VfL Handball: Nachlese Seniorinnen + Senioren

Der Landkreis Günzburg ist kein gutes Pflaster für die Herrschinger Handballer, da nutzte auch die Weihnachtspause nichts. Setzte es im alten Jahr eine derbe 18:36-Niederlage beim TSV Hohen- und Niederraunau, so folgte am Sonntag eine 16:35-Klatsche beim VfL (Halbzeit: 16:7). Dabei bot der Herrschinger Keeper noch eine vorzügliche Leistung, wenn auch mancher freie Wurf, der immer erst von der ganzen Mannschaft hart erarbeitet werden muss von, ein wenig mehr Konzentration und weniger „Kunst“ verdient gehabt hätte.
Die Weinroten machten mit einer Leistung voller Handballfreude beste Werbung in eigener Sache. Da ihre aktuellen Konkurrenten um den Relegationsplatz – TV Immenstadt und TSV Ottobeuren – ihre Spiele verloren, sind die VfL-Handballer mit nur einem Punkt Vorsprung wieder alleiniger Zweiter.Nach einem spielfreien Wochenende folgt dann der Show-Down um die „kleine Bayernligachance“, wenn die Immenstädter als Dritter ihre Visitenkarte an der Donau abgeben. Es ist das wichtigste Handballspiel seit vielen Jahren in der alt-ehrwürdigen Rebayhalle.
Damit es dazu kommt, war dieser Sieg notwendig. Warum er so deutlich ausfiel, dass wissen nur die Handballgötter oder der „Starnberger Merkur“. Die jungen Günzburger hatten nach der Weihnachtspause natürlich richtig Handballlust. Der Rückraum, besonders Lucas Barthel bot eine phänomenale Leistung. Auch das regelgerechte Zupacken in der Abwehr bereitete nach der kurzen Handballabstinenz wieder richtig Freude. In der zweiten Halbzeit erzielten die Gäste, die wollten, aber irgendwie überhaupt nicht konnten, ihr erstes Feldtor im zweiten Durchgang in der 54. (!) Minute. Das kommt wahrhaft selten vor. Die Handballer vom Ammersee wirkten irgendwie müde. Ihr strenger Trainer Armin Herle, der frühere Bundesliga-Crack des MTSV Schwabing, meint es seinen die Anpassungsprobleme an die neue Liga. Außerdem wurde mit Basti Kircher ein Spieler wegen einer groben Regelwidrigkeit gleich für acht Spiele gesperrt, eine zugegebenermaßen ungewöhnlich drakonische Strafe im Handball. Dass die Spieler körperlich und geistig vom eigenen Dreikönigsturnier müde sein konnten, in dem es drei Niederlagen setzte, wollte der Übungsleiter nicht gelten lassen.
Der VfL vergab gleich zu Spielbeginn einige Chancen liegen, doch Abwehr und Torwart Patrick Bieber ließen „hinten“ nie etwas anbrennen. Die Vorentscheidung fiel als die Mannschaft um den zehnfachen Torschützen Raphael Groß erst von 6:4 auf 10:4 und dann von 13:7 auf 16:7 (Halbzeitstand) davon zog. Stephan Hofmeister konnte nach Belieben wechseln: Weder als Julian Nief in den Rückraum kam, noch als die gut gelaunten Spielmacher Nico Jensen und Lars Braun getauscht wurden, ging der taktischen Faden verloren. Selbst der Held der Hinrunde Patrick Bieber konnte zur Spielhälfte sorglos gewechselt werden. A-Jugendtorwart Patrick Rösch vernagelte seine „Sechs-Quadratmeter“ genauso wie sein Vorgänger.
Doch irgendwie machte es einem der Gegner an diesem Tag auch zu leicht, warum auch immer? Dem TSV Herrsching wünscht man beim VfL, dass er so schnell wie möglich den richtigen Schlüssel findet um das Schloss in die gewünschte Erfolgsrichtung zu drehen. Die letzten beiden Spiele spiegeln einfach nicht das wahres Leistungsvermögen der geschätzten oberbayrischen Handballfreunde wider..


