VfL Handball: Nachlese Seniorinnen + Senioren

Unsere Handballfreunde von der HSG Würm-Mitte verlangen uns alles ab - überragende Torhüter und Abwehrspieler prägen den Nervenkrieg

Die HSG Würm-Mitte und der VfL Günzburg schätzen sich. Beides sind sehr breit aufgestellte südbayrische Handballgrößen. Besonders die Mädchenmannschaften haben sich in den letzten Jahren heftig, aber fair duelliert. Da ist das gemeinsame wunderbare JBLH-Jahr. Abteilungsleiter Armin Spengler spielte zusammen mit dem HSG-Teammanager Wolfgang Simnacher in der VfL-Jugend. Einige seiner Schulfreunde schauten vorbei. Trainer Alexander Kuttig tauscht mit Stephan Hofmeister Videos...

Man spürte die ganze Woche Handballvorfreude auf ein fetziges Spiel mit sportfreundschaftlichen Ausgang. Es hätte ein 35:32 oder ein 40:38 werden sollen.
Heraus kam beim 23:20 (9:7) eher Magerkost - das Apres-Handball stimmte immerhin, so wird berichtet. Der VfL Günzburg legte los wie die Freiwillige Feuerwehr Günzburg, aus einer beweglichen Abwehr heraus wurde mit höchstem Tempo zum Gegenstoß gespielt. Lars Braun, der diesmal anfangen durfte verteilte die Bälle im Highspeed. Doch dieser HSG-Torwart Gerrit Hombrink vernagelte von Anfang an sein Tor und zeigte wer an diesem Abend neben Hausmeister Ali Widmann Herr in der Halle war. Irgendwann viel später sollte der Gästekeeper hintereinander zwei "Freie" vom sehr präsenten "Industriegebiet Jäger" parieren, zunächst brachte er aber erst einmal Julian Rothbauer, Niko Hermann und die Halbspieler schier zur Verzweiflung. Es nützte Lucas Barthel und Andi Konopa nichts, dass sie eine hoffnungsvolle Trainingswoche hinter sich gebracht hatten. Ihnen gelang, obwohl der Einsatz stimmte, kein Treffer an diesem Tag. Bei Andi Konopa könnte es Übertraining gewesen sein, verdoppelte der Ehrgeizige die Trainingsanzahl doch zuletzt.

Günzburg legte eines vor, die Gäste glichen aus, der Torwart hielt. Beim 4:5 nach einer Viertelstunde vergeblichen Tempohandballes führte der Gast das einzige Mal. Aber auch der VfL entwickelte von Anfang an Helden: Es war jeder einzelne Verteidiger und erneut Torwart Patrick Bieber, der die wenigen Fehler seiner Vorderleute teils routiniert, teils spektakulär ausbügelte. Ab dem 6:5 hieß es bis zum Spielende wegen des Abwehrvorteiles immer "Advantage Günzburg". Beim 9:7 wurde gewechselt.

Obwohl sich der anwesende Nikolaus bereit erklärte die Halbzeitbesprechung mit seiner Rute mitzugestalten, blieb Trainer Hofmeister diesmal ruhig. Denn neben dem scheinbaren Nichtangriffspakt beider Mannschaften, stand für ihn fest: Es war die beste Abwehrleistung der gesamten Saison, so was darf man wegen "ein paar" Fehlwürfen nicht kaputt reden. Und er vertraute seinen Angreifern.

