VfL Handball: Vorschau Juniorinnen + Junioren

Zweimal hintereinander bekommt es die A-Jugend mit richtigen Krachern zu tun. Am Samstag in einer Woche zur Handball-Prime-Time um 19.30 Uhr geben die schier unbesiegbaren Junglöwen in die Rebayhalle ihre Visitenkarte ab und an diesem Samstag tritt der VfL zur aller besten Mittagszeit um 13.00 Uhr beim Tabellenzweiten der JSG Balingen-Weilstetten an. Dazu braucht es viel Handballoptimismus und Spaß an harter Arbeit.

Zumindest im Männerbereich haben die Gallier von der Alb die breiteste Spitze im verrückten Handball-Württemberg. Die Gallier selbst befinden sich auf einem guten 14. Platz in der 1. Bundesliga. Das Perspektivteam, die Jung-Gallier kämpfen aktuell gegen den Abstieg in der Dritten Liga, die erste von zwei A-Jugenden spielt um die Bundesliga-Meisterschaft, darunter gibt es zwei B-Jugend-Teams, eines davon natürlich in der höchsten denkbaren Klasse, der Baden-Württemberg-Oberliga. In ganz Bayern, geschweige denn im Landkreis Günzburg, liest sich das wie ein Bericht aus einem fernen Handball-Utopia. In BOL-Günzburg wird verstohlen von einem Männer-Bayernligisten geträumt. Was hier in der Region allein bei einem Handball-Drittligisten los wäre, lässt das A-Jugendspiel gegen Frisch-Auf erahnen.

Die JSG gab die überraschende Tabellenführung, die SG Kronau und die SG Pforzheim wurden von Experten zu Rundenbeginn ein wenig höher eingeschätzt, durch ein Unentschieden gegen die Wundertüte TSV Neuhausen ab. Davor gab es bislang nur eine Auswärtsniederlage, ausgerechnet gegen den württembergischen "Intimfeind" Frisch-Auf, übrigens das schlimmste was einem Balinger im Handballleben passieren kann.

Die Gastgeber verfügen mit Tim Nothdurft und Lukas Saueressig über zwei DHB-Kaderspieler. Ihr Spiel ist typisch "württembergisch": Hinten eine aggressive 3-2-1-Deckung und vorne viel Technik und Tempowechsel. Die Nuss wird auch zu dieser Jahreszeit schwer zu knacken sein.

Beim VfL stand diese Woche lange das FRISCH-AUF-Erlebnis mit 1200 Zuschauern im Vordergrund. Das Spiel, die gesamte Atmosphäre und die tolle ehrenamtliche Organisation geben auch genügend Anlass zur Freude. Dennoch darf eine Niederlage bei Spielern nie zur Zufriedenheit führen. Sowohl in Friesenheim als auch beim letzten Spiel gab es genügend Phasen, in denen es Hoffnung auf Zählbares gab. Beide Niederlagen hatten viel mit der Stärke der Gegner zu tun, es gab aber auch vermeidbare Fehler und Ausstiege aus dem funktionierenden Taktik-Plan. Die Ansprüche beim VfL Günzburg sind gestiegen, bei der A-Jugend zählt nicht mehr nur der olympische Gedanke. Fünf Punkte reichen Trainer Hofmeister nicht, bei den "kleinen Galliern" und den teilweise über Zwei-Meter-großen Junglöwen will der Trainer wenigstens phasenweise mithalten und das Team weiter nach oben anpassen, um in der Rückrunde zu punkten.
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