VfL Handball: Nachlese Seniorinnen + Senioren

Die Landesliga-Männer nehmen die Festung Altenerding dank überragender Abwehrarbeit.
Zwei ganz junge Mannschaften trafen da aufeinander. Die Favoritenrolle war trotz der klaren Tabellensituationen schwer auszumachen, denn die Gastgeber hatten bislang ein einziges Spiel zu Hause verloren, nämlich das allererste Heimspiel gegen Klassenprimus TSV Hohen- und Niederraunau und die Gäste präsentierten sich bislang durchaus auswärts-schwach, ganze fünf Punkte konnten in der Ferne davor erzielt werden. Dieses Auswärts-Manko wurde in dieser Woche herausgearbeitet. Wer zu Hause alles gewinnt, kommt ins Mittelfeld, Aufstiege müssen vor allem in fremder Halle erkämpft werden.
Die Biber, wie sich die SpVgg-Spieler nennen legten los wie die Münchner Berufsfeuerwehr. Mit einem Höllentempo fegten sie über das eigene Parkett, noch nie mussten die VfL-Spieler derartig zurück sprinten. Doch auch die Günzburger haben einen Bieber und im Gegensatz zu den Münchner Vorstädtern, deren lebensgroßes Maskottchen ein Murmeltier ist, einen echten, nämlich Patrick – seines Zeichens Torwart – Bieber. Ihm war das Tempo egal, er machte das Tor zu. Und so prangte 0:3 von der Anzeigentafel. Die Gegenstoßhatz war so nicht durchhalten, die Spielgeschwindigkeit normalisierte sich. Die VfL-Deckung brauchte noch ein wenig um die richtigen Schwerpunkte zu setzen. Im Angriff wurden ein paar „Freie“ vergeben, aber stark über den omni-präsenten Kreisläufer Daniel Jäger gespielt: Das Spiel war Mitte der ersten Halbzeit offen. Es stand 4:4 und 5:5: Der „weinrote Bieber“ hielt ganz normal zwei oder drei Siebenmeter, musste sich gar ins Angriffsspiel einschalten, und warf – weil Zeitspiel angezeigt war – von fast 20 Metern nicht nur auf, sondern ins Tor. Es „schepperte“ zwar nicht, doch der Aufsetzer muss tückisch gewesen sein. Das freute die zahlreich mitgereisten VfL-Fans; während der engagierte Erdinger Trainer Erik Brasko überwiegend aus pädagogischen Gründen seinen „Torwart-Biber“ auswechselte.
Von der Bank kam der schmerzhaft Kapsel-verletzte Nico Jensen und gab dem Angriffsspiel zusätzliche Struktur, die Abwehr hatte den Gegner nun verstanden. Es folgte die erste, ganz starke Günzburger Phase. Beim 6:10 schwante mit Leo, Armin und Franz, drei Generationen Spengler und den anderen Günzburgern der herrliche Gedanke „Auswärtssieg“. Die nächste Auswechslung, Trainer Hofmeister wollte die Vorentscheidung noch vor der Halbzeit, blieb Idee, praktisch konnte das Team den Taktikwechsel nicht umsetzen: Nichts wurde es mit einem hohen Vorsprung, knapp ging es mit 8:10 in die Pause.
Wieder legten die Altenerdinger los, stellten den lauffreudigen Innenverteidigern um Niko Hermann und Axel Leix schwierige Aufgaben. Manchmal war es ganz knapp an Ballgewinnen vorbei. Auf alle Fälle war die Begegnung trotz schöner Anspiele von Andi Konopa an Handballfreund Jäger wieder offen – 13:13! Beim 14:13 wurde es laut, eher sehr laut in der Sempthalle. Die Gastgeber führten erstmals. Auswärts eine brandgefährliche Situation, wenn das Heimteam eine Begegnung spät kippt, werden sie leicht zu Gladiatoren, gepushed vom begeisterten Publikum. In der Rebayhalle schätzen wir genau diese Situation, aber dort vor den Toren Münchens …?
Doch die VfL-Youngster blieben kühl. Die aufwendige Abwehrarbeit begann sich auszuzahlen. Heute wissen wir das 14:13 blieb ein kurzer Traum vom Heimsieg. Ein spektakuläre 7:0-Lauf erstickte die Hoffnungen. Besonders Lucas Barthel, seit Wochen in Top-Form, packte ein paar ordentliche Hämmer aus. Im Gegensatz zum „Bieber-Tor“ schepperte es hier übrigens auch. Einmal wirkte der Torwart vom Geschoß erschrocken. Die Altenerdinger Torhüter hatten an diesem Wochenende einiges mitgemacht.
14:20 – wieder gekippt und bei der Abwehrreihe war das Spiel blitzschnell, urplötzlich komplett entschieden. Die Oberbayern versuchten mit einfacher und doppelter Manndeckung noch alles. Es ging aber nicht. Das 19:23 war ein gerechtes Ergebnis.
„Aus-, Aus-, Auswärtssieg“ schallte es vom Chor fröhlicher schwäbischer Stimmen durch die Halle. Der Gesang wirkte zwar unbeschwert – es war aber Erleichterung – Spieler, Betreuer und Zuschauer sahen abgekämpft aus. Dem Wechselbad der Gefühle geschuldet, das es in der Dichte wohl nur im Handball gibt.
Es spielten: Bieber (1), Rösch; Rothbauer (2), Lehr (2), Konopa, Geiger, Leix, Barthel (6), Groß (3), Jensen (1), Hermann, Jäger (8) und Nief.

