VfL Handball: Nachlese Seniorinnen + Senioren

Ohne die vielen mitgereisten, lautstarken Fans, unglaublicher Kampfkraft und dem Bieber hätte das nicht geklappt
Nach einem packendem Kampfspiel, in dem beider Abwehrreihen im Focus standen und viele Fehler im Angriff provozierten, trennten sich die beiden Aufsteiger VfL Günzburg und Gastgeber ASV Dachau mit 24:24 (9:13). Die zahlreichen mitgereisten VfL-Fans durchlebten ein Wechselbad der Gefühle, wähnten sich auch dank eines überragenden Torwartes Patrick Bieber lange auf der Siegerstraße, führten mit bis fünf Toren, verloren komplett den Angriffsfaden und schienen beim 24:23, der zweiten Dachauer Führung nach dem 1:0 jäh und bitter mit leeren Händen heimfahren zu müssen. Doch Christian Geiger, der einen Angriff davor noch vergab, holte einen Siebenmeter heraus, den ein gewohnt nervenstarker Raphael Groß sicher verwandelte.

Die herrliche Handballschlacht begann mit hoher Günzburger Gegenstoßbereitschaft. Da die ersten Würfe ihr Ziel verfehlten, führte der ASV Dachau, der munter seine Deckungssystemen wechselte und damit anfangs selbst überhaupt nicht zurecht kam, wie schon erwähnt mit 1:0. Über ein 1:3 kam der Schwäbische Handballexpress besser ins Laufen. Erst meist mit kleinen Vorteilen, dann vom 7:7 auf auf 7:11 mit viel Fahrt, auch weil Patrick Bieber seine "Sechs-Quadratmeter" mit ordentlich "Torwart" zunagelte. Das Halbzeitergebnis auf der Anzeigentafel von 9:13 schien Zwischenstation auf dem Weg zum zweiten Auswärtssieg.

Das täuschte wie wir vom Olymp des Rückblicke heute schlau wissen.

Das Spiel wurde dann nämlich hektischer. Zum einen lag das an den dominanten Abwehrreihen, zum anderen setzte es in der zweiten Hälfte beidseitig insgesamt acht Zeitstrafen durch die gut leitenden Schiedsrichter. Für den VfL sind Unterzahlverhältnisse ein arges Organisationsproblem, weil nur wenige Spieler, darunter drei Kreisläufer das so wichtige Abwehrzentrum aufrecht erhalten können. Schnelle Auswechslungen, oft im Zwei-Minuten-Takt, häufige Unter- und Überzahlverhältnisse, dazu abwechslungsreiche ASV-Defensiven belasteten den notwendigen "ruhigen Spielaufbau". Beim 15:19 bröckelt die schwäbische Handballvorherschaft in Oberbayern. Beim 18:19 war alles wieder offen. Beim 20:20, 22:22 und 23:23 war die "verdammte" Spannung kaum zu ertragen. Das junge VfL-Team leistete sich nun arge Angriffsschnitzer, warf aber alle Handballleidenschaft in die Waagschale und kämpfte mitreißend. So kam es dann trotz der zweiten Dachauer Führung (24:23) in der Schlussminute noch zum Siebenmeterausgleich, so wurde der letzte Dachauer Angriff nieder gerungen und so erkämpfte sich der überragende Daniel Jäger eine letzte Durchbruchschance. Den fälligen direkten Freiwurf verwandelte Lucas Barthel knapp nicht. Über 60 Minuten vielleicht ein verlorener Punkt - er wurden der Schlussphase aber auch redlich erkämpft. Das wurde im Bus völlig zurecht gefeiert.

Es spielten: Bieber, Mendle, Rothbauer (1), Konopa (2), Geiger (3), Braun (3), Jensen (2), Hermann (3), Jäger (5), Barthel (2), Nief und Groß (3/2).

