VfL Handball: Nachlese Seniorinnen + Senioren

Das Derby der Handball-Landesliga zwischen dem Tabellenzweiten VfL Günzburg und dem Spitzenreiter TSV Niederraunau hat gehalten, was sich die Fans im Landkreis davon versprochen hatten. Die Teams lieferten sich in der Rebayhalle einen fairen, spielerisch sehr guten und am Ende hochdramatischen Krimi. Dazu kam eine Kulisse, die Erinnerungen an alte Bundesligazeiten aufkommen ließ. 1300 Zuschauer füllten die Halle bis unters Dach. Mit dem 29:29-Endergebnis können, mit Abstand betrachtet, beide leben, auch wenn die Raunauer bis kurz vor Schluss wie der sichere Sieger aussah
Das Hinspiel hatten die Niederraunauer in eigener Halle souverän gewonnen. Diesmal bewies das junge VfL-Team von Anfang an, dass es dazugelernt hatte. Auch als Niederraunau effizient Würfe über die Mitte verteidigte und Torwart Maxi Jekle mehrere gute Paraden zeigte, ließen sich die Weinroten nicht abschütteln. Auf mehr als drei Tore kam der Tabellenführer nicht weg.
Auf der anderen Seite behielten die abgezockten Niederraunauer auch in Bedrängnis den Überblick und verteidigten meist eine knappe Führung. Selbst während der einzigen Zeitstrafe in der ersten Halbzeit blieb man vorn, weil Manuel Scholz zweimal abschloss. Mit 16:14 führten die Gäste zur Pause.
Die Hausherren kamen mit neuem Schwung aus der Kabine. Tore von Daniel Jäger und Jonas Lehr brachten den Ausgleich und auch knappe Führungen. Doch bei einer weiteren Zeitstrafe gegen Niederraunau verpassten die Günzburger die Chance, sich abzusetzen. Starke Paraden von Maxi Jekle und Tore von Julian Waldmann brachten stattdessen den Gästen die Führung.
Ab diesem Zeitpunkt wurde die Partie zum Krimi. Raunau legte vor, die Gastgeber zogen nach. In der Abwehr nahm Günzburg Manuel Scholz in Manndeckung. Tore warf er trotzdem, weil seine Kollegen Siebenmeter herausholten, die er alle verwandelte. Auf der anderen Seite fanden die Weinroten immer wieder die Lücken in der TSV-Deckung und blieben dran. Nur vorbei kamen sie nicht: Jekle parierte bei der dritten Zeitstrafe gegen sein Team acht Minuten vor Schluss zunächst einen Siebenmeter, dann markierte Michael Thalhofer die 25:27-Führung und holte die erste Zeitstrafe gegen die Hausherren heraus. Daraus wurde fünf Minuten vor dem Ende die erste Vier-Tore-Führung der Gäste (25:29).
Viele sahen das Spiel da schon entschieden. Doch die jungen Günzburger haben wahrlich gelernt zu kämpfen. Raunau versuchte, die Zeit herunterzuspielen. Doch Patrick Rösch im Tor und ein nervenstarker Raphael Groß brachten den VfL wieder heran. Dazu handelten sich die Raunauer zwei Zeitstrafen und vier Sekunden vor dem Ende einen Platzverweis gegen Scholz ein. Beim Freiwurf gegen nur drei verbliebene TSVler passte Nicolai Jensen quer auf Groß, der mit dem Schlusspfiff den Ball ins Tor wuchtete. 29:29 – die Halle stand Kopf.
TSV-Trainer Markus Waldmann war enttäuscht: „Wir haben 58 Minuten alles richtig gemacht, waren die letzten zwei Minuten aber nicht mehr so konsequent. Daher sind wir etwas enttäuscht, dass wir den Punkt noch abgegeben haben. Aber die Zuschauer haben ein interessantes, spannendes Derby gesehen. Insgesamt war das Werbung für unseren Sport.“ Sein Gegenüber Stephan Hofmeister war stolz auf seine Mannschaft: „Es kommt selten vor, dass man einen Punkt holt, wenn man das Torhüter- und das Siebenmeterduell verliert. Dieser Nachmittag zeigt als Ganzes, wie viel Potenzial beim VfL vorhanden ist, sportlich und organisatorisch.“ In der Tabelle bleibt Raunau fünf Punkte vor den Günzburgern, die ihrerseits sechs Punkte Vorsprung auf den Drittplatzierten haben.
VfL Günzburg Groß 7/3, Jäger 4, Jensen 5, Konopa 1, Lehr 7, Barthel 4, Nief 1
TSV Niederraunau Deisenhofer 3, Thalhofer 2, M. Waldmann 5, Scholz 12/5, Wildt 2, J. Waldmann 3, Hartmann 1
Das Video zum Spiel
Link zum Spiel: VfL Günzburg : TSV Niederraunau
https://www.youtube.com/watch?v=mAeN7kRNFgw


