VfL Handball: Vorschau Juniorinnen + Junioren

  Am Sonntag um 14.00 Uhr gastiert die VfL-A-Jugend erstmals in Rheinland-Pfalz zu einem Punktspiel. Gegner sind die "Jung-Eulen", so nennen sich die Jugendmannschaften der TSG Ludwigshafen-Friesenheim nach ihren großen vereinseigenen Vorbildern, den "Eulen". Das sind die Erstliga-Handballern des Vereines. In der letzten JBLH-Saison spielten die Schützlinge von Trainer Eyub Erden noch in der Weststaffel, wo sie hinter der Großwallstädter TVG-Junioren-Akademie den zweiten Platz errangen und so ins Viertelfinale um die Deutsche Jugendmeisterschaft gelangten. Entsprechend hoch waren auch in dieser Saison die Erwartungen.

Die Ernüchterung erfolgte im "wilden Handballsüden" jäh: Mit 0:10-Punkten legten die erfolgsverwöhnten Nachwuchshandballer einen klassischen Fehlstart hin. Erst am 11. Oktober konnten beim 37:34-Heimsieg über den TSV Neuhausen die ersten beiden Punkte eingefahren werden. Der VfL kennt diese Gefühlswelten in genau der gleichen Reihenfolge. Doch Vorsicht, aus dem Friesenheimer Punktekonto darf man keine falschen Schlüsse ziehen.

Die Schwaben bleiben auch in dieser Begegnung krasser Außenseiter. Die TSG spielt von allen Mannschaften das schwierigste Spielsystem: Im Gegensatz zu den meisten Bundesligamannschaften wenden sie in jedem Spiel gleich zwei Deckungssysteme an, bauen den Angriff mal mit drei oder was sonst sehr selten vorkommt mit zwei Rückraumspielern auf und auch ihr Angriffsspiel strotzt nur so vor "Handball-Gemeinheiten", die für einen BOL-Nachwuchs so ziemlich neu sind. Derartig viele taktische Absprachen führen bei Jugendmannschaften oft zu Anlaufschwierigkeiten. Die dreiwöchige Spielpause dürfte die Rheinland-Pfälzer weiter voran gebracht haben und auch vorher stimmte die Tendenz. Auf zwei 10-Tore-Packungen zu Rundenbeginn, folgten knappe Niederlagen gegen die SG Pforzheim, den SV Zweibrücken und die HSG Oftersheim/Schwetzingen, ehe der erste Sieg gefeierte werden konnte. Friesenheim lernt.

Die permanente Leistungssteigerung kann auch der VfL Günzburg in dieser Runde vorweisen, zu Rundenbeginn setzte es hohe Niederlagen, oft konnte der neu-formierte Rückraum nur eine Halbzeit mithalten. Viele Verletzungen, besonders der "Hunter-Schreck" hemmten den Saisonauftakt. Dann kam - übrigens auch gegen den TSV Neuhausen/Fildern - mit dem ersten wunderschönen Punkt die Wende. Das Team gab nie auf und blickte stets voraus.Der freudige Stolz über mittlerweile 5:9-Punkte ist im Training zu spüren. Die Mannschaft um die starken Torhüter Patrick Rösch und Moritz Kube möchte nun auch auswärts an die letzten Heimspiele anknüpfen. Die Voraussetzungen sind nicht schlecht: Alle Spieler sind fit und voller Handballfreude. Außerdem wird die weite Auswärtsfahrt im großen Reisebus bestritten. Die Zeit wird dabei sicher nicht nur zum "Schafkopf-Spielen", sondern auch zur Videoanalyse genützt. Das gegnerische Spielsystem muss erst einmal verstanden sein, denn der Erfolg beginnt im Kopf. Im Mannschaftsbus besteht beschränkt Mitfahrgelegenheit. Anmeldungen bitte an Siggi Walburger (siegfried.walburger@gmx.de).
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