Damen 1
Das Turnier der dritten Runde im Molten-Pokal endete ohne Überraschung - der Bayernligist HG Zirndorf zieht in die nächste Runde ein. Mit einem Kantersieg (19:38) bezwangen die VfL Damen im ersten Spiel den Gastgeber HC Weiden problemlos. Im Endspiel gegen Zirndorf hielten die Schwaben trotz äußerst schmalem Kader mit dem Bayernligisten sehr gut mit und verloren das Spiel mit 24:21.
Mit nur 7 Feldspielerinnen und 2 Tordamen reiste die VfL Mannschaft zum Turnier nach Weiden. Gleich zu Beginn des ersten Spiels gegen Gastgeber Weiden zog sich Cornelia Müller am rechten Sprunggelenk eine schwere Bänderverletzung zu. Es war sofort klar, dass sie nicht weiter eingesetzt werden konnte. Deshalb mussten alle Feldspielerinnen die restlichen 117 Spielminuten des Turniers durchspielen.
Die Oberpfälzerinnen - sie spielen in der Oberliga Ostbayern - begannen engagiert und motiviert. Und gingen gleich in Führung. Nach den ersten Spielminuten aber hatten sich die VfL Akteure an Ball und Gegner gewohnt und der Klassenunterschied wurde sichtbar. Die Oberpfälzerinnen brachten die nächsten 12 Minuten keinen Ball im Tor unter, die Günzburgerinnen dagegen fanden problemlos die Lücken in der Abwehr des HC. Annelie Galgenmüller am Kreis konnte immer und immer wieder angespielt werden und Judith Deutschenbauer auf der rechten Halbposition nutzte mehrmals den Platz auf ihrer Seite zum Torerfolg. Der 2 Tore Rückstand (3:1) wandelte sich binnen 10 Minuten in einen 8 Tore Vorsprung (3:11). Ohne Übermäßige Anstrengung erhöhten die VfL Mädels ihren Vorsprung immer weiter. Zur Halbzeit stand es 9:19 und nach 60 Minuten 19:38.

Der zweite Gegner, Zirndorf, war ein ganz anderes Kaliber. Zirndorf bezwang zuvor Nabburg/Schwarzenfeld - Landesligist der Nordstaffel - mit 39:13. Von Anfang an zeigte sich, dass die Schwäbinnen nun einer ganz anderen Abwehr gegenüber standen und das Tore werfen nicht so leicht sein würde. Allerdings hatten die HG Spielerinnen mit der glänzend aufgelegten, im 3:2.:1 System spielenden VfL Abwehr, auch ihre Schwierigkeiten. Dazu kam eine bravourös haltende Lisa Gremmelspacher im Tor. Obwohl torarm (2:2 nach 10 Minuten) entwickelte sich ein schönes Handballspiel gleichwertiger Gegner. Kleine Fehler im Günzburger Angriff ermöglichten nach 15 Minuten den HG Spielerinnen immer wieder Tore per Tempogegenstoß. Mit einem 4 Tore Lauf konnten sie auf 7:3 erhöhen. Wer nun dachte, für den Bayernligisten sei die Partie gelaufen, der hatte sich ganz schön getäuscht. Mit gelungenen Anspielen an den Kreis konnte sich Annelie Galgenmüller immer wieder durchsetzten und es gab, falls der Ball nicht im gegnerischen Kasten landete, oft genug einen 7m Strafwurf. Mit konsequentem Zurücklaufen wurden auch die Tempogegenstöße der Zirndorferinnen in Schach gehalten und die VfL Mädels holten Tor um Tor auf. In der 25. Minute warfen sie das Unentschieden (10:10) und konnten mit einer 2 Tore Führung (11:13) in die Kabine zum Pausentee gehen. Die zweite Halbzeit startete mit 2 Toren der Zirndorferinnen zum Gleichstand. Doch so langsam zeigte sich der Kräfteverschleiß in der VfL Mannschaft, mit der Folge, dass vom Rückraum zu oft versucht wurde, die Kreisläuferin anzuspielen. Die Frankenabwehr hatte sich darauf eingestellt und kam mit Tempogegenstößen, erster und zweiter Welle immer wieder zum Torerfolg, trotz überragend haltender Lisa Gremmelspacher im Tor. Die Günzburgerinnen - zwischenzeitlich in einen 5 Tore Rückstand geraten (21:16) - mobilisierten die letzten Kräfte und konnten bis zum Schluss nochmals etwas aufholen. Das letzte Tor zum 24:21 erzielte Evelyn Jorga Sekundenbruchteile vor dem Abpfiff. Die neutralen Weidener Handballfans auf den Zuschauerrängen honorierten die Leistung der beiden Mannschaften. Sie sahen ein klasse Handballspiel und waren so begeistert, dass sie den vermeintlichen „underdog“ - Günzburg -lautstark anfeuerten.

