen eine Fingerverletzung zugezogen, die sich jetzt schwerer herausgestellt hat als anfangs diagnostiziert wurde.
„Adi Merditaj hat noch zuvor einen Termin in der Handchirurgie, da werden wir erst abwarten müssen, was dabei rausgekommen ist“, so Trainer Harald Jekel, der die alleinige Verantwortung am Samstag im Würmtal genießt, denn auch Robert Mayer wird den Weinroten fehlen. Da auch die A Jugendlichen ein Spiel in Pullach austragen, bedeutet es aufgrund der momentanen Situation, noch mehr zu improvisieren als es in der Vergangenheit schon der Fall war.
Trainer Harald Jekel steht eine schwierige Aufgabe bevor: „ Das Spiel am Samstag wird ganz schwer für uns alle. Der Kader ist groß genug um gegen die HSG bestehen zu können und es ist auch eine große Chance für alle Spielerinnen Verantwortung zu übernehmen. Dafür müssen aber alle Spielerinnen an ihre Grenzen gehen und sich nicht zu Leichtsinnsfehlern verleiteten lassen wie im letzten Spiel.“
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