VfL Handball: Vorschau Seniorinnen + Senioren

Zur Schärfung der Konturen werden bei Derbys häufig die "riesengroßen" Unterschiede zweier Teams herausgearbeitet, diesmal lohnt der Blick auf die Gemeinsamkeiten um das Besondere am BOL-Derby SC Ichenhausen gegen VfL Günzburg zu erkennen.

Es sind ungewöhnlich für ein Derby die Personen. Vor, und hoffentlich nicht während und nach dem Spiel wird viel über ein viertel Jahrhundert königsblaue und weinrote Handballgeschichte gesprochen werden. Alte Erinnerungen an gute Jahre beim VfL und beim SCI und umgekehrt werden wie bei jedem Derby wach werden, nur diesmal von ein und denselben Personen. Sind es bei normalen Nachbarschaftsduellen die nie gewechselten Farben uralter Erbfeindschaften, so begegnen sich sonntags viele die überzeugte köngisblaue und noch überzeugtere weinrote Tage hinter sich haben (und umgekehrt).
Da Vereinswechsel immer auch Trennungsschmerz, schlaflosen Nächte, überbordende Begeisterung und Enttäuschung - die seelischen Bandbreite der Sportgefühle - beinhalten, dürfte es nicht selten nostalgisch werden am Sonntag.

Da ist "Liesl", wenigen auch unter Dieter Pohl bekannt, der UR-Betreuer der Ichenhausener Männermannschaften und ehemaliger Abteilungsleiter der "Königsblauen", heute aus dem Günzburger Mädchen- und Damenbereich als stete Hilfe unentbehrlich. Sybille Dürre, früher unermüdliche Günzburg Kämpferin - oft allein und auf verlorenem Posten, für den Aufbau einer Mädchenabteilung im VfL - heute einer der Motoren der Ichenhausener Jugendarbeit. Robert Mayer und Armin Spengler heute in der VfL Abteilungsleitung, davor Trainer und Spieler beim SCI. Das große Handball-Einmaleins erlernten sie vorher wie so viele an der Donau. Da ist der Ichenhausener Co-Trainer Lothar Buck, der im letzten Jahrtausend zusammen mit Stephan Hofmeister und Armin Spengler in der Günzburger B-Jugend auf Torejagd ging und dessen Sohn Pascal heute in der VfL- A- und B-Jugend spielt. Es gibt ganz frühe Geschichten, etwa als Rudi Rembold, Günzburger Regionalligakapitän und Vater des heutigen Abteilungsleiters Dominik, zusammen mit der viel zu früh verstorbenen Handballlegende Klaus-Peter Zürn als einer der Ersten von Donau und Günz sportlich ganz an die Günz wechselte. Den umgekehrten Weg ging Jugendtrainer-Urgestein Karl-Heinz Schweiger. Harald Jekel,ehemaliger SCI- Spieler und heutiger VfL Damentrainer, und, und, und (...)

Diese Trikotwechsel machen das Derby nicht einfacher als normale, denn häufig gingen den Wechseln Enttäuschungen voraus, manche waren tief. Sportler sind stolz, sie verzeihen schwer. Manches hat sich auch relativiert. Wenige mögen einander aber bis heute nicht (..)
Vielleicht verhilft denen das Derby durch begeisternden Bezirksoberligahandball der lokalen Helden am Sonntag um 17.00 Uhr in der Franziska-Ziehank-Halle zum inneren Handballfrieden? Es wäre schön für zwei tolle Vereine!