Nach den Spielen war Trainer Markus Sandtner begeistert: „Falls es Leute in Günzburg gibt die kein Fan von den Damen sind...wenn sie die Leistung heute gesehen hätten wären sie es jetzt! Ihr Wille war wirklich beeindruckend.“.

Es spielten: Lisa Gremmelspacher, Simona Machalova (TW), Franziska Aust (7), Judith Deutschenbauer (12), Annelie Galgenmüller (22/7), Evelyn Jorga (10/3), Patricia Kubasta (4), Cornelia Müller, Sandra Schaaf (4)




Männer 2 + Damen 2

Damen zeigen zwei Gesichter - Männer mit Derby-Niederlage
BOL-DAMEN

Gegen Landesligaabsteiger TSG Augsburg setzte es für das verletzungsgeplagte Günzburger Team eine hohe 21:38 (10:18)-Niederlage. Die Fans der VfL-Reserve sahen dabei zwei Gesichter des Aufsteigers. Mit Vehemenz ging die Heimmannschaft an die schwere Aufgabe. 5:2 führte die Truppe von Wolfgang Behm und zeigte 20 Minuten ihr allerschönstes Gesicht. Doch dann erlebte der Trainer-Routinier einen Einbruch wie er ihn in seiner 25jährige Trainerlaufbahn noch nicht erleiden musste. Ruck-Zuck ging alles, die TSG drehte auf und die jungen Günzburgerinnen ließen sich beeindrucken. Das Spiel kippte komplett, beim 10:18 war man froh endlich in die Kabine zu kommen. Doch es ging im Prinzip so weiter: Zwar blitzte weinrote Kampfesmoral besonders bei Julia Ziegler und Anna Betzler immer mal wieder auf, das hohe 21:38 konnten aber auch sie nicht verhindern.

Es spielten: Ziegler (6), Betzler (6), Matthes (2), Latka (1), Kohler (1), Deutschenbauer (4) und Rösch (1).

BOL-HERREN

Überhaupt nicht zufrieden war Trainer Peter Kees mit seinen Handballfreunden nach dem Derby beim TSV Hohen- und Niederraunau. Die Rolle des krassen Außenseiters scheint der Günzburger Landesligareserve besser zu liegen als die falsche Sicherheit einer echten Gewinnchance. Viel zu statisch agierten seine Schützlinge im Angriff, zu passiv war der Innenblock. Bereits nach 15 Minuten als der TSV mit 7:2 führte, nahm der erfahrene Coach eine Auszeit. Besser wurde es ja, die "Raunauer" 13:9-Führung ergab für die Halbzeit Besprechung einige Ansatzpunkte zur Besserung.

Dies schien erst einmal zu fruchten. Das Spiel wackelte, schöne Erinnerungen an die letzten beiden Siege wurden wach. In 46. Minute war der 16:16-Ausgleich erzielt. Die VfL-Abwehr, gegen den SCI noch ein echtes Glanzstück, verlor nun einfache Duelle gegen den TSV-Rückraum. Die Gastgeber kamen stark zurück und gelangten ab dieser Phase auf die Siegerstraße. Das 24:21 war am Ende einer verdienter Sieg der Niederraunauer. Bester Mann beim VfL war Torwart Martin Frey, der als Lohn 60 Minuten durchspielen durfte,

Es spielten: Ziegler, Frey; D. Röllig (2), Kögl, Schmid (2), J. Schüller (4), S. Schüller (4), Märkl, Rennert (5/3), Rembold (1), Grimm (3), Förg, Konopa und U. Röllig.




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