Doch das Spiel änderte sich nicht, außer dass nun beider Abwerhrreihen etwas unaufmerksamer wurden. Im Zentrum standen die ausgezeichneten Torhüter. Nico Jensen fand von allen Rückraumspielern als einziger den richtigen Schlüssel um das Tor der Oberbayern immer mal wieder von "hinten" aufzuschließen. Außerdem zeigte Raphael Groß, der in der ersten Hälfte auch ein paar Fahrkarten zog, sein unfassbares Nervenköstum als er von allen noch so schwierigen Positionen und immer wieder mit Eiseskälte vom Siebenmeterpunkt einnetzte. Beim 18:14 und 19:15 hoffte der stressgeplagten VfL-Fans endlich auf einen gemütlichen zweiten Advent. Das war zu früh auf den Glühwein gefreut. Das Spiel geriet noch einmal auf des Messers scharfe Scheide. Denn der Gast, der aufgrund vieler Verletzter und Hallenproblemen zuletzt in Abstiegsnähe gerutscht ist, kämpfte verzweifelt und dann wieder dieser Gerrit Hombrink. 20:19 und 21:20. Daniel Jäger machte den Sack zu an diesem Nikolaustag. Das 23:20-Endergebnis spiegelt den ganzen Kampf.

Trainer Hofmeister war mit seiner Mannschaft dennoch zufrieden. An diesem Tag zählte der Kampf und Stressresistenz, diese Herausforderung haben die VfL-Youngsters angenommen. Mittlerweile wollen die Jungs keinen Schönheitspreis mehr, sondern gewinnen. Wichtig im Aufstiegskampf.




Es spielten: Bieber, Rösch; Rothbauer (1), Konopa, Geiger (3), Leix, Braun (2), Barthel, Groß (7/2), Jensen (5), Hermann, Jäger (4) Nief (1) und Lehr.



Damen 1
Nur die erste Viertelstunde mitgehalten
Die HSG Würm-Mitte zeigte sich in der Rebayhalle als der erwartet starke Gegner. Die Handballerinnen des VfL konnten nur die ersten Minuten ausgeglichen gestalten und ließen in der zweiten Halbzeit deutlich nach. Ein überdeutliches Ergebnis von 19:39 zeigte die Anzeigetafel nach 60 Minuten.
Gleich beim Abtasten in den ersten Minuten waren die Spielerinnen beider Mannschaften hellwach und legten sofort ein temporeiches Handballspiel an den Tag. Das erste Tor erzielte Tanja Stoll für den VfL. Dies sollte jedoch die einzige Führung der Gastgeber bleiben. Die ersten 15 Minuten waren in einem guten Landesligaspiel ausgeglichen und konnten die VfL Akteure auch ergebnismäßig entsprechend gestalten (7:7). Danach taten sich die Gastgeber mit ihrem Angriffsspiel aber immer schwerer. Die Abwehr der HSG agierte äußerst konzentriert und flott und kam nun mit ihrem schnellen und sicheren Spiel, seien es Tempogegenstöße, zweite Welle oder auch im gebundenen Spiel mit immer kürzeren Angriffen zu Torerfolgen. Auch die HSG-Linksaußen war kaum zu halten. In der 17. Minute wollte Trainer Markus Sandtner mit einer Auszeit die VfL Mädels wieder in die richtige Spur bringen, was aber auf dem Spielfeld kaum Wirkung zeigte. Zur Pause stand schon ein klarer Rückstand an der Anzeigentafel (11:17).

Mit frischem Schwung kam der Gastgeber aus der Pause. Wieder etwas konzentrierter in der Abwehr mangelte es aber an der Spielweise im Angriff. Ungenaue Pässe und mangelhafte Anspiele spielten den Gästen optimal in die Karten. Sie nutzten die Fehler mit schnellen und fast immer erfolgreichen Angriffen zum Gegentor. Trainer Markus Sandtner versuchte nach 40 Minuten mit einer Auszeit und der Umstellung von der 3:2:1 Abwehrformation auf einen 6:0 Deckungsverband die Toreflut der Würm-Mannschaft einzudämmen. Aber die technischen Mißgeschicke im Angriff häuften sich trotzdem immer mehr und verunsicherte die VfL Spielerinnen noch weiter. Und so konnten die Gäste ihr munteres Torewerfen bis zum Schlußpfiff fortsetzen.


