VfL Handball: Nachlese Seniorinnen + Senioren

Mit 19:26 (7:11) entledigten sich die VfL-Youngsters ihrer Pflichtaufgabe und entführten beiden Punkte aus der Friedberger Sporthalle. Einen Schönheitspreis gewannen sie dabei nicht, bewiesen aber Biss und Steherqualitäten in den Phasen als das Spiel zu kippen drohte. Zunächst trauten die zahlreich mitgereisten Fans um VfL-Vorstand Walter Hirsch wohl ihren Augen nicht: 0:5 prangte es herrlich, fast weinrot, von der Anzeigentafel. Sollte die VfL-Gala vom Ottobeurenspiel einfach so weiter gehen? Doch das Ergebnis täuschte, der Friedberger Spielrhythmus geduldig auf die eigene Chance zu warten, schmeckte den Günzburgern die ersten 30 Minuten überhaupt nicht. Es war Torwart Patrick Bieber, der ehemalige Friedberger Drittliga-Torwart, der den gewaltigen Unterschied ausmachte. Er vernagelte erneut sein Tor. Im Angriff bot in der Anfangsviertelstunde Julian Nief mit zwei herrlichen Treffern eine starke Leistung.

Dann war das Pulver im Angriff erst einmal verschossen. Eigene Ungeduld, mangelnder Zug zum Tor und ständig wechselnde Über- und Unterzahlverhältnisse in einem sehr fairen Spiel lähmten den Angriffsfluss. Der TSV holte auf: Beim 6:8 war Schlagdistanz erreicht. Daniel Jäger setzte nun trotz schmerzhafter Schulterverletzung wichtige Akzente. Beim 6:11 war der alte Abstand wieder hergestellt. Mit 7:11 ging es in die Kabinen. Eigentlich ein Grund gerade auswärts zufrieden zu sein. Doch der große Ehrgeiz im Team kann auch ein Problem sein, das Spiel war zu weit von Idealvorstellungen enfernt. Spieler und Trainer waren nicht zufrieden mit sich und der Handballwelt. Ein Fehler - Freude über das Ergebnis wären angemessen gewesen.

So wurde alles noch zäher. Spielen muss nämlich Spaß machen.Die Herzogstädter kamen auf 12:13 heran. Hier ging ein Ruck durch das Team, die Abwehr schloss sich nun und vorne fand die an diesem Tag durchschlagskräftigste Rückraumformation Andreas Konopa, Nico Jensen und Raphael Groß immer wieder Lücken oder zog endlich beherzt aus der Distanz ab. Die Günzburger führten in der Folgezeit immer mit zwei bis vier Toren. Entscheidungsreife war beim 18:20 als der VfL auf 18:24 davon zog. Das 19:26 war ein leistungsgerechtes Ergebnis gegen einen unangenehmen und kampfstarken Gegner. Ein Blick auf die Tabelle und stolze 15:1-Punkte nach einem 0:4-Punkte-Saisonstart sind ein guter Grund zur Zufriedenheit. Das perfekte Spiel gibt es nicht, es zählen nur die Punkte und hier hat die Mannschaft trotz sehr unterschiedlicher Aufgabenstellungen zuletzt fast alles richtig gemacht.

Es spielten: Bieber, Rösch; Rothbauer (1), Lehr, Konopa (5), Geiger (2), Leix, Barthel (2), Braun, Groß (5/1), Jensen (6), Hermann (1); Jäger (2) und Nief (2)


Damen 1
Obwohl, oder gerade weil der VfL Günzburg als klarer Favorit ins Spiel ging, begann es sehr hektisch und so verwandelte die Heimmannschaft schon zwei Siebenmeter bevor in der siebten Minute für den VfL das erste Tor fiel. Danach konnten die Legostädterinnen ausgleichen. Die Gundelfingerinnen legten immer wieder ein, zwei Tore vor und die VfL- Mädels zogen nach.. Das Günzburger Spiel war aber weiter geprägt von vielen Fehlwürfen, Ballverlusten und technischen Fehlern, so dass die Gundelfingerinnen einen 5:1-Lauf hatten und beim Stand von 11:7 in die Pause gingen.
Nach der Pause keimte Hoffnung auf, als Tanja Stoll drei blitzsaubere Rückraumtore erzielte. Aber das Fehler behaftete Spiel setzte sich fort und die Gundelfingerinnen konnten trotz harter Abwehr nicht gestoppt werden. Diese brachte der gut agierenden Günzburger Kreisspielerin sogar die dritte Zwei-Minuten-Strafe ein.
Der Günzburger Damenmannschaft muss zu gute gehalten werden, dass sie sich nie aufgab. In den letzten zehn Spielminuten zeigten sie so viel Kampfgeist und Siegeswillen, dass sie doch noch einen Punkt mit nach Hause nehmen konnte. Auch konnte der dritte Tabellenplatz gehalten werden.
Die Trainer waren natürlich mit der Spielweise nicht zufrieden, aber Co-Trainer Reinhard Müller meinte „das Spiel spiegelt nicht den derzeitigen Leistungsstand der Mannschaft, aber ein Derby hat seine eigenen Gesetze.“
Es spielten: Gremmelspacher (TW), Spreuer (TW), Aust, Deutschenbauer (2), Galgenmüller (2), Harder (1), Jorga (4/2), Kubasta, Merditaj (6/3), Stoll D., Stoll T. (3), Schaaf