Es spielten: Bieber, Rösch; Rothbauer (3), Konopa, Leix (1), Braun (4), Barthel (4), Groß (10/7), Jensen (4), Jäger (1), Nief (1/1), Geiger (2) und Hermann (5)
Damen 1
Ein gelungener Start ins Jahr 2016 bescherte den Handballdamen ein positives Ende der Landesliga-Hinrunde. In der Rebayhalle präsentierte sich der Tabelledritte, TSV Herrsching, nicht ganz als der erwartet starke Gegner. Gegen die Damen aus Oberbayern konnte ein 29:19 Sieg gefeiert werden. Allerdings verbesserte sich die Position in der Tabelle (fünf) nicht. Der dritte Platz ist aber nur zwei Punkte entfernt.
Beide Mannschaften begannen mit konzentrierter Abwehrarbeit und es dauerte fast fünf Minuten, bis das erste Tor fiel, das 1:0 für den VfL. Nun klappte es auch mit dem Torewerfen auf beiden Seiten. In den weiteren fünf Minuten konnten sich die Günzburgerinnen einen zwei Tore Vorsprung erarbeiten (6:4). Der Angriff lief im Vergleich zu den letzten Spielen wieder mit mehr Schwung. Nicht zuletzt trugen in dieser Phase die gelungenen Würfe von Cornelia Müller dazu bei. Bis zur Halbzeit taten sich die TSV Spielerinnen im Angriff gegen die prima aufgelegte VfL Abwehr und Lisa Gremmelspacher im Tor richtig schwer. Sie konnten nur noch drei weitere Tore erzielen. Dagegen konnte der Angriff der Hausdamen die regelmäßig erspielten Wurfpositionen in Tore ummünzen. Beständig nahm der Vorsprung bis zur Halbzeit auf 8 Tore zu (15:7).
Nach dem Pausentee zeigte sich weiterhin das gleiche Bild. Die Oberbayerinnen hatten kaum Mittel, die VfL Abwehr aus zu spielen. Und dahinter stand ja noch Lisa Gremmelspacher, die ihren Kasten bestens bewachte. Mit einer ordentlichen Angriffsleistung bauten so die Günzburger Mädels ihren Vorsprung bis auf 14 Tore in der 54. Spielminute aus (27:13). Danach ließ die Konzentration, Laufbereitschaft und vielleicht auch etwas der Einsatzwille der Gastgeberinnen nach, was die unermüdlich kämpfenden Herrschingerinnen noch zu einer Ergebnisverbesserung auf den Endstand von 29:19 nutzten. Nicht unerwähnt bleiben darf der Einsatz von Janine Schuller. Die Torfrau, „Aushilfe“ aus der Zweiten, hütete ab der 50. Minute das Tor und demonstrierte dabei ihre Fähigkeiten. Von der Bank weg hielt sie einen 7m, und wehrte weitere vier Minuten lang alle Würfe, auch aus guten Positionen, ab. Insgesamt war der Sieg auch in der Höhe voll und ganz verdient und hätte ohne das Nachlassen der Feldspielerinnen in den letzten Spielminuten noch deutlicher ausfallen können. „Mit unserer Abwehrleistung heute bin ich ganz zufrieden.“ meinte Trainer Markus Sandtner nach dem Spiel. „Auf der Torhüterposition waren wir heute wesentlich besser besetzt als der Gegner. Auch unser Angriff läuft wieder besser. Meine Mädels haben doch einiges umgesetzt, was wir in den letzten Wochen trainiert haben. Das hat im Spiel funktioniert und auch zum Erfolg beigetragen.“

Es spielten: Lisa Gremmelspacher, Janine Schuller (TW), Franziska Aust (2), Judith Deutschenbauer (5), Annelie Galgenmüller (4), Catherina Harder, Evelyn Jorga (1/1), Patricia Kubasta (2), Ardiana Merditaj (3/2), Cornelia Müller (6), Sandra Schaaf (4), Daniela Stoll, Tanja Stoll (2)



