VfL Handball: Vorschau Junioren Bundesliga

Am Sonntag um 16.15 Uhr bestreitet die Günzburger Handball-A-Jugend ihr letztes Bundesligaspiel bei den Internatsschülern der SG Kronau/Östingen. Für die Gastgeber ist es ein immens wichtiges Spiel. Als haushoher Meisterschaftsfavorit waren die Junglöwen gestartet. Nach einer Packung in Pforzheim mussten sie den Platz an der Sonne an den Nachwuchs der badischen Goldstadt abgeben. Alles Spitzenteams geben dann in einer ungemein ausgeglichen Meisterschaftsrunde Punkte ab. Vor dem letzten Spieltag hat der Erste SG Pforzheim/Eutingen einen Punkt Vorsprung vor der SG Kronau/Östringen, dahinter lauert einen weiteren Punkt zurück die JSG Blaingen/Weilstetten. Zwei von den Dreien qualifizieren sich für das Deutsche Viertelfinale. Die Sonntagsgastgeber sind natürlich Wolkenkratzer-hoher Favorit gegen den Tabellenletzten VfL Günzburg. Unangenehm sind solche Spiele gegen einen absoluten Außenseiter aber immer, wenn man unbedingt gewinnen muss.

Bei den Schwaben wurde nach dem letzten Heimspiel das Training deutlich zurückgeschraubt. Die permanente Doppelbelastung hat ihre Spuren hinterlassen, auch weil der ältere Jahrgang durch die ewigen Qualis bis Baunatal seit zwei Jahren im Handball-Dauereinsatz steht. Außerdem geht es für die Jüngeren gleich in den Osterferien mit der nächsten Quali-Vorbereitung los.

Von der Verletzten- und Krankenliste gibt es immerhin erfreuliche Tendenzen zu vermelden. Am besten geht es Max Schubert. Er hat das Pfeiffersche Drüsenfieber komplett überwunden . Bei Pascal Buck handelt es sich nicht um den befürchteten Abriss des Syndesmosebandes, sondern "nur" um einen Außenbandriss. Philipp Nief und Enrico Peralta befinden sich mit der gleichen Verletzung im Aufbautraining, während Patrick Rösch nach seiner OP diese Woche wieder erste Gehversuche im Tor unternahm.

Die Kronau-Reise wird die letzte Ausfahrt zu einem Pflichtspiel des besten Günzburger Jugendjahrganges seit sehr vielen Jahren. Der Jahrgang 1996 hat selbst in der ereignisreichen Chronik des VfL ein wunderbares Kapitel geschrieben. Als BOL-Nachwuchs zwei Jahre JBLH zu spielen wird seinen Platz in den VfL-Annalen finden. Es war ein Motor der neuen Günzburger Handballbegeisterung. Mit der letzten weiten Fahrt heißt es auch von der umsichtigen Betreuung der Familie Nief bei der A-Jugend Abschied zu nehmen. Als Handballmama und -papa durchlebten sie mit ihren Söhnen Julian und Philipp die vielen Höhen und kleinen Tiefen eines Jugendhandballers hautnah mit und wurden zu liebenswerten Aushängeschildern einer Organisation, die keinen Vergleich mit den "Großen" zu scheuen brauchte.
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