VfL Handball: Vorschau Junioren Bundesliga

Mit einem Heimturnier darf die neu formierte A-Jugend des VfL Günzburg in "Die härteste Handballausscheidung" der Welt, die JBLH-Qualifikation starten. "JBLH" steht für "Jugendl-Bundesliga Handball", nach dem Erreichen der Jugendnationalmannschaft, das zweitgrößte Ziel eines jeden deutschen Jugendhandballers. Besonders in Günzburg ist es ein Traum sich urplötzlich mit jeder Menge Verbands- und DHB-Auswahlspielern, mit Handballinternaten und als Landesligaunterbau mit Erst- und Zweitliganachwuchs messen zu dürfen. Aus regionalem Spitzensportmangel und wegen dem alten Günzburger Zauberwort "Handballbundesliga" wurden so VfL- A-Jugendspiele in den letzten beiden Bundesligajahren zum gut besuchten Zuschauermagneten - etwa 450 kamen im Schnitt - ein Deutschland-weit beachteter JBLH-Rekord. Welche Sportveranstaltung in der Region kann das schon von sich behaupten?

Natürlich ist auch diese Saison der erneute Aufstieg der leise Wunsch. Doch ist so schwer wie vor zwei Jahren, als man eigentlich überhaupt keine Chance hatte, erst nicht einmal den Versuch wagen wollte um dann mit der großen Aufgabe zu wachsen. Ähnlich wie damals gab es keine Neuzugange, diesmal war trotz vieler Kandidaten den Auswärtigen der Aufwand zu groß und vor allem aber wechselte der Jahrgang 96 um Nico Jensen und Daniel Jäger als Triebfeder des Erfolges in den Seniorenbereich.

Ein Neuaufbau steht an: Aus der B-Jugend kamen mit Dennis Mendle, Dennis Bauder, Valentin Goettlich, Nils Ahrens, Jonas Guckler und Jakob Hermann Spieler, die zurecht stolz auf den errungen Titel Bayrischer Landesligavizemeister waren. Ein toller Erfolg für ein regionales Team, doch nun warten ganz andere Kaliber. Erfreulicherweise kam mit dem "riesen Riesentalent" Nico Matthes der einzige Auswahlspieler des Teams aus dem Großwallstädter Handballinternat zurück. Viele Verletzungen warfen ihn im vergangenen Jahr zurück und auch aktuell kann der Kreisläufer nicht schmerzfrei spielen. Exakt zur rechten Zeit können Pascal Buck und Patrick Rösch von der Verletztenliste gestrichen werden. Die erfahrensten Bundesligaspieler haben ihr Ungemach überwunden und sind schneller als erwartet einsatzfähig. Torwart Rösch musste dafür sehr hart rackern. Der 13er-Kader wird von den Kampf-erprobten Tim Walter, Enrico Peralta, Jonas Lehr und Spielmacher Lars Braun vervollständigt.

Zeit zum Einspielen gab es kaum. Bis Ostern ging die alte Runde, seitdem wohnt die Mannschaft praktisch in einer Handball-WG. Fast täglich wird irgendwie trainiert oder regeneriert. Eine einzige Testmöglichkeit gab es. Am vergangenen Wochenende wurde die Mannschaft um den neuen Betreuer Martin Mendle Dritter nach Siebenmeterwerfen gegen den württembergischen Bundesliga-Qualifikanten TV Bittenfeld.

Besonders in einer solchen Quali ist der Weg das Ziel: Die kleine Chance zur dritten Sensation besteht in der Steigerung von Spiel zu Spiel, im Lernen aus den eigenen Fehler. Vorbild sind die Vorgänger-Teams.

Der Modus kommt dem VfL entgegen. Am Wochenende kommen die drei Ex-Bundesligateams aus Günzburg, Erlangen und Bayreuth, sowie die neuen Kandidaten vom TSV Ismaning und der SG DJK Rimpar, die sich am vergangenen Wochenende in einer harten Vorquali durchsetzen mussten zum Ranglistenturnier an die Donau. Alle Mannschaften sind bereits für die Bayernliga qualifiziert - so hoch schätzt der Verband die Qualität - und kommen in die nächste Süddeutsche Qualifikation. Erst danach wird auf Süddeutscher Ebene am zweiten und dritten Maiwochenende ausgesiebt. Die Deutschland-weite Quali findet Mitte Juni statt - ein wahrer Marathon. Für die Spieler ist Handball danach Leistungssport geworden.

Der Erste des Günzburg Turnieres bekommt ein Heimrecht bei der nächste Quali, der Fünfte besonders starke Gegner. Sport ist hart und gerecht.

Der VfL spielt samstags um 10.00 Uhr gegen den TSV Ismaning und um 13.00 Uhr gegen HaSpo Bayreuth, sonntags um 10.00 Uhr gegen HC Erlangen und um 14.30 Uhr gegen die SG DJK Rimpar.

Die Mannschaft wird alles geben und hofft auf zahlreiche Unterstützung - ein Quali-Zuschauer-Rekord wäre ein neues Highlight.
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