Damen 1
Ein Satz mit „X“: das war wohl nix. Das Spiel der Damen in der Landesliga Süd gegen die SG Biessenhofen-Marktoberdorf verloren die Weinroten deutlich mit 33:20. Auch die Damen 2 Mannschaft konnte in Augsburg nicht punkten Die ganze Auswärtsfahrt stand unter keinem guten Stern. Angefangen, dass wegen Verletzungen und Krankheit 5 Stammkräfte nicht eingesetzt werden konnten, kam noch eine ungeplant langwierige Anfahrt dazu. Der Stau auf der Autobahn zwang zum Ausweichen auf die kleinen Landsträßchen im Unter- und Ostallgäu. Dementsprechend wurde die Sporthalle in Marktoberdorf mit etwa einer Stunde längeren Fahrt als geplant erreicht. Um Verletzungen zu verhindern und das notwendige Aufwärmen zu ermöglichen verschoben die Schiedsrichter den Anpfiff um 20 Minuten.
Das Spiel auf ordentlichem Landesliganiveau begann mit starken Abwehrreihen auf beiden Seiten und gestaltete sich in den ersten gut 10 Minuten ausgeglichen (5:5). In der Folge ermöglichten mehrere Tempogegenstöße den Allgäuerinnen einen 6 Tore-Lauf. Die VfL Akteure spielten dabei den Gastgeberinnen in die Karten in dem der Angriff das Tor nicht traf oder der Ball wegen fehlerbehaftetem Angriffsspiel verloren ging. Bis zur Halbzeit konnten aber die Gäste wieder aufholen, nicht zuletzt durch mehrere blitzsaubere Paraden der Torfrau Lisa Gremmelspacher (16:12). Zur Pause bestand noch die berechtigte Hoffnung, dass die Weinroten, mit einem leicht verbesserten Angriff das Spiel wieder drehen könnten.
Es sollte aber ganz anders kommen. Wie in der Schwächephase der ersten Halbzeit gelang nun zu Beginn der Zweiten im Angriff fast gar nichts mehr. Eine hohe Fehlwurfquote (einschließlich Würfen ans Aluminium), unglückliche Entscheidungen gepaart mit etwas zu wenig Bewegung im Angriff führten zu einer Torflaute auf Günzburger Seite über einen Zeitraum von mehr als einer Viertelstunde. In der Zwischenzeit erzielten die Allgäuerinnen Tor um Tor, vom Kreis, den Halbpositionen und mittels Gegenstoß (27:14). Mit lautstarker Unterstützung der kleinen treuen Fangemeinde – trotz des inzwischen unaufholbaren Rückstands – gaben die Weinroten nicht auf und wollten noch den Schaden begrenzen. Dies gelang bis 5 Minuten vor Schluss ganz gut (29:20), doch die letzten 4 Tore sollten wieder ausschließlich den Allgäuerinnen gehören. Trainer Markus Sandtner ist aber froh, dass nach dem Spiel keine weiteren Verletzten zu beklagen sind.
Es spielten: Lisa Gremmelspacher, Simona Machalova (TW), Franziska Aust (2), Theresa Galgenmüller, Catherina Harder (3), Evelyn Jorga (7/2), Patricia Kubasta (1), Sandra Schaaf (2), Daniela Stoll (1), Tanja Stoll (4), Julia Ziegler


