VfL Handball: Nachlese Seniorinnen + Senioren

Erster Auswärtssieg - jetzt freuen wir uns auf den November
Wer hätte nach den beiden Auftaktniederlagen gedacht, dass es für die Günzburger Landesligahandballer doch noch ein goldener Oktober wird. Eigentlich begann er schon Ende September mit dem allerersten Sieg gegen die SpVgg Altenerding, dann steigerte sich das Team um "Industriegebiet" Daniel Jäger kontinuierlich und vergoldete sich den Oktober mit einer 8:0-Serie.

Schon ein wenig aufgeschreckt durch den Simbacher Punktgewinn vor Wochenfrist beim TSV Hohen- und Niederraunau, ging die Woche erst einmal alles schief. Nicolai Jensen war wie geplant auf einem FSJ-Seminar, Lucas Barthel und Julian Nief plagten Herbstkrankheiten, Andi Konopas alte Fußverletzung machte einen Einsatz komplett unmöglich und zu allem Überfluss verletzten sich beide Torhüter. Tizian Schmid musste mit Meniskusproblemen freitags absagen, so dass Dennis Mendle aus dem unerschöpflichen, gut ausgebildeten A-Jugendreservoir völlig überraschend zu seinem ersten Landesliga-Männer-Einsatz kam.

Da das Freitagstraining auch noch zugunsten einer anderen Sportart entfallen musste, schienen die leisen Hoffnungen der Simbacher auf ihren ersten Heimsieg nachvollziehbar. Doch beim VfL kann man mit schwierigen Situationen umgehen. Dank der verständnisvollen Stadtverwaltung konnte Samstagsvormittag ein koordinativ wertvolles Harz-freies Training in der Bruno-Merk-Halle abgehalten werden. Die Mannschaft fuhr gut fokussiert an den Inn und man spürte, dass keiner von der weiten Fahrt ohne doppelte Punktebeute zurückkehren wollte.

Einmal im Pkw gesessen, klappte nun alles.

Ausgezeichnete junge Schiedsrichter leiteten das Spiel. In der fairen Begegnung kamen sie mit insgesamt fünf Zeitstrafen aus. Obschon die ersten Würfe ihr Ziel verfehlten, führten die Schwaben gestützt auf eine bewegliche Deckung mir 0:3. Da ein schlauer Patrick Bieber seinen
Kasten erst einmal vernagelte, kam der Schwabenexpress bis zum 1:6 ordentlich in Fahrt. Trainer Hofmeister wechselte früh für eine starke zweite Halbzeit. Das nützten die TSV-Handballer zur Aufholjagd. 8:8 stand es. Sorgen machten sich die vier lautstarken VfL-Fans dennoch nicht lange, denn es klappte an diesem Tag fast alles. Abpraller blieben beim VfL, ein oder zweimal meinten es auch die Schiedsrichter gut oder Patrick BIeber hielt schnell einen Siebenmeter. Das 8:12 war gerecht.

Dann sollte es noch besser werden. Die beste Abwehrformation stand nun auf dem Feld, davon profitierte die Günzburger Gegenstoßmaschine. Ruckzuck nur ein paar Minuten nach Wiederanpfiff stand es 9:17. Besonders Julian Rothbauer und Niko Hermann, die die ganze erste Halbzeit auf der Bank saßen, taten viel für das Tempospektakel. Die Gastgeber wirkten konsterniert und die VfL-Spieler bekamen richtig Abwehrlust, allen voran Axel Leix. Selten fällt ein Abwehrspieler durch seine Schnelligkeit und faire Einsatzfreude so auf, dass er danach zum besten Spieler auf dem Platz auserkoren wird. Diese Privileg ist normal Angreifern vorbehalten. 13:25 und 15:28 stand es. Längst war neu durchgewechselt worden. A-Jugend-Torwart Dennis Mendle bewies mit zwei gehaltenen "Freien" sein großes Talent. Das spektakulärste Tor erzielte Oldie Christian Geiger. Ein Gegenstoßpass über das ganze Feld kam ein wenig zu hoch, doch der Sprunggewaltige schraubte sich hoch und netzte den Ball in Kempa-Manier ein - eigentlich ein Tor für das Fernsehen.

Wie geschrieben: Es klappte einfach Alles. Auch das Endergebnis von 17:31 verzückte. Betreuer Dieter Pohl war begeistert.

Die Günzburger Erste ist auf einem guten Weg. Nächste Woche soll das Team durch eine Freikartenaktion zusätzlich unterstützt werden und dann hoffen alle auf die Rückkehr von Bomber Andi Konopa. Nach so einem Tag, müsste auch das bald gelingen.

Es spielten: Bieber, Mendle; Rothbauer (6), Lehr (2), Konopa, Geiger (3), Leix (2), Braun, Barthel (2), Groß (4/2), Jensen (2), Hermann (2) und Jäger (6).
Damen 1



Dabei erwischten die Günzburgerinnen gar keinen so guten Start. In den ersten 5 Minuten mussten die Übungsleiter Markus Sandtner und Reinhard Müller gleich 5 Fehlwürfe ihrer Spielerinnen verzeichnen, zum Teil sicherlich eine Folge des Haftmittelverbots. Die Gastgeberinnen konnten über Kreisanspiele jedoch Tore erzielen, so dass der Spielstand von 3:1 zu verzeichnen war. Danach aber funktionierte die VfL Abwehr tadellos. In den weiteren gut 15 Minuten erzielten die Gastgeberinnen kein einziges Tor. Ihre Rückraumwürfe waren haltbar oder verfehlten den VfL-Kasten und die Anspiele an den Kreis wurden von den Gästen unterbunden. Bis zur 23. Minute erzielten dagegen die Donaustädterinnen 12 Tore und damit einen schon einen spielentscheidenden 9 Tore Vorsprung. Bei einem Spielstand von 5:15 gingen beide Mannschaften in die Kabine.

