VfL Handball: Vorschau Seniorinnen + Senioren

Zum zweiten Landkreisderby begrüßt der VfL Günzburg zur Handball-Prime-Time am Samstag um 19.30 Uhr die Landesligareserve des TSV Hohen- und Niederraunau. Zwischen den Handballverrückten aus dem kleinen stolzen Dorf und denen aus der großen Kreisstadt wird die Sportfreundschaft für gut 60 Minuten in den Kabinen der Rebayhalle gelassen, während ansonsten Gemeinsamkeiten überwiegen. Neben den Wettkämpfen liegt beiden besonders die Pflege und Förderung des Handballsportes als Teil der Heimat am Herzen. Niederraunau und Handball gehört genauso zusammen wie Handball und Günzburg. Manchmal werden die Kinder gleich nach der Geburt beim Verein angemeldet, als "Mini-Mini" beginnt die Handballkarriere und sie geht immer weiter. Zum zweiten Mal, wenn Papa die Tochter trainiert und zum dritten Mall wenn Opa Zeitnehmer beim Enkel machen muss. Zu beiden Vereinen gehört auch Vereinstreue, dennoch gab es manchen nicht nur gern gesehenen Wechsel. So waren Armin und Günter Spengler, aber auch Stephan Hofmeister schon Trainer beim TSV: Unter ihren Fittichen u.a. Bernd Maisch, früher vermutlich der beste Linksaußen der Region - heute Spielertrainer bei der Raunauer Zweiten. Dafür wurde Landesliga-Trainer Markus Waldmann unter Stephan Hofmeister beim VfL ein gestandener Zweitligaspieler und der heutige TSV-Jugendtrainer Karl Weindl brachte es beim heutigen Konkurrenten gar bis in die Jugendnationalmannschaft und kämpfte an der Donau um viele Bayrische Jugendmeisterschaften.
Sorgen müssen sich die Fans aber keine machen: Ein gemütlicher Spaziergang mit guten, alten Bekannten ist nicht zu befürchten. Wenn angepfiffen wird, dann geht es um die Ehre der eigenen Farben. Da hört der Spaß erst einmal komplett auf. Es wird gekämpft und gestritten. Wert-schätzen und Anekdoten zum besten geben kann man danach wieder (...) genau bis zum Anpfiff des Rückspieles.
Unterschätzen wird der VfL seine Handballfreunde nicht. Die Mannschaft musste viele Lektionen lernen u.a., dass erfahrene Gegenspieler ihre besonderen Qualitäten haben, die man anerkennen muss. In Günzburg wird deutlich mehr trainiert als bei anderen BOL-Mannschaften und das wollen die Weinroten auch in die Derbypraxis umsetzen. Niederraunau 2 ist gut drauf, zuletzt gab es Derbypunkte aus Ichenhausen und einen hohen Auswärtssieg in Kissing. Das ist die letzte Warnung.

Damen


Nach der Niederlage im Spitzenspiel gegen Spitzenreiter Ottobeuren, war die Enttäuschung am vergangenen Wochenende bei allen Beteiligten groß.
Eigentlich dürften die Verantwortlichen mit dem bisherigen Saisonverlauf mehr als zufrieden sein, trotz der eher dürftigen Leistung gegen den letztjährigen Bayernligisten. Jedoch hat bei den Weinroten das Anspruchsdenken zugenommen, denn alle Beteiligte wissen, dass an einem guten Tag auch Ottobeuren zu schlagen gewesen wäre. Dem war nicht so, darum galt es auch, laut Günzburgs Verantwortlichen, die Niederlage aufzuarbeiten und mit der Erkenntnis daraus, wieder Fahrt aufzunehmen.
Der nächste Gegner dafür lautet HSG Freising-Neufahrn.

Der Siebtplatzierte zählte jahrelang als SC Freising zum Inventar der Landesliga und hatte dabei die vergangenen Jahre immer das vordere Tabellendrittel belegt. Mit dem Zusammenschluss zur HSG sollten nochmals die Kräfte gebündelt werden, um an der Spitze mit angreifen zu können. Zu Beginn stotterte der HSG Motor noch ein wenig, und Trainer Peter Mesiarik, musste aus den vielen Spielerinnen, ein Team formen. Das ist dann dem ehemaligen 175 fachen Nationalspieler und Championsleague-Sieger aus der Slowakei auch eindrucksvoll gelungen. Nach drei Niederlagen - eine davon ganz knapp gegen den Spitzenreiter, steigerten sich die Oberbayerinnen von Spiel zu Spiel und haben jetzt einen vollen Lauf hinter sich. Das letzte Spiel der HSG-Spielerinnen wurde recht deutlich gegen Marktoberdorf gewonnen (28:18).
„ Freising hatte die letzten Jahre sehr routiniert die Liga beherrscht und hat einen ähnlichen Spielaufbau wie Ottobeuren.
Das wird ganz ganz schwer“, meinte Trainer Harald Jekel vor der Auswärtspartie am Sonntag auch in Anspielung auf Freisings Halle und deren Fans im Rücken. Da ging es nämlich beim letzten Vergleich in der Luitpold-Halle heiß her.

Über die eigenen Fehler gegen Ottobeuren konnten sich die VfL Spielerinnen beim Anschauen des Videomaterials nochmal ihr eigenes Bild machen und sind voller Tatendrang, den kleinen Ausrutscher wieder schnell vergessen zu machen um wieder vom dritten auf den zweiten Tabellenplatz zu gelangen. Verzichten müssen die Günzburgerinnen auf Catherina Harder, Patricia Kubasta und Daniela Stoll, die in der A Jugend zum Einsatz kommen. Dafür stößt mit Judith Deutschenbauer wieder eine Spielerin dazu, die gesundheitsbedingt, bisher der Mannschaft nicht zur Verfügung stand. Auch Isabelle Mengele wird wieder zum Einsatz kommen.Es gibt für Eltern und Fans wieder die Möglichkeit, im Mannschaftsbus mitzufahren. Abfahrt ist am Sonntag um 13:30 Uhr an der Rebayhalle.
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