VfL Handball: Nachlese Seniorinnen + Senioren

In einem zäh umkämpften Spiel behielt der VfL Günzburg mit 23:26 (7:11) beim Tabellenschlusslicht TV Memmingen die Oberhand. Gegenüber der Hinrunde zeigen sich die Youngsters der Landesliga auswärts dabei weiter verbessert: Gelangen den Hofmeister-Schützlingen in der ersten Saisonhälfte in der Ferne insgesamt gerade einmal fünf Pünktchen, so bedeutete der Memmingen-Coup den zweiten Sieg im zweiten Auswärtsspiel der Rückrunde. Da die Verfolger auf den Relegationsplatz beide auf Reisen verloren, haben die Weinroten mittlerweile schon fünf Minuspunkte Vorsprung auf den Tabellendritten TV Immenstadt und sechs auf den – vierten TSV Ottobeuren. An der Donau darf also weiterhin von der Bayernliga geträumt werden.
Die erste Halbzeit passte gut zu den letzten Begegnungen. Vor einem konzentriert haltenden Torwart Patrick Bieber war bester schwäbischer Abwehrbeton angerührt und nach vorne wurde flüssig kombiniert. Die akut abstiegsbedrohten Memminger boten ihrerseits ein Team voller Allgäuer Hünen auf, die trotz ihrer brenzligen Tabellensituation die Farben ihres Vereines in Ehren hielten und dem treuen Heimpublikum einen Kampf auf Biegen und Brechen boten. Dabei hatte das gut leitende junge Schiedsrichtergespann Kauth/Kolb jede Menge zu tun. Der VfL legte ab dem 0:1 immer ein Tor vor, die Mau-Städter glichen aus. Dieses muntere Wechselspiel ging bis zum 5:5. Die oberschwäbische Defensive, besonders der starke Keeper Dominik Peller verhinderten eine höhere Führung. Angetrieben vom starken Spielmacher Nico Jensen gelangen drei Treffer in Folge. Beim 5:8 schien alles seinen tabellenmäßigen Lauf zu nehmen. Da auch Lucas Barthel sein Visier genau eingestellt hatte, stand ein erfreuliches 7:11-auf der Anzeigentafel. Bei den mitgereisten Eltern, Freundinnen und Abteilungsleiter Armin Spengler kam schon ein wenig Derbyfreude auf das kommende Heimspiel gegen den TSV Hohen- und Niederraunau auf.
So könnte es auch in der Kabine gewesen sein.

Erwartungsgemäß ließen sie die tapferen TV-Spieler davon überhaupt nicht anstecken. Möglicherweise wussten sie nicht ein mal etwas davon. im Gegenteil mit bewundernswertem Einsatz, die Schützlinge von Taktiker Reinhold Weiher können realistisch betrachtet nicht mehr von Klassenerhalt ausgehen, konzentrierten sie sich auf ihre Chance dem Zweiten ein oder gar beide Beine zu stellen. Und Günzburg? Es verlor nach und nach sein Prunkstück: Eine sattelfeste Abwehr. Sechszehnmal mussten die VfL-Torhüter den Ball aus dem Netz holen, der hoch gelobte Beton zeigte Risse.

Bis zum 12:16 bestand Hoffnung den Vorsprung auszubauen. Spätestens ab dem 15:17 war Ende des Schaulaufens, schiere Pflicht stand an.. Andere Spieler als sonst trauten sich in den Vordergrund: Julian Nief machte drei ganz wichtige Tore für sein Team, die Jüngstem in der Mannschaft entschieden knifflige Siebenmeterduelle: Patrick Rösch entschärfte zwei Strafwürfe, löste Patrick Bieber später ganz ab und verschloss in heikler Schlussphase das Tor. Jonas Lehr versenkte umgekehrt seine Würfe vom Siebenmeterpunkt mit Eiseskälte. Ganz am Ende legte dann Andi Konopa richtig los: Ein wichtiges Kreisanspiel an den gut zu gestellten Daniel Jäger und wichtige Rückraumtore als vorne die Brechstange ausgepackt werden musste. Der Kämpfer gab wie immer alles, in der ersten Halbzeit bekam er dafür „ordentlich auf das Maul“ wie der Schwabe sagt, musste zum Leidwesen seiner Eltern mal wieder blutend behandelt werden und zuschauen. Dann misslang einiges. Mut und Selbstvertrauen gingen aber nicht verloren, als es darauf ankam war der Größte im Team da. Kapitän Axel Leix erlöste seine Kameraden und die anderen Derbyfans mit dem 23:26-Schluss-Treffer. Jetzt war der Trainer sprachlos. .

Es war ein gerechtes Ergebnis: Der TV Memmingen war ein Gegner voller sportlicher Ehre, dachte an kein Derby und vergaß sogar den Tabellenstand.

