VfL Handball: Vorschau Juniorinnen + Junioren

  Zur allerbesten Handballzeit am Samstag um 19.30 Uhr empfangen die kleinen Günzburger Handballer die teilweise über 2-Meter-großen Junglöwen. Der Nachwuchs der Rhein-Neckar-Löwen hat in seinem Rudel insgesamt 300 Spieler, die sich auf 26 Teams verteilen. Unterhalb des Gensheimer-Teams sind eine Drittliga-Mannschaft und vor allem der Samstags-Gast, das Aushängeschild der Leistungsstarken. An Rhein und Neckar nimmt man die Ausbildung Ernst. 12 Plätze bietet das dortige Handballinternat, das eng mit einem Gymnasium und einer Realschule kooperiert und sich nicht nur um die rein sportlichen Belange kümmert. Trainiert wird mehrfach täglich, nicht nur Handball, sondern augenscheinlich auch viel Kraft.

Die SG Kronau/Östringen ist Haus-hoher Meisterschaftsfavorit, schon letztes Jahr waren sie Süddeutscher Meister. Der A-Jugendkader umfasst 18 Topspieler. Mit Marvin Gerdon, Max Haider und Rico Keller stehen drei im DHB-Kader. Das allein genügt aber für eine Deutsche Meisterschaft nicht. Deswegen und weil Investitionen in Top-Jugendspieler schlauer sind als in teure erwachsene Ausländer, stehen mit Maximilian Rolka ein polnischer und mit Hazma Hakic ein serbischer Nationalspieler im "Riesen-Kader"- eine neue Dimension im deutschen Jugendhandball. Der Handball des Nordbaden-Teams wirkt viel einfacher als das Technik-verliebte Spiel ihrer württembergischen Gegner. Es liegt an ihrer überlegenen Athletikt, die schnelle Abschlüsse ermöglicht. Die "Tiere" müssen nicht um jeden Millimeter Hallenboden kämpfen um endlich einmal frei zum Wurf zu kommen. Der Kronauer und Östringer wirft einfach und das mit Urgewalt. Hausmeister Ali Widmann wird wieder einiges zu flicken bekommen am arg strapazierten Günzburger Tornetz.

Einmal zog der Erstliga-Nachwuchs bislang den Kürzeren. Die JSG Balingen/Weilstetten schaffte das Unmögliche und gewann sensationell mit 30:24, was die Tabellenführung bedeutete. Es dürfte für die Großen eine ungewöhnliche Sicht der Tabelle gewesen sein, dass ganz oben "kleine" Württemberger den freien Blick auf die eigene Meisterschaft versperrten. Dieser Blick ist mittlerweile wieder frei. Die Junglöwen sind gewohnt Erster, mit der SG Pforzheim und der JSG Balingen haben sie noch zwei ernste Verfolger, die ein ganzes Rudel junger Löwen irgendwann abschütteln dürfte. Die Tordifferenz ist trotz zweier knapper Spiele gegen die "Schränke aus Saarlouis und Zweibrücken" mit +80 beeindruckend. Der Zweite dokumentiert mit +38 die überraschende Ausgeglicheheit der Liga.

Bei der Einwärmung werden die Günzburger wie kleine (Handball)Kinder aussehen. Angst kennen die Schwaben aber nicht. Das Handball-begeisterte Team hat aus den Quali-Qualen und der harten Bundesligaschule viel gelernt und kann mittlerweile auch mit den stärksten Teams der Liga lange Zeit mithalten. Das gegen eine Übermannschaften mit internationalen Spielern am Samstag unter Beweis zu stellen, ist die nächste tolle Bundesliga-Herausforderung. Vorbild ist sich die Mannschaft mal wieder selbst, denn letzte Saison war es mit großer Zuschauerunterstützung knapp, sehr knapp (...)
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