Damen 1
Kissinger Damen bezwingen VfL
In einem torarmen Spiel verliert die VfL Landesliga-Mannschaft beim heimstarken Kissinger SC mit 24:15. Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit ging das Spiel mit nur 5 erzielten Toren in der restlichen Spielzeit verloren.
In der Paartalhalle entwickelte sich von Anfang an das erwartete körperbetonte Spiel. Auf beiden Seiten dominierten die Abwehrreihen. Die Günzburger Verteidigung arbeitete gewohnt konzentriert und schnell. Sie konnte viele Aktionen der SC Spielerinnen unterbinden. Andererseits taten sich die VfL Akteure im Angriff gegen die SC Abwehr ebenfalls schwer. Die Kissingerinnen verteidigten mit der Härte, die von den Schiedsrichtern gerade noch toleriert wurde. So entwickelte sich ein Spiel, in dem minutenlang über viele Angriffe auf beiden Seiten kein einziges Tor fiel. Insgesamt wurden auf beiden Seiten die meisten Tore mit der ersten oder zweiten Welle erzielt. Trotzdem erspielten sich die Gäste bis zur 20. Minute einen 4 Tore Vorsprung (3:7). Danach konnte das Team des SC aber wieder aufholen und in der letzten Spielminute sogar den Führungstreffer zum 11:10 erzielen, nicht wegen nachlassender spielerischer Leistung der VfL Mädels, sondern der Ball wollte einfach nicht mehr ins gegnerische Tor. Reihenweise wurden gute und beste Chancen verworfen.
Mit guten Vorsätzen wurde die zweite Halbzeit begonnen. Das Spiel setzte sich in ähnlicher Weise fort, einschließlich der miserablen Torquote. Bis Mitte der zweiten Halbzeit (17:15) war das Spiel noch nicht verloren. Mit den vier 2-Minuten Strafen, die die Schiedsrichter dem VfL in der letzten Viertelstunde den VfL Mädels verteilten schlug das Pendel vollends ganz zu Gunsten der Kissingerinnen aus. Die Weinroten mussten die Hälfte der restlichen Spielzeit in Unterzahl bestreiten. Dementsprechend zogen die Gastgeberinnen mit vergleichsweise einfachen Toren davon. Der VfL Angriff tat sich nun noch schwerer und brachte keinen einzigen Wurf mehr im Tor unter.
Es spielten: Lisa Gremmelspacher, Simona Machalova (TW), Franziska Aust (1), Judith Deutschenbauer (3), Annelie Galgenmüller (5/1), Catherina Harder, Evelyn Jorga (4), Patricia Kubasta, Cornelia Müller (1), Sandra Schaaf (1), Daniela Stoll, Tanja Stoll
Männer 2 + Damen 2
BOL-MÄNNER
Einen nicht unbedingt einkalkulierten Punkt, der sich in der Endabrechnung als Bonuspunkt herausstellen könnte, brachten die Schützlinge von Peter Kees und Harald Jekel vom Landesliga-Absteiger TSV Göggingen mit. Dabei bot das sportliche Hin und Her ein anstrengendes Wechselbad der Gefühle. Zu Spielbeginn lagen die Vorteile beim Augsburger Traditionsverein, da das Günzburger Abwehrzentrum noch nicht aktiv genug agierte. 6:4 stand auf der Anzeigentafel. Danach übernahm der tapfere Nichtabstiegskandidat das Heft des Handelns: Führte bis zur Halbzeit 13:11 und konnte diesen Vorsprung später erst einmal auf 16:13 ausbauen.
Das Spiel wurde dann auch durch viele Zeitstrafen unübersichtlich und schwierig. Ab der 40. Minute führten die Hausherren wieder. Doch abschütteln konnten sie den VfL nicht. Selbst in doppelter und dreifacher Unterzahl gelang den Spielern um die starken Torhüter Dominik Ziegler und Rückkehrer Tobias Heinrich mit Glück und Geschick immer irgendein Anschlusstreffer. Entscheidungsreife war zwei Minuten vor Schluss bei zwei Toren Rückstand: Torwart Ziegler hielt und schickte den A-Jugendlichen Valentin Göttlich mit einem seiner Traumpässe direkt zum Gegenstoß. Der Youngster traf – 26:27. Noch einmal kam der VfL in Ballbesitz und nützte die Gunst der Situation. Philipp Rembold traf vom Kreis zum 27:27. 30 Sekunden verblieben den Augsburger Routiniers noch zum Siegtreffer. Doch die Günzburger verteidigten den schon verloren geglaubten Punkt großartig. Bester Feldspieler war erneut Steve Rennert mit einer Top-Quote..