Es spielten: Rösch, Bieber (1); Rothbauer (1), Lehr (5/3), Konopa (4), Geiger, Leix (1), Barthel (4), Groß (2/1), Jensen (2), Hermann, Jäger (3), Jensen (3)..

Damen 1
Im Heimspiel gegen Aufsteiger TG Landshut konnten die Damen in der Landesliga Süd nur ein unentschieden erreichen (27:27). Ein verlorener Punkt, nachdem das VfL-Team fast die gesamte Spielzeit über in Front lag.
Die erste Viertelstunde des Spiels lief für die Günzburgerinnen wunschgemäß. Mit meist konzentrierter Abwehrarbeit und ordentlichem Angriffsspiel dominierten die Gastgeberinnen das Spiel und konnten sich einen 5 Tore Vorsprung erarbeiten (10:5). Aber die Niederbayerinnen gaben sich nicht geschlagen und nutzten die erste kleine Torflaute der VfL Mannschaft zu einem drei-Tore Lauf, den die Weinroten ebenfalls mit einem drei-Tore-Lauf beantworten konnten und so fünf Minuten vor Ende der ersten Halbzeit eigentlich komfortabel wieder mit 5 Toren führten (14:9). Dass Landshut ein unangenehmer Gegner sein kann, haben die Weinroten schon in der Vorrunde erfahren. Denn drei Fehlwürfe in Folge nutzten die Gäste um bis zur Pause wieder in Schlagdistanz zu kommen (15:13).
In der zweiten Halbzeit sahen die Zuschauer ein engeres Spiel. Die Fehlwürfe der VfL-Mädels häuften sich. Dafür hielt Torfrau Simona Machalova etliche Würfe aus den verschiedensten Positionen der Landshuterinnen. Nach gut fünf Spielminuten entwickelte sich dann ein etwas zerfahrenes Spiel. Die Niederbayerinnen brachten ganze fünf Minuten den Ball nicht im VfL-Kasten unter. Und auf Günzburger Seite mussten sich die Zuschauer noch weitere zwei Minuten gedulden, bis Rückraumspielerin Conny Müller – mit insgesamt 9 Feldtoren erfolgreichste Werferin – endlich wieder das Torekonto erhöhte (19:16). In der Folge glichen die Gäste aus (21:21), da das Angriffsspiel der Weinroten mit zu wenig Bewegung ausgeführt wurde. In der Abwehr konnten die VfL Spielerinnen zwar etliche Wurfversuche aus dem Rückraum blocken, der Abpraller fiel den Gästen aber mehr als einmal vor die Füße, was sie zu einfachen Toren verwerten konnten. Das zehrte am Nervenkostüm der VfL Akteure. Allerspätestens jetzt wurde den TG Spielerinnen bewusst, dass sie in der Rebay-Halle noch nicht verloren haben.

In den Schlussminuten spielte sich ein richtiger Handballkrimi ab. In der 56. Minute glichen die Gäste erneut aus (24:24) worauf sie bald das erste (und einzige) mal in Führung gehen konnten. Mit zwei Toren in Folge erspielten sich die Gastgeber wieder einen Vorteil, den Landshut 40 Sekunden vor Schluss egalisierte (26:26). Trainer Markus Sandtner nahm eine Auszeit, um die Taktik für die letzten Sekunden zu besprechen. Die VfL Mädels setzten die Vorgaben gekonnt um und Franziska Aust traf 14 Sekunden vor Schluss zum vermeintlichen Siegtreffer. Denn die Landshuterinnen konnten mit einem Blitzangriff den Ball quasi mit der Schlusssirene im Günzburger Tor versenken. Für die Mannschaft und Fans der Weinroten fühlte sich die Punkteteilung wie ein verlorenes Spiel an. Die Gäste hingegen feierten, als hätten sie einen Auswärtssieg errungen.
Es spielten: Lisa Gremmelspacher, Simona Machalova (TW), Franziska Aust (1), Judith Deutschenbauer (1), Catherina Harder (1), Evelyn Jorga (8/2), Patricia Kubasta (1), Cornelia Müller (9), Sandra Schaaf (3), Daniela Stoll (1), Tanja Stoll (2/1)


Männer 2 + Damen 2
BOL-Herren
In einem temperamentvollen Derby trennten sich der SC Ichenhausen und der VfL Günzburg nach 60 hart umkämpften Minuten gerecht mit 27:27 (13:14). Den zahlreichen Zuschauern wurde in der heißen Begegnung alles geboten, was man sich von einem Nachbarschaftsduell erhofft. Es waren die Ichenhausener Linkshänder, die zum Ende der Halbzeiten spielentscheidend eingriffen.