Männer 2

Auch für einen Nichtabstiegskandidaten ist eine 19:34 (9:18)-Auswärtspleite eine ganz bittere Pille. Doch müssen die Verhältnisse auch richtig eingeordnet werden um das einzige Ziel: Nichtabstieg nicht aus den Augen zu verlieren. Der TSV Schwabmünchen fand nach einem harten Dezember zwischen den Jahren wieder zurück zur Normalform und wurde am Sonntag seinen Ansprüchen
um die Meisterschaft zu spielen voll gerecht. Außerdem hatte die Günzburger „Erste“ bis zur letzten Saison noch selbst große Probleme den TSV zu besiegen, da erklärt es sich schon leichter, dass es diesmal nur bis zum 2:2 eine Begegnung auf Augenhöhe war. Dann bestraften die schnellen Gastgeber jeden noch so kleinen Fehler mit einem Gegenstoßtor. Der 6:0-Lauf zum 8:2 rückte die Leistungsverhältnisse an diesem Tag schnell zurecht. Bis zur 18:9-Halbzeit hielt man irgendwie mit, das Spiel war aber vorentschieden.
Auch die guten Vorsätze der Halbzeitbesprechung konnten nicht in die Handballtat umgesetzt werden. Lediglich Steve Rennert, der schon immer wusste, dass er Rückraumbomber ist, überraschte seine Trainer mit einigen schönen Toren aus der Distanz. Die Spieler mühten sich gegen die Übermacht, die deutliche Niederlage konnten sie an diesem Tag nicht aufhalten. Kein Nichtabstiegskandidat wird gegen den TSV Schwabmünchen in dieser Form gewinnen, deswegen ist alles kein Beinbruch. Punkte müssen gegen andere geholt werden. Peter Kees und Harald Jekel sind erfahren genug ein solches Ergebnis ertragen zu können und das Team ohne jeden Knacks wieder auf wichtigere Aufgaben einzustellen.

Es spielten: Ziegler, Rieger; D. Röllig (2), Kögl (1), N. Schmid (1), M. Förg, S. Schüller (9/6), M. Schmid, Rennert (6), G. Förg, U. Röllig und Konopa

Junioren
A Jugend


Nachbericht: A - Junioren Bayernliga HC Erlangen : VfL Günzburg


Ohne Cheftrainer Hofmeister, Spielmacher Lars Braun und Torwart Patrick Rösch, die alle zeitgleich bei der Ersten im Einsatz waren, gelang dem tapferen Rest ein vorher in der Höhe nie für möglich gehaltener Sieg bei der HG Erlangen. 21:33 (9:13) stand auf der Anzeigentafel der Karl-Heinz-Hirsemannhalle. Der Günzburger A-Jugend, die am Aufstiegsprojekt der Männer großen Anteil hat und immer bereitwillig dafür Personalopfer bringt, gelang in der Runde, was den Franken nie gelang. Zwar waren auch die Weinroten nach dem Nichtaufstieg in die Bundesliga enttäuscht, doch sie wischten sich den Mund ab, und nahmen die Herausforderung Bayernliga mit ganzem Handballherz an. Physio Hans-Peter Beer, Betreuer Martin Mendle und vor allem Trainer-Guru Karl-Heinz Schweiger fanden genau die richtigen Worte, die
das Team an diesem Sonntag noch enger zusammenrücken ließ. Gestützt auf eine eifrige Abwehr um den starken Torwart Mendle war zur Halbzeit ein 13:9- Vorsprung herausgespielt.
Die Vorentscheidung fiel, als die Schwaben von 11:16 auf 11:20 auf und davon zogen.
Das Husarenstück war durch einen homogenen Auftritt auf den Weg gebracht. Valentin Göttlich und Dennis Bauder lösten das Spielmacherproblem, Kai Thieringer verlieh der Deckung die notwendige Stabilität. Und immer wenn ein Tor gebraucht wurde, hauten besonders die JBLH-erfahrenen Akteure Pascal Buck und Jonas Lehr auch eines ins stark beanspruchte Erlanger Gebälk. Star an diesem Tag war nicht der einzelne, sondern ein starkes Team, das eine schwierige Personalsitution toll bewältigte.
Es spielten: Mendle, Bauder (3), Guckler (3), Buck (7), Ahrens (1), Walter (2), Thieringer (3), Lehr (8/4), Hermann (2) und Göttlich (4).