Es spielten: Ziegler, Heinrich; Kögl (1), Göttlich (3), Konopa, G. Förg (1), Buck (2), J. Schüller (3), M. Schmid, N. Schmid, Rembold (1), Rennert (9/2), Grimm, Märkl (7/3)

BOL-DAMEN

Ganz wichtige Punkte brachte die „VfL-Zweite“ durch einen 25:17-Auswärtssieg vom direkten Konkurrenten BHC Königsbrunn 09 mit.
Damit bleibt der VfL mit 12:14-Punkten Siebter und darf verstohlen Richtung Mittelfeld blicken. Die Königsbrunnerinnen nützten die Chance durch einen Sieg aufzuschließen nicht, im Gegenteil sie sind nun vier Punkt hinter den Behm-Schützlingen. Zunächst einmal beruhigenden sechs Punkte trennen die Günzburger Damen von einem Abstiegsplatz.
Aus einer tollen Mannschaftsleistung ragten ein Routinier, nämlich die mal wieder kaum überwindliche Torfrau Janine Schuller und zwei Youngsters heraus: Die beiden Noch-A-Jugendlichen Theresa Galgenmüller in der Abwehr und Julia Ziegler im Angriff zeigten eindrucksvoll welch tolles Potential in ihnen steckt.
Die Günzburgerinnen dominierten die Begegnung von Anfang an, führten schnell 8:3 und bauten den Vorsprung bis zur Halbzeit auf 13:6 aus. Auch in der zweiten Hälfte zeigte das Team unbedingten Nichtabstiegswillen: Beim 13:23 auf der Anzeigentafel war der Vorsprung auf 10 Tore angewachsen und eine wichtige Entscheidung für den Saisonverlauf gefallen. Die Mannschaft kann erst einmal sorgenfrei Fasching feiern.

Es spielten: Ziegler (4), Betzler (3), Kleiber (1), Harder (2), Müller (5), Deutschenbauer (2), Lattka (3), Häussler (2), Rösch (2) und Stoll (1)

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