Doch der Reihe nach:
Anfangs dominierten die Angriffsreihen, der SCI legte bis zum 4:3 immer ein Tor vor. Der VfL glich aus. Dann kamen die Schützlinge von Peter Kees und Harald Jekel in der Abwehr besser ins Spiel, was sie zu einer Drei-Toreführung Mitte der ersten Halbzeit nutzen konnten. Riesen Schock für Günzburg in der 24. Minute, als der bekannt friedliebende Steve Rennert gegen seinen früheren VfL-A-Jugendkameraden Tobias Steck, der wieder einmal sehr clever agierte eine rote Karte erhielt. Es war eine von vielen strittigen Entscheidungen des Lauinger Schiedsrichtergespannes. 12:14 stand es kurz vor der Halbzeitpause. Hüne Istvan Walcer, der wurfgewaltige Linkshänder packte sich den Ball zum direkten Freiwurf und knallte das Ding in das insgesamt gut gehütete VfL-Tor. So gab es vor dem dringend benötigten Halbzeit-Beruhigungsbier noch einen Aufreger mehr.
In der zweiten Halbzeit befanden sich die Weinroten in ständiger einfacher oder doppelter Unterzahl. Es waren die wendigen Schüller-Brüder auf VfL-Seite, die ihre Farben im Spiel hielten. Neun Zeitstrafen und drei direkte Rote Karten gegen die Landesligareserve gegenüber acht Strafminuten gegen den SCI zeigten dennoch Wirkung, zumal auch die Königsblauen alles geben um im Abstiegskampf Boden gut zu machen. 20:17 führten die Einheimischen im heißen Kampf. VfL-Shooter Stefan Märkl bombte urplötzlich dreimal hintereinander ein. Es stand 20:20, dann erhielt er seine dritte Zeitstrafe. Der nächste Leistungsträger musste zuschauen. Die Schiedsrichter bestimmten so die Günzburger Angriffsformationen. Jetzt waren eben die Schmid-Brüder im Rückraum dran. Die Entscheidung schien gefallen als Torwart Dominik Ziegler Manfred Grimm mit unnachahmlichen Traumpässen dreimal hintereinander zum erfolgreichen Gegenstoß schickte. 23:25 – die zahlreichen VfL-Fans dachten schon an Siegerbier.
Doch sie hatten die Rechnung gedanklich nur mit dem Wirt gemacht: Die starken Ichenhausener Linkshänder spielten da nicht mit. Erst traf der Noch-A-Jugendliche Nick Unger zweimal herrlich von Rechtsaußen und dann schlug wieder „Dieser Walcer“ zu: 5 Sekunden vor Schluss schraubte er von 11 Metern einen Knaller ins VfL-Kreuz-Eck. 27 :27 – Ende.
So wurde es für beider Fans Beruhigungsbier.
Es wäre für die Handballstädte Ichenhausen und Günzburg schön, wenn es dieses tolle Derby in der nächsten Saison eine Neuauflage in der BOL finden würde. Jetzt wo der rein sportliche 60-Minuten-Streit rum ist, darf man sich in Sachen Klassenerhalt auch wieder gegenseitig die Daumen drücken:

Es spielten:
Für den SCI.
Steck (8/3), T. Hornung, F. Hornung (1), Walcer (8), Schubert (1), Yapicioglu (3), Holzer, Laumer, Englet (3), Paluk, Unger (3), Stoica.
Für den VfL:
Röllig (2), Kögl, N. Schmid (3), S: Schuller (5), J. Schuller (5), M. Schmid, Märkl (6), Göttlich, Rennert, Rembold (2), Frey, Grimm (4), Förg, Ziegler.

BOL-Damen
Im Duell der Landesligareserven besiegte der VfL Günzburg den Kissinger SC mit 32:17 (15:3). Schlüssel zum Erfolg war eine lauffreudige Abwehr und eine wieder einmal überragende Torfrau Janine Schuller, die die gegnerischen Werferinnen schier zur Verzweiflung trieb. Trainerroutinier Wolfgang Behm hatte sein Team glänzend vorbereitet. 15:3 stand es schon zur Halbzeit, da wusste selbst der Erfahrene nicht, was er überhaupt aussetzen sollte. Auch in der zweiten Hälfte spielten die Seinen wie aus einem Guss. Fast wäre sogar der Noch-B-Jugendlichen Dominique Geiger ein Treffer gelungen. Dann hätten sich alle Spielerinnen eines starken Teams in die Torschützenliste eintragen können. Mit diesem Sieg kann der Sekt für die Nichtabstiegsfeier schon einmal eingekauft werden. Vier Spieltage vor Schluss, hat der Aufsteiger acht Punkte Abstand zum Abstiegsrang – eine super Leistung für einen Liganeuling.

Die Tore warfen: Ziegler (10), A. Rösch (2), Deutschenbauer (5), Karakurt (2), Lattka (1), Betzler (3), Häusler (1), L. Rösch (3), Matthes (3) und Galgenmüller (2).

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