Männer 2 + Damen 2
Damen gewinnen beim TSV Schwabmünchen - Männer verlieren beim TSV Aichach
BOL-DAMEN:
Mit einer ganz feinen Leistung gelang den Schützlingen von Trainer Wolfgang Behm beim Tabellenvorletzten TSV Schwabmünchen mit 21:28 (14:14) ein echter Befreiungsschlag. Der Aufsteiger befindet sich nun in einem breiten Mittelfeld und hat sich zu den Tabellenschlusslichtern ein kleines Puffer erarbeitet. Die ersten drei Treffer erzielte der VfL, dann entwickelte sich bis zum 20:21 ein Kampf auf Biegen und Brechen. Da Julia Ziegler "kurz" gedeckt wurde und mit Annika Betzler und Melissa Matthes zwei Spielerinnen verletzt vorübergehend ausfielen, war die Partie taktisch schwierig. Doch die Abwehrfestung um eine starke Torfrau Janine Schuller hielt und vorne wuchs Ina Deutschenbauer über sich hinaus. Das Spiel kippte endlich. Von 20:23 auf 20:26 fiel die Vorentscheidung. Das 21:28 ging im VfL-Jubel erst unter und wurde dann gefeiert. Selbst Trainer-Papa Wolgang Behm trief es noch in die Günzburger Innenstadt.

Es spielten: Ziegler (4), Betzler (4), Matthes (3), Deutschenbauer (5), Häusler (2), Rösch (1), Kohler (3), Karakurt (2) und Zach (4).
BOL-HERREN:
Nach dem 29:20 (17:13) beim TSV Aichach befindet sich die Günzburger Reserve fest im Abstiegskampf. Drei Mannschaften stehen mit vier Pluspunkten am Tabellenende: Der SV Mering, der VfL und der TSV Hohen- und Niederraunau II - in Reichweite: die HSG Lauingen-Wittislingen mit sechs Pluspunkten. Bei den Handballern aus der "Lego-Stadt" fehlten Torgarant Manni Grimm, Routinier Philipp Rembold und Shooter Stefan Märkl konnte wegen Schulterproblemen nur bis zur 32. Minute mitwirken. Die aggressive oberbayrische Deckung war in der ersten Hälfte nur schwer zu überwinden. In der zweiten Hälfte bügelte Torwart Martin Frey so manchen Fehler seiner Vorderleute aus, da aber der Angriff zu viele klare Chancen vergab, kam es trotz aller Bemühungen zu keiner Resultatsverbesserung. Stärkste Feldspieler an diesem Tag waren Steve Rennert und Sebastian Schüller. Am wichtigsten wird sein, dass die Mannschaft ihre Gelassenheit nicht verliert. Beim VfL wusste man, dass das erste BOL-Jahr schwer werden würde. Wenn dann noch gewichtige Ausfälle dazu kommen, dann ist ein Sieg gegen eine "Erste" eines Traditionsvereines wie dem TSV Aichach, der Jahre-lang in der Bayernliga spielte, eben schon ein kleines Handballwunder, dass sich nur sehr, sehr selten verwirklichen lässt. Also wird erst einmal der Mund sauber abgewischt und dann optimistisch weiter gemacht.

Es spielten: Ziegler, Frey; Rennert (7/3), S. Schüller (6/2), Konopa (2), J. Schüller (1), Märkl (1), G. Förg (1), M.Förg (1), D. Röllig (1), Kögl, M. Schmid, N. Schmid und U. Röllig.




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