C Jugend
Nachbericht: C - Junioren Bayernliga VfL Günzburg : TSV Allach 09

C-Jugend Bayernliga VfL Günzburg - TSV Allach 19:24


Es war alles angerichtet für ein sonntäglich-feines Handballmenü für die Günzburger C-Jugend. Mit dem TSV Allach
trat der Tabellenerste an, man hatte sich in der Winterpause bei 2 Turnieren Selbstbewußtsein erarbeitet und das Spiel
fand in der vertrauten heimischen Umgebung statt, also alles Voraussetzungen dafür, dem Favoriten möglichst ein Bein
zu stellen und die Punkte in Günzburg zu behalten.
So starteten die Weinroten mit 1:0 in die Partie, doch wie des öfteren in dieser Saison wurden die Vorgaben des
Trainergespanns um Robs Mayer nur bedingt eingehalten oder umgesetzt und eh man sich versah konnten die Gäste aus
der Landeshauptstadt den Spieß umdrehen und auf 2:6 davonziehen. Erst danach fingen die Günzburger erneut an,
sich auch mental aufs Parkett zu begeben, durch gute kämpferische Leistung und auch ein paar spielerische Glanzlichtlein
schaffte man den 7:7-Ausgleich und konnte auch bis 1 Minute vor Schluß mit 9:9 am Gegner dran bleiben. Doch
technische Fehler und unerklärliche Aktionen kippten dieses Ergebnis und man ging mit einem 9:11- Rückstand
in die Pause.
In die zweite Halbzeit startete das weinrote Ensemble dann wieder wie am Anfang, man überließ dem Gegner die
initiative und das Feld und schwuppdiwupp stand es 9:13. Robs Mayer stellte daraufhin die Angriffsformation um,
die Günzburger spielten daraufhin mit mehr Druck und oh Wunder, auch die abwehrstarken Allacher gerieten in
Bedrängnis, die Günzburger glichen erst aus zum 13:13 um dann sogar ihrerseits mit 17:15 in Führung zu gehen, da
waren noch ca. 10 Minuten zu spielen. Anstatt nun die Zügel in der Hand zu behalten und geduldig die Angriffe auszuspielen, wurden unnötige Würfe genommen und technische Fehler begangen, das mühsam Erarbeitete zerrann zwischen den Fingern, die Allacher drehten das Spiel erneut, über 17:17 und 18:21 konnten sie sich einen letztendlich
verdienten 24:19-Sieg sichern.
Als Fazit bleiben 2 Fragen übrig, die erste zunächst an die Günzburger Mannschaft gerichtet, hier stellt sich die Frage,
wieso man Aktionen und Handlungen, die erfolgreich sind, oft nur einmal durchführt. Hier sollte eher die positiven
Ergebnisse dieser Handlungen dazu dienen, vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu bekommen und dann durch mehrfache
Wiederholungen konstant gute Ergebnisse über 50 Minuten zu erzielen, anstatt durch hohe Energieleistungen Berg- und
Talfahrten auf dem Spielfeld zu absolvieren. Die zweite Frage ist darüberhinaus, wieso bei einem C-Jugend-Bayernligaspiel
nur ein Schiedsrichter eingeteilt wird, der hier durch die speziellen Vorgaben in der Spielform und die andererseits
schnelle Spielweise unter höchster Konzentration agieren muß.

Für den VfL spielten: Fabio Bruno und Martin Freund im Tor, Frieder Bandlow 4, Michael Stoldt, Stefan Haas 1, Leon Guckler, Louis Dück 3, Fabian Hößler 3, Alexander Jahn 1, Jan Schuller und Tim Kaulitz 7

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