60 Minuten werden beide Mannschaften alles geben, damit den Zuschauern erst gar keine keine Zeit zum nostalgischen Gedanken-Blues bleibt. Dabei dürfte den Spielern weniger die Gemütsverfassung der Zuschauer Antrieb sein, sondern viel mehr das Punktekonto. Beide Teams haben 4:2-Punkte auf dem Konto und der Unterlegene muss sich bis auf Weiteres auf Mittelfeld-Tristesse einstellen. Das will keiner von Beiden, soweit die nächste Gemeinsamkeit. Da SCI-Trainer und BOL-Experte Klaus Hornung, früher (natürlich) auch schon sehr erfolgreich Handball-Günzburger zur besten Erst-und Zweitligazeit, sowohl sein Team als auch die Gäste zum Saisonende unter den ersten Fünf sieht, dürfen sich die Handballfans wohl auf einen Kampf um jeden Millimeter Hallenboden in der Franziska-Ziehank-Halle einstellen. Der Sport hat diesmal auch dann gewonnen, wenn nach dem Spiel nicht die Handballvergangenheit, sondern temperamentvolles Derby-Geschehen Gesprächsthema Nummer 1 ist.
Dafür wollen WIR Alles tun!
Stephan Hofmeister (noch nie beim SCI !!), der sein Team grundsätzlich in der Favoritenrolle sieht; freut sich sehr auf das Wiedersehen mit seinem langjährigen Weggefährten Klaus Hornung, aber auch auf das Spiel, sind doch all seine Akteure top-fit.und die A-Jugend spielfrei, so dass er erneut auf einen sehr großen Kader zurückgreifen kann. Zu seinem ersten Aktiveneinsatz wird der A-jugendliche Kreisläufer Daniel Jäger kommen; ansonsten wird der Kader kurzfristig zusammengestellt. Derby hin oder her: In der noch jungen Saison, sollen nach dem knappen Scheitern in Aichach im zweiten Anlauf die ersten beiden Auswärtspunkte geholt werden.

Auf zum Derby! Helfen WIR dem Team der kleinen Chance "Landesliga 2014" von Woche zu Woche mehr Wahrscheinlichkeit einzuhauchen.




Damen 1



Erneut wartet eine große sportliche Herausforderung auf die Landesliga-Handballerinnen des VfL Günzburg: Am Samstag gastiert der Aufsteiger aus der Bezirksoberliga beim Bayernliga-Absteiger ESV Neuaubing.

Die Chance, den ersten Saisonsieg einzufahren, wollen die Gäste von der Donau ab 18 Uhr in der Schulsporthalle an der Bergsonstraße in München unbedingt nutzen. Bis auf die Langzeitverletzte Tanja Stoll stehen den VfL-Verantwortlichen alle Spielerinnen zur Verfügung. Nach der knappen Niederlage gegen den SC Freising wollen die Weinroten an die gute Leistung vom vergangenen Wochenende anknüpfen und den Aufwärtstrend endlich in Punkte umsetzen. Und vielleicht geht ja was beim Tabellensiebten, der bisher 5:5 Punkte auf dem Konto hat. Das junge VfL-Team kommt ja immer besser mit der Umstellung an die härtere Gangart in der Landesliga zurecht und zeigte, dass es sogar mit Spitzenmannschaften mithalten kann.

Allerdings gibt es am Ende der Saison keinen Schönwetterbonus. Auf dem Papier stehen 1:9 Punkte, was auch als klassischer Fehlstart der Günzburgerinnen beschrieben werden kann. Von Resignation im Kader spüren die Trainer jedoch überhaupt nichts. Laut Harald Jekel nehmen seine Spielerinnen den Trainingsbetrieb sehr ernst, gehen immer an die Belastungsgrenze und es gibt auch kaum Fehlzeiten.

Und der mageren Ausbeute zum Trotz stärkt Robert Mayer seinen Mädels den Rücken: „Die Mannschaft ist intakt, zieht voll mit und findet immer besser zusammen. Es ist eine ganz tolle Truppe mit der es riesig Spaß macht zu arbeiten.Der Teamgeist der Mannschaft ist vorbildlich und auch die Leistungsbereitschaft ist sehr hoch, dadurch kommt der Erfolg zwangsläufig", so die Worte des optimistischen Trainers.



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