Männer 2 + Damen 2

Das BOL-Derby der zweiten Teams steht dem Treffen der Ersten in Sachen Dramatik in nichts nach. Diesmal hatten aber die Gäste mehr Grund zur Freude über das Unentschieden (von Adrian Bauer)
Auch in der Handball-Bezirksoberliga hat es am Wochenende zwei spannende Derbys gegeben: Die Reserven aus Günzburg und Niederraunau lieferten sich im Vorfeld des Landesliga-Spitzenspiels ein spannendes Abstiegsduell. 400 Zuschauer, bei sich stetig füllenden Rängen, sorgten auch bei den „Zweiten“ schon für erstklassige Stimmung. Ichenhausen war in Günzburg gefordert.
Günzburg II – TSV Niederraunau II 35:35 (19:15) Die Raunauer erwischten den besseren Start. Immer wieder überrumpelten sie die Gastgeber mit schnellen Angriffen und starken Anspielen an den Kreis. Nach neun Minuten führte der TSV erstmals mit drei Toren. Auf der anderen Seite bestand die Offensive zu diesem Zeitpunkt nur aus Stefan Märkl, der in den ersten zehn Minuten einziger Torschütze beim VfL war.
Doch dann riss bei den Raunauern der Faden. Günzburg verteidigte die Kreisanspiele deutlich besser und im Tor parierte Dominik Ziegler einen Wurf nach dem anderen. Und durch konsequente Chancenverwertung drehten die Gastgeber innerhalb von zehn Minuten die Partie und führten selbst mit 12:10. Doch auch dieser Vorsprung hielt nicht lange: Matthias Mayer glich mit zwei Toren beim 13:13 wieder aus. Raunaus Deckung bekam die variablen Angreifer des VfL aber nicht in den Griff, sodass diese immer wieder zu offenen Abschlüssen kamen. Zwei tolle Schnellangriffe zum Abschluss der ersten Hälfte durch Sebastian Schüller und Pascal Buck brachten den Günzburgern vier Tore Vorsprung ein (19:15).
Niederraunau kam mit neuem Mut aus der Halbzeit, verteidigte aggressiver, doch am Spielstand machte sich das zunächst nicht bemerkbar. Im Gegenteil: Angetrieben vom kaum zu bremsenden Stefan Märkl zogen sie auf 23:17 davon. Doch dann griffen die Veränderungen und Raunau startete die Aufholjagd. Eine Viertelstunde vor dem Ende stellte Ferit Celik den Anschluss her (25:24). Günzburg zog noch einmal auf vier Tore davon. Und wieder schlug Raunau Zwo zurück: Torwart Matthias „Heinzi“ Rogg stand nun wie eine Mauer in seinem Kasten. Beim 30:30 gab es den ersten Ausgleich seit Mitte der ersten Halbzeit.
Und nun wurde das Spiel endgültig zum Krimi: Lukas Mayer brachte die Gäste sechs Minuten vor dem Ende mit 31:32 in Führung. Zwei Tore von Danny Röllig drehten das Spiel wieder zugunsten des VfL. Mayer sorgte 40 Sekunden vor dem Ende für den 34:34-Ausgleich. Stefan Märkls Tor 20 Sekunden vor Schluss bedeutete immer noch nicht die Entscheidung, weil zehn Sekunden vor dem Ende Mayer seine starke Schlussphase mit einem weiteren Treffer krönte.
Für beide Teams war es nicht der erhoffte Befreiungsschlag. Doch Niederraunau bringt die Aufholjagd Selbstbewusstsein und Günzburg behält seine drei Punkte Vorsprung auf die Konkurrenz.

VfL Günzburg II Röllig 4, S. Schüller 6, Buck 6, Grimm 1, N. Schmid 1, Märkl 14/4, J. Schüller 1, M. Schmid 1, Rennert 1
TSV Niederraunau II D. Thalhofer 2, M. Mayer 5, A. Thalhofer 1, Celik 1, Maisch 9/4, Sadlo 3, Maier 4, Jekle 1, L. Mayer 8



BOL-Damen
Mit einer klaren 34:24(18:8)-Niederlage kehrten die Günzburger Handballerinnen von ihrer BOL-Begegnung gegen die TSG Augsburg zurück. Die Gastgeberinnen pflegen aus ihrer Landesligazeit eine raue Gangart in der Abwehr, die den vielen jungen VfL-Spielerinnen überhaupt nicht schmeckte. Da sie damit auf einer Wellenlinie mit den Schiedsrichterinnen standen, blieben die ungewohnt harten Abwehr-Attacken ungesühnt. Auch im Angriff war die TSG das druckvollere Team, so dass zur Halbzeit schon ein hoher 18:8-Rückstand auf dem Spielbericht stand.
Nach einer gekonnten Kabinenansprache begannen sich die jungen Damen um Lorena Rösch ordentlich zu wehren und agierten plötzlich ebenbürtig. Besonders Julia Ziegler, die unter Wolfgang Behm in dieser Runde einen gewaltigen Schritt nach vorne gemacht hat, stellte hier ihre Torgefährlichkeit unter Beweis. 16:16 ging das erst ungleiche Duell in den zweiten dreißig Minuten aus. Das änderte an der verdienten 24:34-Niederlage zwar nichts, darauf lässt sich aber aufbauen.

Es spielten: Ziegler (9), Rösch (2), Karakurt (2), Kohler (1); Betzler (1), Galgenmüller (2), Kleiber (5), Maatthes (3):


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