Es spielten: Lisa Gremmelspacher (TW), Franziska Aust (2), Judith Deutschenbauer (4), Annelie Galgenmüller (2), Catherina Harder (1), Evelyn Jorga (1), Patricia Kubasta (2), Melissa Matthes (1), Cornelia Müller (1), Sandra Schaaf, Daniela Stoll (1), Tanja Stoll (4/1)


Männer 2 + Damen 2
Herren II halten die HSG Lauingen-Wittislingen im Abstiegskampf - Spitzenreiter Wertingen zu stark für Damen II
BOL-Damen

Spitzenreiter TSV Wertingen wurde seiner Favoritenrolle gerecht und entführte mit 21:28 (9:14) beide Punkte aus der Rebayhalle. Bis zum 7:8 war es ein munteres Hin und Her, welches das Zukunftspersonal der jungen VfL-Damen herrlich herausstrich. Dann aber übernahmen die Gäste um die dominanten Karo Sailer und Lisa Beutmiller das Heft des Handelns. Das Halbzeitergebnis von 9:14 spiegelte die Kräfteverhältnisse.

Auch wegen eigener Abschlussschwächen - u. a. vergab die Landesligareserve fünf Siebenmeter - geriet der VfL zu Beginn der zweiten Hälfte ein wenig unter die Räder. Weinrote Kampfkraft verhinderten aber einen zu hohen Rückstand. Mit dem Endergebnis konnten beide Teams gut leben. Trainer Wolfgang Behm stellte seinem Team kämpferisch gute Noten aus. Wenn das so bleibt, gibt es bald wieder Punkte.

Es trafen: Ziegler (1), Deutschenbauer (3), Kleiber (4), Rösch (3), Kohler (3), Zach (1) und Betzler (6)


BOL-Männer

Drunter und drüber geht es aktuell in der BOL: Sechs Teams kämpfen in drei Punkten Abstand um den einen Landesligaaufstiegsplatz. Der TSV Aichach und der SCI bilden das Mittelfeld. Die restlichen Vier spielen um den Nichtabstieg. In dieser Gruppe gelang dem VfL beim 34:28 (16:15) ein wichtiger Sieg gegen die HSG Lauingen-Wittislingen. Bei einem HSG-Sieg wären die Gäste ins Mittelfeld abgebrochen - auch für die Moral des tapferen VfL-Teams war der Sieg mehr als zwei Punkte wert.

Im Tor ersetzte A-Jugend-Keeper Dennis Mendle mit einer ausgezeichneten Leistung Stammtorwart Dominik Ziegler. Bis zum 8:8 hatten die Gäste um Torwart Christopher Hauf, der beim VfL das A-Jugend-Bundesligator mit hütete, meist knapp die Nase vorn. Dann übernahm der VfL das Spieltempo. Gut tat dabei die Einwechslung von Raphael Groß aus der Ersten, der zwar schwer mit dem Harzverbot zu kämpfen hatte, die Mannschaft aber mit seinem Tempo mitriss. Schnell stand es 13:10. Die VfL-Fans spürten trotz des knappen 16:15 die Gewinnchance.

Mit großem Kampfgeist baute die verschworene VfL-Gemeinschaft in der zweiten Hälfte ihren Vorsprung nach und nach aus. Es waren deutlich mehr Kreisanspiele als zuletzt zu sehen. Nico Schmid ging immer wieder dahin, wo es richtig weh tat und Julian Schmid, vor allem aber Steve Rennert überraschten den starken Lauinger Torwart immer wieder mit Kunstwürfen aus dem Rückraum. Beim 30:24 war eine Vorentscheidung gefallen, auch wenn es in der BOL nie ohne Schlusshektik geht. Das 34:28 war gerecht und eröffnet dem VfL wichtige Nichtabstiegschancen. Trainer Harald Jekel war rundum zufrieden mit seinen Kämpfern. Die Aufstellung war auch ein Dokument der guten Zusammenarbeit zwischen A-Jugend, "Zweiter" und "Erster":

Es spielten: Frey, Mendle; Röllig (3), Kögl, N. Schmid (5), S. Schüller (4), J. Schüller (5), M. Schmid (1), Märkl, Rennert (7), Groß (3), Grimm (4), Förg (2) und Konopa


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