In der zweiten Halbzeit dauerte es etwa eine Viertelstunde, bis die Gäste ihren Vorsprung weiter erhöhen konnten. Einige Unkonzentriertheiten - bei diesem Spielstand durchaus verständlich und verzeihbar - und zwei 2-Minuten-Strafen verhinderten ein erfolgreicheres Spiel. Danach aber setzten sich die VfL Mädels wie über weite Strecken der ersten Halbzeit weiter ab und konnten bis mit diesem Spiel ihre Tordifferenz um den Wert 18 verbessern.
„Eigentlich war es kein überragendes Handballspiel. Eine ordentlich organisierte Abwehr legte den Grundstein für den Sieg.“ resümierte Trainer Markus Sandtner und Co-Trainer Reinhard Müller ergänzte kurz: „Wir waren in allen Positionen überlegen.“

Es spielten: Lisa Gremmelspacher, Simona Machalova (TW), Franziska Aust (2), Judith Deutschenbauer (4), Annelie Galgenmüller (7), Catherina Harder (2), Evelyn Jorga (8/1), Patricia Kubasta (2), Isabelle Mengele, Sandra Schaaf(2), Daniela Stoll (1), Tanja Stoll (4

Männer 2 + Damen 2

Damen unterliegen ersatzgeschwächt in Krumbach - Herren erstürmen sensationell die Festung Friedberg
BOL-Damen
Beim TSV Hohen- und Niederraunau musste die Günzburger Landesligareserve eine 29:25 (15:12)-Niederlage einstecken. Obwohl aufgrund vieler Verletzter nur als Außenseiter angereist, war Trainer Wolfgang Behm nach der Niederlage nicht hundert prozentig mit seinen Damen zufrieden. Der aller letzte Biss, der sein Team in den vorherigen Begegnungen so auszeichnete, schien diesmal zu fehlen. Gleich nach der Pause verlor die VfL-Abwehr den Zugriff auf die Gastgeberinnen und geriet so mit 21:16 vorentscheidend in Rückstand. Die jungen Spielerinnen agierten nun zu ungeduldig, vergaben reihenweise beste Chancen, während umgekehrt die erfahreneren TSV-Spielerinnen diese Fehler nutzten um am Ende einen verdienten 29:25-Heimsieg zu erspielen. Die gesammelten Erfahrungen und eine fundierte Nachbesprechung werden das Team voranbringen.

Torschützen: Ziegler (4), Betzler (2), Rösch (5), Häusler (2), Lattka (2), Zach (2), Kohler (3), Deutschenbauer (4) und Anna-Lena Rösch (1)

BOL-Herren
Eine echte Sensation vermeldet die VfL-Reserve. Als krasser Außenseiter gelang es den Punktlosen bei der Wundertüte Friedberg III, die bislang noch alle Punkte erkämpfen konnte mit einem 25:26 beide Punkte zu entführen. Es sah überhaupt nicht gut aus. Erst einmal wusste Coach Harald Jekel nicht, mit welchem Team der Gegner aufwartete und dann musste die etatmäßigen Rückraumbrüder Marius und Nico Schmid absagen. Für sie rückten die Außen Steve Rennert und Sebastian Schüller in den Rückraum. Da beide ihre Sache bombig machten und die ganze Mannschaft ihre gewohnt kämpferische Note ins Spiel brachte, führten die VfL-Akteure schnell mit 8:3 und 10:4. Shooter Stefan Märkl erschreckte bis zu diesem Zeitpunkt den Friedberger Torwart immer wieder mit ordentlichen Rückraumknallern. Doch Friedberg mit dem ehemaligen JBLH-Spieler Björn Hekeren blies nun zur Aufholjagd. 14:16 stand zur Halbzeit auf der Anzeigentafel. Da wurden Erinnerungen an die vorausgegangenen Niederlagen wach. Oft führte man oder hielt lange mit...

Doch der erfahrene Trainer fand die richtigen Worte. Die Mannschaft glaubte weiter an sich. Beim 19:19 fiel die Entscheidung. Erstmals hatte Friedberg aufgeholt, das VfL-Schiff wog in schwerer See. Doch diesmal ging es nicht unter. Drei Günzburger Tore in Folge waren noch nicht das rettende Ufer. Die Gastgeber glichen 50 Sekunden vor Schluss noch einmal aus. 30 Sekunden vor Schluss nahm Harald Jekel eine Auszeit. Besonders gut hatte dabei der sehr agile Sebastian Schüller zugehört. 15 Sekunden vor Schluss tankte er sich durch und erzielte das erlösende 25:26. Selten hat sich eine Mannschaft so gefreut - über sich selbst und später auch über die ersten beiden Punkte.

Torschützen: Röllig (1), Kögl (2), S. Schüller (7/1), J. Schüller (1), Märkl (7), Rennert (3), Rembold (1), Grimm (3) und G. Förg (1)

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